Wolfgang Sandt

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Vita

Geboren 1960 in München

 

1979 - 1981 FOS Gestaltung München

 

1982 - 1985 Steinmetz- und Steinbildhauerlehre

 

1985 - 1993 Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildhauern, vornehmlich Arbeiten im öffentlichen Raum und im sakralen Bereich

 

 

1987 2001 Erschaffung und Aufstellung des Mahnmals für das Außenlager Ottobrunn des KZ Dachau

Lesenwertes zum Mahnmal www.atelier-wolfgangsandt.de/mahnmal.html

 

1993 - 1995 Meisterschule für Steinmetzen und Steinbildhauer München

 

Seit 1995 Steinmetz- und Steinbildhauermeister

 

1998 Ankauf der Skulptur "Srebrenica" durch die Gemeinde Haar bei München

 

Lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in München und Passignano sul Trasimeno (Italien)

Einzelausstellungen

 

2017 Malura Museum, Oberdießen, "Hinter blauen Himmeln", Montag 1. Mai - Sonntag 2. Juli 

2016 Galleria Grefti, Umbertide

2015 " La vulnerabilità dell'indistruttibile - l'opera dello scultore Wolfgang Sandt", Perugia

2015 ART Innsbruck, Österreich

2013 Veröffentlichung des Buches “Giardino delle Poesie – Garten der Poesie”

2011 “Sculture Nuove”, Villa La Rogaia, Castel Rigone, Italien

2010 "Giardino delle Poesie", Villa Aganoor Pompilj, Monte del Lago, Italien

2010 "Visioni" Gaia Gallery, Deruta, Italien

2007 Italian Art Club Gallery, Cortona, Italien

2003 Galerie des Kunstvereins Ottobrunn

2002 "Incontri", Centro Socioculturale San Francesco, Umbertide, Perugia

1997 Einzelausstellung Rathaus und Friedhof Hohenbrunn 

 

 

Skulpturen im öffentlichen Raum (Raum München)

Gemeinde Haar, Gronsdorfer Straße "Srebrenica"

Gemeinde Ottobrunn, Skulpturengarten am Rathaus "Fragile Stele IV"

Gemeinde Ottobrunn, Rosenheimer Landstraße Mahnmal Außenlager KZ Dachau

Gemeinde Ottobrunn, Skulpturengarten am Rathaus "Fern in mir"

 

 

Öffentliche Aufträge

 

Auftrag für die Gestaltung des 1. ?Bayerischen Janus Preises für die Staatlichen Archive Bayerns

 

 

Laufende Projekte

 

Erschaffung eines Skulpturenparks in Passignano sul Trasimeno, Umbrien

 

 

Galerievertretungen

 

Art Cartel, Paderborn

 

Gaia Gallery, Deruta, Italien

 

 

Wolfgang Sandt Neue Skulpturen

 

Kunstverein Ottobrunn, Einführung von Julia Wegat

 

Steine

"Es ist das reine, klare, unbewegte Element, dass diese Kraft ausübt." Diese Aussage entstammt einem Brief, den Wilhelm von Humboldt im Dezember 1827 an Charlotte Ried richtete. Der Inhalt ist bezogen auf den anhaltend verweilenden Anblick ganz einfacher Gegenstände in der Natur - frei von intellektueller Vorbestimmung, von emotionaler Erwartung und idealistischer Übertragung.

 

Intensiver als jede andere Art der Kunst, setzt sich die Bildhauerei, die Steinbildhauerei mit den Gegebenheiten der Kunst auseinander. Nichts könnte womöglich weniger künstlich sein.

 

Hans Arp und Henry Moore thematisieren den Stein, seine gefundene Ausdruckskraft, seinanonym zufällig und natürlich gewachsenes Erscheinungsbild. Constantin Brancusi und Alberto Giacometti konzentrieren den Stein auf seine figürlich assoziative Formgebung seine universale Symbolträchtigkeit.

 

Wolfgang Sandts Steine spielen mit dem gedanklichen Gegenteil ihrer Eigenschaften.

 

Die handwerklichen Arbeitsspuren in den skulpturalen Formen Wolfgang Sandts zeigen eine langanhaltende, behutsame, gewaltlose, ruhige, vorsichtige Arbeitsweise.

Diese Skulpturen wirken klar, einfach, ihre Ausstrahlung ist dennoch schwankend, fragil, unsicher.

Ihre Betrachtung lässt unsere Bewegungsabläufe Gehen, Sehen und Fühlen anhalten.

Sie wirken so zerbrechlich, so - atemstockend - zerstörbar.

 

Steine gibt es ja in allen Formen auf unserem Planeten. Es gibt sie klein wie Kiesel und riesig wie die Alpen. Jedoch schon ab einer gewissen Größe erreichen sie ein ziemlich beachtliches Gewicht. Selbst ein kleiner Stein kann doch schon soviel wiegen, dass Sie sich im Garten einen Hexenschuß holen, wenn Sie versuchen ihn zu heben.

 

Wie können sie nur so zerbrechlich wirken diese schweren Brocken? Und dennoch auch so romantisch, in ihrer Schönheit und Schlichtheit, so erstrebenswert so ersehnenswert. Ein Ort am Ende der Welt an dem ein kleines Haus steht, welche Geschichte sollte nicht so beginnen?

 

Die früheren Arbeiten von Wolfgang Sandt, hatten bei all ihrer Fragilität, all ihrer Zerbrechlichkeit etwas Gefährliches. Diese hingegen wecken die Sehnsucht. Obwohl das Haus kippelig gefährlich am Hang steht bleibt doch die Sehnsucht dort zu sein, so klein zu sein, diese majestätische Stille im grauen Haus am Hang erleben zu dürfen. Ja da ist noch etwas . So klein zu sein. Diese Häuser sind zu klein für Menschen. Obwohl Menschenhäuser aus Stein gebaut sind. Am Stein mag es also nicht liegen. Nur Zwerge könnten hier wohnen. Vielleicht ist es dies was diesen Häusern das Märchenhafte, das Romantische gibt. Das kleine Haus am Ende der Welt...

 

Durch das Einwirken natürlicher Kräfte und Bewegungen ist dem Stein ein bestimmtes Erscheinungsbild gegeben. Dieses korrespondiert im günstigsten Falle mit einer künstlerischen Perspektive die ihrerseits in den Stein eingreift, das Vorhandene aufnimmt und in eine weitere Dimension überträgt.

 

Die Steine hier im Untergeschoss der Galerie erinnern oft an geschichtliche, symbolträchtige Zeichen: Kultstein, Denkmal, Wegmarke, Grenzstein. Ihre Markierungen könnten auf Richtungen und Zentren, Punkte und Flächen, Linienführungen und Rauminhalte verweisen. Die allgemein gültige Stilvereinbarung steht für eine unambitionierte künstlerische Substanz, die sich konkret und direkt in den Dienst des Menschen stellt. Nach Jahrhunderte langen realistischen Ambitionen in der Kunst - auch im Sinne der Nachahmungstendenzen in der Skulptur der Antike und der christlichen Traditionen - wird bei zeitgenössischen Künstlern die naturverbundene Ausdruckssprache wieder bewusst aktiviert. Dies auch in der Suche nach einer substantiellen, einfachen Formensprache.

 

Und doch wirken die typologischen Eigenschaften von Wolfgang Sandts Arbeiten immer so, als wollte er immer wieder eine bestimmte Grundidee der Skulptur in eine jeweils andere Form bringen.

 

Die Varianten richten sich nach den natürlichen Eigenschaften der Steine selbst, nach allgemeinen Merkmalen, typologische Kriterien (unterschiedliche Gesteinsarten), nach individuellen Eigenarten im Stein (Adern, lineare Strukturen, Brüche, Farbabstufungen, Erosion, Patina) und nach seiner Größe.

 

Immer ist das Thema die Unsicherheit und die Fragilität der Skulptur, ... des Menschen?

 

Hier bleibt mir, an letzter Stelle, auf eine Arbeit hinzuweisen die Sie sicherlich kennen und die Wolfgang Sandt immer noch mit Ottobrunn verbindet. Auch hier zeigt sich der selbe Aspekt seiner Arbeit: Die Unsicherheit, die Fragilität des Menschen, seine Gefährdetheit, seine Zerbrechlichkeit, allerdings nicht in Form von kippligen Häusern oder zerbrechenden Stelen sondern als Mahnmal wieder die Verbrechen die Menschen an Menschen zu begehen fähig sind. Obwohl Wolfgang Sandt schon 1988 ein steinernes Mahnmal für die hier inhaftierten Zwangsarbeiter des Dritten Reichs im KZ Außenlager Ottobrunn entwarf und es auch fertig stellte, konnte sich die Gemeinde nicht auf einen Aufstellungsplatz einigen. Die Skulptur stand sechs Jahre lang im Innenhof des Ottobrunner Gymnasiums bevor sie nun ihren endgültigen Standort in Ottobrunn fand.

 

Bleibt mir zu sagen, genießen Sie die Ausstellung, fühlen Sie sich mal fragil, mal leicht, mal schwer, mal klein, genießen Sie die Bildwerke von Wolfgang Sandt, die Sie natürlich alle käuflich erwerben können...

 

 

 

 

Die Verletzlichkeit des Unzerstörbaren

Die Arbeiten des Bildhauers Wolfgang Sandt

 

Wolfgang Sandt, deutscher Bildhauer mit Faible für Umbrien, arbeitet hauptsächlich mit Stein, aber auch mit Holz und verschiedenen anderen Materialien, wobei er auch Fundstücke in seine Skulpturen integriert. Seine Arbeiten sind sowohl naturalistisch als auch ungegenständlich.

 

Seit geraumer Zeit beschäftigt er sich mit dem Thema der ?Zerbrechlichkeit?, der Frage nach der beständigen Veränderlichkeit unverrückbar feststehender Werte und Gegebenheiten. Ein Ergebnis dieser Auseinandersetzung sind seine ?fragilen Stelen?, lang, schlank, elegant und immer mit fragilen Bereichen haarscharf am Rande des Zerbrechens. Dazu sagt Wolfgang Sandt: ?Der Künstler muss stets bis zum Äußersten gehen?. Er ist fasziniert vom Gegensatz zwischen der Schwere des Materials (in diesem Fall Stein) und der Leichtigkeit der Form: er sucht die Verbindung zwischen Himmel und Erde.

Ein anderer Gegensatz, der in seinem Werk sichtbar wird, ist der zwischen der Festigkeit des Steins und der Ungreifbarkeit des Lichts. Wolfgang Sandt gelingt es, den Stein so fein zu bearbeiten, dass dieser lichtdurchlässig wird. Er erschafft damit wahre ?Lichtsteine?. In seinen aktuellsten Arbeiten erschuf er einen Zyklus von steinernen Häusern. Aber was für Häuser sind das? Häuser auf Rädern, ?mobile homes?, bereit, jederzeit ihren Standort zu verlassen, mit unbekanntem Ziel. Häuser mit Bruchstellen und in allen erdenklichen kippeligen Situationen. Und schon wieder wird das Beständige, vermeintlich Sichere (manchmal mit einem Augenzwinkern) in Frage gestellt.

 

Von Prof. Corrado Attili. Aus: Umbria Cultura, Marzo 2002

 

(Übersetzung Dr. A. Greifenhagen)

Gruppenausstellungen

Ausstellungen und Symposien (Auswahl):

 

1993 Symposium "Nantopietra", Ponte di Nanto, Italien (besondere Auszeichnung der Jury)

 

1993 Sculptura, Kunst im öffentlichen Raum, Kevelaer

 

Seit 1995 regelmäßige Teilnahme an den Ausstellungen des Kunstvereins Ottobrunn

 

2003 K03 im Haus der Kunst, München

 

2003 Einzelausstellung Galerie des Kunstvereins Ottobrunn

 

2004 K04 im Haus der Kunst, München

 

2005 K05 im Haus der Kunst, München

 

2005 Kunst im öffentlichen Raum "Steinzeit", Immenstadt

 

2005 Kunsthalle Arnstadt, Thüringen

 

2006 K06 im Haus der Kunst, München

 

2006 Ausgewählte Künstler des Kunstvereins Ottobrunn, Chateâux de Napoule, Frankreich

 

2007 K07 "Neuer Kunstsalon", Haus der Kunst, München

 

2007 FMDK (Freie Münchner und Deutsche Künstlerschaft), Kloster Benediktbeuren

 

2008 Landesgartenschau Neu Ulm

 

2009 Bildhauerymposium "Remake" , Kunstverein Ottobrunn

 

2010 "Skulpturen" Kunstverein Ottobrunn

 

2010 "Giardino delle Poesie", Villa Aganoor Pompilj, Monte del Lago, Italien

 

2011 "Neuer Kunstsalon", Haus der Kunst, München

 

2011 “Sculture Nuove”, Villa La Rogaia, Castel Rigone, Italien

 

2012 K012 „Neuer Kunstsalon“, FMDK, Haus der Kunst, München

 

2013 Museo della Pesca, San Feliciano, Italien

 

2014 Biennale ARTiges, Kunstverein Ottobrunn

 

2014 "Licht und Schatten", Museum für Ägyptische Kunst, München

 

2015 "Da Schaug Her!" Dreißig Jahre Literatur in Bayern und ihr künstlerisches Umfeld

 

 

 

 

 

 

Wolfgang Sandt

Vorname

Wolfgang

Nachname

Sandt

Kategorie

Künstler

Straße

Burgsteige 8

PLZ

87674

Ort

Ruderatshofen

Land

Deutschland

Telefon

+39075845457

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