Artefakt Fetisch Skulptur: Aristide Maillol und die Beschreibung des Fremden in der Moderne

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Mit ihrem Buch wirft Gabriele Genge einen neuen Blick auf die französische Skulptur, vom Zeitalter der Weltausstellungen bis zur Gründung des Musée de l'Homme im Jahr 1937. Im Mittelpunkt steht der berühmte Bildhauer Aristide Maillol (1861 ? 1944), dessen Skulpturen bislang als Paradefall einer gelungenen Verbindung klassischer und moderner Formlösungen gelten, als Sinnbilder eines überzeitlichen Körperideals.

Maillols Inszenierung des weiblichen Körpers führt aber auch in ein anderes Bezugsfeld: Die Entstehungsgeschichte der Ethnographie - deren Methoden sich im engen Austausch mit Künstlern, Kunstkritik und Kunstwissenschaft etablieren. Die detaillierte Analyse der Skulpturen Maillols und ihrer Rezeption in Deutschland und Frankreich zwischen 1890 und 1937 lässt erkennen, wie weitgehend sein Werk Teil des modernen ästhetischen Diskurses um das Fremde war.

Zwischen Artefakt, Fetisch und Denkmal lieferten Maillols weibliche Akte Vorgaben für ein universal gedachtes französisches Identitätsmodell. Für alle kunstgeschichtlich interessierten Leser eröffnet das Buch ? es ist Genges Habilitationsschrift - neue sehr interessante, teils auch überraschende Aspekte.

Autor: Gabriele Genge
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3422068261
Gebundene Ausgabe: 371 Seiten
Größe und/oder Gewicht: 26,2 x 20,2 x 2,4 cm
Verlag: Deutscher Kunstverlag; Auflage: 1., Aufl. (1. März 2009)

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