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März 2010

Ein Skulpturenrundgang in den Außenbezirken von Barcelona. (E)

Ricardo Vaccaro ?Homenatge a Joan Miró?


Am 5. März 2010 organisierte die katalanische Kunstliebhaberin Neus Bergua für Mitglieder und Freunde von sculpture network einen Rundgang in den Außenbezirken von Barcelona zu Skulpturen des Bildhauers Ricardo Vaccaro sowie eine Besichtigung des Anwesens "La Ricarda", das 1953 von dem GATCPAC Architekten Antonio Bonet I Castellana erbaut wurde. Bonet ist einer der wohl bedeutendsten katalanischen Architekten, die dem Spanien Francos den Rücken kehren mussten und ihr Werke auf der anderen Seite des Atlantiks, in Bonets Fall in Argentinien, bauten.

Die Gruppe wurde begleitet von Bildhauer Ricardo Vaccaro sowie der heutigen Besitzerin des Ricarda Anwesens, Marita Gomis Bertrand, und der Kunsthistorikerin und Kuratorin Rosa María Subirana, sculpture network Mitglied.

Am Fuße seiner Großskulptur ?Homenatge a Joan Miró? erläuterte uns Ricardo Vaccaro verschiedene Probleme, die beim  Bau solch monumentaler Kunstwerke entstehen und insbesondere diejenigen, die bei seinem Werk auftraten. Dadurch, dass es vor den umliegenden Gebäuden entstand, ist es ein deutliches Beispiel dafür, wie Kunst einen urbanen Raum prägt, ihm Bedeutung und einen kulturellen Bezugspunkt geben kann. Ein weiterer interessanter Aspekt seiner Erläuterungen war, dass der Stadtrat nicht mehr bereit ist in Werke zu investieren, die laufende Kosten verursachen (wie Installationen mit Gras, Wasser usw.). Werden damit der Kreativität für Kunst im öffentlichen Raum Grenzen gesetzt?

Die Ricarda, von Bonet in vierzehnjähriger Planungs- und Bauzeit (1949-1963) bis ins kleinste Detail durchgestylt, fasziniert noch heute.  Die Dächer sind restauriert worden - andere Bauteile sind hingegen in bedenklichem Zustand, wie auch das von Bonet entworfene Mobiliar. Früher war sie ein Refugium für Künstler wie Tapiès, Cage, Miro. Sie ist ein Beispiel für die rationalistische Architektur der 50er Jahren. Leider ist die einstmals erstklassige Lage direkt am Meer, zwischen Pinien und Sanddünen, durch den Bau der Start- und Landebahn des Flughafens in unmittelbarer Nähe gemindert worden. Trotzdem spiegelt das Haus noch heute den ursprünglichen Traum von der Erschaffung eines Heims wieder, wo die Kunst gedeihen kann und mit von den Besuchern geteilt werden kann.

 

Weitere Informationen zu Riccard Vaccaro: www.vaccaro.info

 

Bildmaterial der Ricarda Villa: http://images.google.es/images?hl=es&rlz=1R2ADBF_esES361&q=la%20ricarda&aql=&oq=&um=1&ie=UTF-8&sa=N&tab=wi


Das nächste Treffen der Skulpturenliebhaber in Barcelona findet am 16. April statt. Geplant ist ein Rundgang zu Skulpturen von Toni Asensio, die Besichtigung eines Kulturzentrums und der Besuch von Interventionen im öffentlichen Raum von Dr. Josep Roy. Interessenten wenden sich bitte an Neus Bergua neusbergua@hotmail.com

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