Leuchtende Glaskörper, die wie außerirdische Wesen anmuten, sind ab dem 1. August im ZKM Karlsruhe zu sehen. ?Hallucigenia? heißen die Geschöpfe des österreichischen Künstlers Martin Walde und so lautet auch der Titel der Ausstellung im Projektraum des ZKM Museum für Neue Kunst.
Eigens für diese Ausstellung wurde eine Gruppe von ?Hallucigenia-Skulpturen? hergestellt: dünnwandig geblasene Glaskörper, die mit verschiedenen Gasen befüllt sind und durch Hochfrequenztechnik zum Leuchten gebracht werden. Sie gehen in ihrer Form auf präkambrische Weichköpertiere zurück, deren Abdrücke 1977 in Kanada gefunden wurden. Ihr Entdecker, S. C. Morris, nannte eines dieser Tiere ?Hallucigenia?. Somit verbinden die Skulpturen von Martin Walde Kunst, Technik, Natur und Wissenschaft.
Neben den gläsernen Skulpturen wird den Besuchern eine begehbare und veränderbare Installation präsentiert, sowie eine neue Version der 2008 auf der internationalen Biennale von Sevilla präsentierten Video-Installation ?Production Limits?. Nicht die sommerliche Hitze, sondern eine Infrarotlampe bringt das Wachs der 2005 entstandenen Arbeit ?Melting Compactor? zum schmelzen.
Martin Walde gelingt es seit Jahren mit seinen unverwechselbaren, innovativen Arbeiten, die Ausstellungsbesucher in seine dynamischen Installationsprozesse einzubeziehen. International bekannt wurde er vor allem durch seine Teilnahme an Catherine Davids ?documenta X? (1997). Er erforscht den Zusammenhang zwischen Material und Werk, insbesondere dessen Einfluss auf das Verhalten im Raum, und erreicht dadurch eine neue Form der Sinneswahrnehmung.
Eröffnung am Freitag, den 31. Juli um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 01.August ? 18.Oktober 2009








