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Dezember 2009

?Calder? im Palazzo delle Esposizioni in Rom (I)

Alexander Calder ?Blue Feather?, 1948. Calder Foundation, New York © Calder Foundation, New York / Art Resource, New York © 2009 Calder Foundation, New York by SIAE 2009 by SIAE 2009

 

Zum ersten Mal widmet ein Museum in Rom dem amerikanischen Künstler Alexander Calder (1898 ? 1976) eine Ausstellung ? es ist seit 30 Jahren die grösste Ausstellung in Italien. Im Palazzo delle Esposizioni werden rund 150 Arbeiten des 1898 in Lawnton in Pennsylvania geborenen Meisters gezeigt. Kurator dieser Ausstellung ist Alexander S.C. Rower, der Enkel von Alexander Calder.

 

Die Ausstellung umfasst eine breite Übersicht über Calder`s Werk: von selten ausgestellten Bronzen bis zu einigen seiner berühmtesten Werke, so dem massiven, 8-m-hohen Aluminium- und Eisen- Mobile, das sonst im Flughafen von Pittsburgh hängt. ?Wir versuchten eine Calder-Ausstellung zu kreieren, die interessant ist sowohl für die, die noch nichts über Calder wissen, und auch für die, die glauben ihn perfekt zu kennen? sagte Calder`s Enkel Rower. Die Ausstellung folgt chronologisch Calder`s Werk und beginnt mit den ersten Versuchen in den 1920er Jahren. Davon werden einige seiner berühmten Eisendraht-Skulpturen gezeigt, die er während eines langen Aufenthalts in Paris schuf: Akrobaten, Zirkusfiguren und Tiere. Weniger bekannt ist eine Serie von kleinen Bronzeskulpturen von Schlangenmenschen und Akrobaten aus dem Jahr 1930. Sie zeigt Calder`s Faszination für Bewegung und sein Bemühen, dies in verschiedenen Medien festzuhalten.

 

Im selben Jahr besucht Calder das Atelier von Piet Mondrian in Paris und widmet sich ab da der abstrakten Kunst, was in der Ausstellung mit wichtigen Arbeiten dokumentiert wird. Diese Meisterwerke zeigen seine Faszination für biomorphe Formen und auch seinen ?Flirt? mit dem Surrealismus: ?Tightrope?, ?Yellow Panel?, ?Gibraltar? und ?Orange Panel?, alle aus dem Jahr 1936, zeugen davon.

 

Natürlich stehen die weltberühmten ?Mobiles? im Zentrum der Ausstellung: er schuf sie während seiner ganzen Karriere und mit seiner Ingenieur-Ausbildung im Hintergrund konnte er perfekt ausbalancierte zarte kinetische Werke schaffen ? die Ausstellung in Rom zeigt beispielhafte Werke aus allen Schaffensperioden.

 

Der Gegenpol zu Calder`s Mobiles sind seine dem Erdboden verhafteten ?Stabiles? ? den Namen erfand der Deutsch-Französische Bildhauer Hans Arp. Aus den späten 1930er Jahren werden ?Black Beast? und ?Hollow Egg? gezeigt sowie spätere Arbeiten wie ?Cactus? von 1959 oder ?La Grqand Vitesse? von 1969. Ebenso sieht man in der Ausstellung eine Auswahl seiner weniger bekannten Ölbilder und Gouachen.

 

 

Die Ausstellung läuft vom 23. Oktober 2009 bis zum 14. Februar 2010

 

Palazzo delle Esposizioni, Via Nazionale 194, Rom

Öffnungszeiten: Di, Mi, Do, So 10 ? 20 Uhr/ Fr + Sa 10 ? 22:30 Uhr/ Montag geschlossen

 

www.palazzoesposizioni.it

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