Sommerfest des sculpture networks in Berlin

Mediadaten 2017

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Fachlicher Austausch, persönliches Networking und exklusive Projekt-Präsentationen:
So sah das Sommerfest des sculpture networks am 15. Juli im brandenburgischen Werder an der Havel aus.

Foto: Giorgios Kalaitzis
Fachlicher Austausch, persönliches Networking und exklusive Projekt-Präsentationen:

Im eindrucksvollen Atelier der vier Künstlerinnen und Künstler Rainer Düvell, Hannes Brunner, Ruth Gindhart und Katharina Forster, einer ehemaligen Vulkanfiber-Fabrik, trafen sich rund 100 Mitglieder und Freunde des Vereins.

Wer durch das Tor des Atelierhauses in der Adolf-Damaschke-Straße 56/58 schreitet, fühlt sich im nächsten Moment fast wie in einem Kirchenschiff. Etwa 500 Quadratmeter misst die Papierlagerhalle der 1916 erbauten ehemaligen Vulkanfiber-Fabrik, die schon zu DDR-Zeiten unter Denkmalschutz stand. Hohe weiß getünchte Wände, umlaufende Nischen an den Seiten und ein gläsernes Dach, durch das gleißend weißes Licht scheint, verleihen dem Raum eine sakrale Atmosphäre.

Das perfekte Arbeitsumfeld für Rainer Düvell, Hannes Brunner, Katharina Forster und Ruth Gindhart. Denn alle vier Künstlerinnen und Künstler brauchen für ihre Skulpturen und Installationen viel Raum.

Foto: Cornelia Lütkemeier

So konzipiert der ausgebildete Architekt und Bildhauer Rainer Düvell großformatige Werke aus Aluminiumrohren. Für die BUGA 2015 entlang der Havel erschuf er Landmarken aus metallisch blauen Stangen, die wie riesige Schilfrohre in den Himmel ragen, sich sanft im Wind wiegen und dabei je nach Sonnenstand ein ganz eigenes Lichtspiel entwickeln. Zwischen mehreren Städten entlang der Havel machen sie „das blaue Band“ des Flusses schon von Weitem sichtbar. Aktuell ist eine Ausweitung des Projekts im Gespräch: „Meine Vision ist, die Landmarken auf alle vier Bundesländer auszuweiten durch welche die Havel fließt: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen Anhalt.

Auch die neueste Arbeit von Hannes Brunner, Professor für Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, ist monumental: Für die Stadt Wittstock hat er einen riesigen Mast konzipiert, auf dem blinkende LED-Lichter laufend wechselnde Worte und Wortneuschöpfungen anzeigen sollen. Ein etwa 20 Meter langes Modell aus Papier auf dem Boden der Atelierhalle gab den Besuchern einen guten Eindruck von dem Dimensionen des Projektes „Dorn“.

Foto: Giorgios Kalaitzis

An einem weiteren Großprojekt für die Stadt Wittstock arbeitet die Bildhauerin Ruth Gindhart: Für den dortigen „Dossepark“ auf dem Gelände des ehemaligen von König Friedrich Wilhelm II errichteten Landarmen- und Invalidenhauses hat sie eine große Skulptur aus farbigen Stahlelementen entwickelt, die an ineinandergreifende Kettenglieder erinnern.

Wie Kunst dazu dienen kann, den Stadtraum zu beleben, führte Katharina Forster vor: Im Rahmen des Projektes „Stadt-Raum-Kunst“ hatte sie 2016 im Herzen von Kamenz gemeinsam mit Rainer Düvell und Harald Hoppe eine „Temporäre Kunsthalle“ errichtet, die Bürger aller Altersklassen zum Gespräch und zur kreativen Interaktion mit dem Stadtraum einlud. So erstellte sie etwa mit Schulklassen „Stadtcollagen“ aus Alltagsobjekten und sensibilisierte so den Blick der Kinder und Jugendlichen auf ihre Umwelt.

Das Sommerfest des Berliner sculpture networks fand zum zweiten Mal in Folge in Werder statt.
„Ich freue mich sehr, dass Rainer, Hannes, Ruth und Katharina uns erneut so herzlich aufgenommen haben und wir so spannende Einblicke in ihre Projekte gewinnen konnten“, so Patricia Hofmann, Koordinatorin des sculpture networks in Berlin. „Persönlicher Austausch, Vernetzung und ein Blick hinter die Kulissen künstlerischer Arbeit: Für all das hat unser Sommerfest einmal wieder einen wunderschönen Rahmen geboten.“

Cornelia Lütkemeier

Foto: Giorgios Kalaitzis

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