Gilberto Zorio

Mediadaten 2017

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Sinnliche Prozesse und Erfahrungen

Gilberto Zorio, Giunchi con arco voltaico (Reeds with Voltaic Arch), 1969 - Courtesy Sonnabend Gallery
Sinnliche Prozesse und Erfahrungen

Die Lehre von Arte Povera entstand Mitte der 1960-er Jahre durch eine radikale und revolutionäre Verwendung von unkonventionellen Materialien, um Installationen von großer Lebhaftigkeit zu schaffen und um authentische und intensive Erfahrungen in den Betrachtern zu wecken.

Die Werke von Gilberto Zorios sind unendliche Felder physischer und mentaler Energie. Seit 1966 hat er seine Nachforschungen in Richtung physische Prozesse wie chemische oder physikalische Reaktionen gelenkt, die jedes Werk dauerhaft formbar machen.


Gilberto Zorio, Senza titolo, 1968 - courtesy Lia Rumma

Auf diese Art hat er die Sprache der Bildhauerei erneuert, denn er hat sie von der Beständigkeit und Schwere, mit der sie normalerweise in Verbindung gebracht wurde, befreit.

Castello di Rivoli zeigt eine große Retrospektive, die dem Werk Gilberto Zorios (*1944, Italien) gewidmet ist. Er ist ein zeitgenössischer Pionier im Bereich der Kunst und ein bedeutendes Mitglied von Arte Povera. Die Ausstellung, die von Marcella Beccaria kuratiert wird und die gemeinsam mit dem Künstler entwickelt wurde, umfasst neue Installationen ebenso wie historische Werke und umspannt so 50 Jahre seines künstlerischen Schaffens.

Gilberto Zorio, Letto (Bed), 1966 - courtesy Galleria de’Foscherari - photo Paolo Panzera

Zeit stellt oft einen wichtigen Bestandteil seiner Arbeit dar – nur das natürliche Verstreichen von Stunden und Tagen lässt ihre Transformation greifbar werden. Beccaria schreibt: „Im Einklang mit dem Prozesscharakter, der Zorios Schaffen kennzeichnet und auf der Grundlage, dass mehr als ein Werk gleichzeitig geschaffen wird und bereits vorhandene Werke umformuliert werden können, bietet die Ausstellung die Erfahrung einer synchronen Zeit, in der Vergangenheit und Gegenwart nebeneinander existieren und sie bietet die Erfahrung eines sich wandelnden Raumes, in dem die alchemistische Annäherung des Künstlers unerwartete und fesselnde Visionen bietet.”

Diese umfassende Präsentation zeigt einige von Zorios bedeutendsten Werken seines frühen Schaffens, einschließlich historischer Installationen, die vom Künstler in seiner Privatsammlung geschützt werden. Darüber hinaus wird eine Gruppe von Zeichnungen gezeigt, die einige nie umgesetzte Projekte beinhalten. Diese seltenen Stücke werden der Öffentlichkeit neben anderen Werken aus verschiedenen Sammlungen und aus der Dauerausstellung des Museums präsentiert.

Gilberto Zorio, Canoa aggettante (Jutting Canoe), 2016 - courtesy Galleria de'Foscherari

Es werden auch neue ortsspezifische Installationen gezeigt, die Zorio für den dritten Stock von Castello erschaffen hat und die zum ersten Mal zu sehen sind. Verschiedene Licht- und Schattenverhältnisse, die vom Künstler in Szene gesetzt sind, präsentieren zwei die Sinne anregende Szenarien der Wahrnehmung.

Die Leiterin von Castello di Rivoli, Carolyn Christov-Bakargiev, erläutert: „Diese Ausstellung hält an der Hingabe Castello di Rivolis zu Arte Povera fest und hilft die Identität des Museums zu formen. Gilberto Zorio ist einer der Künstler, der, seit seiner ersten Ausstellung Ouverture im Jahr 1984 den historischen Räumen des Castellos neues Leben eingehaucht hat und so zu der Einzigartigkeit des Museums beiträgt.”

Gilberto Zorio
Kuratorin: Marcella Beccaria
Bis 18.02.2018

Castello di Rivoli

Rivoli, Turin, Italien

www.castellodirivoli.org

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