International als Pionier und Schlüsselfigur der Perfomance anerkannt, erkundet die gebürtige Jugoslawin (1946) Marina Abramovi? mit Hilfe Ihres eigenen Körpers die physikalischen und mentalen Grenzen des Menschseins. Die Ausstellung spürt mit 50 Arbeiten aus 4 Dekaden der produktiven Karriere Abramovi? nach mit Sound- und Videoarbeiten, Installationen, Fotografien und Performances. Zusätzlich gibt es eine Weltpremiere: im Museum of Modern Art in New York performt sie ihre neue Performance.
Die Live-Performance ist in eine Installation integriert, die die Arbeit der Künstlerin reflektiert.
Abramovi? wird über 700 Stunden während der Öffnungszeiten ? ihre längste Soloperformance ? schweigend an einem Tisch im Museum sitzen. Passiv sind Besucher eingeladen, sich ihr gegenüber an den Tisch zu setzen, so lange sie wollen und so lange das Museum geöffnet ist. Allerdings wird sie nicht antworten! Eine besondere Erfahrung also mit der Künstlerin und ihrem Werk.
Die Ausstellung ist in vier Sektionen unterteilt. Sie beginnt mit dem Fokus auf die Soloperformances, mit denen sie in Belgrad begann (1969?75). Der zweite Abschnitt zeigt ihre Arbeiten mit Ulay. U. a. wird ein Video der Originalperformance von Rest Energy und Bilder von der Nightsea Crossing Performances gezeigt. Der dritte Schwerpunkt betrachtet die Jahre von 1995 bis 2005, als sie ein neues Kapitel aufschlug, mit Soloarbeiten über ihre Kultur, ihre ideologischen und spirituellen Ursprünge im Balkan und über die Gefühle, die ihre Nation mit dem Krieg in den Neunzigern auslöste. Die Installation Balkan Baroque (1997), für die sie mit dem Goldenen Löwen als beste Künstlerin auf dernVenedig Biennale 1997 einen Preis erhielt, zeigt eine Projektion von lebensgroßen Bildern ihre Mutter, von sich und ihrem Vater, einen Berg von Kuhknochen und Kupfergefäße, die mit scharzem Wasser gefüllt waren. Die Originalperformance präsentierte sie viermal für sechs Stunden am Tag: sie säuberte die Fleischreste vom Knochen, und evozierte damit den Schmerz und das Leid des Krieges.
Die letzte Sektion zeigt ihre jüngsten Arbeiten, die in New York entstanden sind, wo sie seit 2001 lebt.
Podiumsdiskussion:
2. Juni, 18:30 Uhr, Marina Abramovi? und die ?Reperformers? diskutieren über die Erfahrungen während der Teilnahme der Performance in der MoMa-Ausstellung. Moderation: Klaus Biesenbach.
MoMA: RETROSPECTIVE
14. März bis 31. Mai 2010
kuratiert von Klaus Biesenbach,
Director, P.S.1 Contemporary Art Center, and Chief Curator at Large, The Museum of Modern Art








