29. März bis 27. Mai 2010 in Chevilly-Larue (Region Paris)
Mehr als 20 Jahre nach seinem Tod erinnert sich Chevilly-Larue seines Ehrenbürgers Morice Lipsi. Vom 29. März bis 27. Mai 2010 veranstaltet die Stadt Chevilly-Larue (Region Paris), wo Lipsi von 1930 bis 1987 lebte und arbeitete, eine Lipsi Retrospektive. Hauptleihgeber ist das Museum Morice Lipsi in Rosey. Dazu kommen Werke aus dem Musée d?Art Contemporain Val de Marne (VALMAC), einem Schwestermuseum des Centre Pompidou und aus privaten Sammlungen. Über 30 Skulpturen werden an zwei Standorten gezeigt, nämlich im Garten der Maison du Conte (die ehemalige Villa Lipsi) und im Kulturzentrum Rosa Bonheur. In einer dazwischen liegenden Autobahnunterführung wird eine Fotoausstellung aufgebaut mit Abbildungen aller Großskulpturen von Morice Lipsi im öffentlichen Raum aus Frankreich, Italien, Japan, Deutschland, Israel, Island und der Slowakei. Der Parcours führt auch an einer Neuerwerbung der Stadt Chevilly-Larue vorbei, die auf einem Kreisel der Hauptachse eingeweiht wird (Rondpoint Général de Gaulle). Während zwei Monaten wird es regelmäßige Führungen geben, sowie Workshops für Erwachsene und Kinder, Vorträge und Debatten.
Morice Lipsi, geboren 1898 in Lodz lernte das Bildhauerhandwerk in ?La Ruche? , Montparnasse in Paris ab 1912 bei seinem älteren Bruder, dem Elfenbeinschnitzer Samuel Lipschytz (geboren 1880 in Pabianice, gestorben in Auschwitz 1943). Ab dem Alter von 14 Jahren bis ins Alter von über 80 Jahren widmete Lipsi sein Leben der Bildhauerei, hauptsächlich der direkten Steinbearbeitung. Von Holz bis Marmor über Kalkstein und Lava und Granit geht er seinen Weg mit Hammer und Meißel spontan, unbeeinflusst von vielen befreundeten Künstlern wie Zadkine, Soutine, Modigliani, Archipenko, Laurens, Arp, Sonja Delaunay, aber immer erfüllt vom Geist seiner Zeit.
Nach der Heirat mit der Schweizer Malerin Hildegard Weber zieht das junge Paar 1930 nach Chevilly-Larue im Süden von Paris. Stallungen werden zum Atelier, in welchem Lipsi über 50 Jahre arbeitet und seinen am Licht und Monumentalem ausgerichteten Weg in die Abstraktion weiterentwickelt. Gründer des Skulpturensymposiums in Grenoble 1963 oder auch aktiv in einer Bewegung, in welcher Lipsi mit dem Soziologen Paul Virilio und dem Architekten Claude Parent Architektur mit Skulptur verbindet, erlangt Morice Lipsi immer mehr internationales Ansehen.
Er hinterlässt ein ansehnliches Werk in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen. Auch Monumentalwerke entstanden international durch öffentliche Aufträge. Sein Nachlass wird durch seine jüngste Tochter Gabrielle Beck-Lipsi im Museum Morice Lipsi in Rosey (Haute Saône) weitergepflegt.
www.musee-lipsi.com,
www.ville-chevilly-larue.fr
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Mai 2010








