News-Detail

Dezember 2009

Dialogues ? Chillida, Oteiza, Serra? im Atrium? Arte Garaikideko Euska in Vitoria Gasteiz (E)

 

?Dialogues? ist ein Tribut an drei der grössten zeitgenössischen Bildhauer:  Eduardo Chillida

(San Sebastian, 1924-2002), Jorge de Oteiza (Orio, 1908 / San Sebastian, 2003) und Richard

Serra (San Francisco, 1939).  Die Ausstellung ist ein Dialog zwischen diesen drei Künstlern und zugleich ein Dialog mit der Umgebung und ebenso der Baskischen Bevölkerung.

 

Während ihrer Zugehörigkeit zur Gruppe ?GAUR? waren Chillida und Oteiza sehr befreundet, doch als sie zusammen in den 1950erJahren am Bau der Basilika von Aranzazu mitarbeiteten, kam es zu dem bekannten Bruch zwischen beiden. Der Konflikt zwischen ihnen dauerte mehr als 30 Jahre und wurde schliesslich 1997 bei einem denkwürdigen Treffen der beiden vor Chillidas Skulptur ?Besarkada? (Umarmung) beigelegt. 

 

Ihre symbolträchtige Umarmung kam nicht nur zustande durch ihre inzwischen erreichte Altersweisheit und ihre lang anhaltende, aber stille gegenseitige Bewunderung ihrer Arbeiten. Sie hatten ja auch einige bekannte Gemeinsamkeiten, die sie zu Meistern ihrer Kunst machten. Sie waren die Eckpunkte eines Dreiecks, das von Ikonen der Skulptur gebildet wurde. Der dritte Eckpunkt des Dreiecks ? ein Bewunderer von beiden Künstlern ? war ein Amerikaner: Richard Serra.

 

Serra hielt das Baskenland für die Gegend der Welt, dass das grösste Potential für Skulptur hatte, und für ihn war die Tatsache die Bestätigung, dass zwei so grosse Künstler wie Chillida und Oteiza dort zur gleichen Zeit lebten.

 

Alle drei Bildhauer zusammen haben die Kunst des 20ten Jahrhunderts revolutioniert und waren an Entwicklungen beteiligt, die zeitgenössische Skulptur zu neuen Höhen führten. Sie waren drei Metall-kämpfer, drei Eroberer des Raums, drei Architekten der Leere.

 

Der Aussenplatz des Museums begrüsst die Besucher mit jeweils einer Skulpturen der drei Bildhauer: Elogio de la Arquitectura XIV (Eduardo Chillida, 1994), Frinkle Octagon (Richard Serra, 1991) und Mirador mirando (Jorge Oteiza, 1958). In allen drei Skulpturen akzentuiert die Stärke des Stahls die architektonische Natur der Arbeiten. Sie übermitteln Ansätze wie Raum und Ortsbezug, Volumen und Leere und schaffen einen Dialog zwischen verschiedenen gegensätzlichen Elementen ? Gewicht und Gleichgewicht, Rhythmus und Schwerkraft ? mit dem Ergebnis, dass zugleich körperlich als auch geistig ist. Alle drei zeigen einen totemischen Charakter grosser volumetrischer Kraft und drücken eine eindeutige humanistische Form des Rationalen aus.

 

Der Dialog setzt sich im Museum fort, wo verschiedene Metallskulpturen den Raum erobern und von einer kleinen Auswahl expressiver Wandarbeiten auf Papier und Leinwand begleitet werden. Innen und Aussen laden diese Arbeiten den Betrachter dazu ein, um sie herumzugehen und damit Skulptur zu einem Experiment zu machen, in dem Raum zu etwas Handfestem transformiert und man sich der Wechselwirkung zwischen Leere und Gegenstand bewusst wird. Dies ist ein nötiger Dialog, in dem sich Phänomenologie und Seinslehre vereinigen und sich in einem neuen Universum mit neuen Dimensionen materialisieren. Es ist eine Elegie an das Rosten und das Schmieden.

 

Die Ausstellung läuft vom 24.Oktober. 2009 bis zum 10.Januar 2010

A R T I U M ? Arte Garaikideko Euska>l Zentro Museoa / Basque Museum ? Centre of Contemporary Art, Francia 24, E - 01002 Vitoria Gasteiz

Öffnungszeiten: Di - So 11 ? 20 Uhr/ Montag geschlossen

http://www.artium.org

Newsletter

< Mai 2012 weiter
m t w t f s s
  01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      

Kunstweg am Reichenbach
www.kunstweg-am-reichenbach.de

 

Ausschreibungen

Wettbewerbe, Ausschreibungen und Artist in Residencies aus ganz Europa mehr...

Recherchieren Sie in unserer Datenbank und suchen Sie interessante Kontakte mehr...