Anthony Caro

Mediadaten 2017

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Ein Interpret von Raum, Form und Inhalt

Anthony Caro, Orangerie, 1969 - Museum Fine Arts Houston @Barford Sculptures Ltd. - photo Mike Bruce, courtesy Gagossian Gallery
Ein Interpret von Raum, Form und Inhalt

Anthony Caro (UK, 1924), einer der Wortführer in der Entwicklung der Skulptur des 20. Jahrhunderts, beteiligt sich nach 1958, 1966 und 1999 erneut ander Biennale in Venedig. Er steht vor der Herausforderung, in den monumentalen Galerien des Museo Correr auszustellen.

Im Laufe seiner langen Karriere experimentierte Caro mit unterschiedlichsten Materialien. Er erforschte die Möglichkeiten der Kombination von bereits bestehenden industrielle Werkstoffen, denen er neue stilistische Werte zuordnete. Er hat Kompositionen aus Metallstreben, Netzgeweben und mit glatten oder beliebig geformten Umrissen erschaffen und diese mit unterschiedlichen Ebenenausrichtungenn zusammengesetzt, um offene, dreidimensionale Formen im Raum zu zeichnen.

Sir Anthony Caro besuchte die Charterhouse School und das Christ’s College, Camebridge, wo er seinen Abschluss als Ingenieur machte. 1946, nach seiner Zeit in der Royal Navy, begann er an der Regent Street Polytechnic Bildhauerei zu studieren, was er von 1947 bis 1952 an der Royal Academy fortführte.

Anthony Caro, Hopscotch, 1962 - Artist collection ©Barford Sculptures Ltd - photo Mike bruce, courtesy Gagossian Gallery

In den 1950er Jahren zog er nach Much Hadham, Hertfordshire und arbeitete als Assistent von Henry Moore. Er wendete sich von seiner früheren, figurativen Arbeitsweise ab, wo er hauptsächlich in Ton modellierte und Bronzegüsse machte. Als er begann, sich mit den expressiven Möglichkeiten von industriellem Metall zu beschäftigen, entfernte er sich noch weiter von den traditionellen skulpturalen Formen, um revolutionäre Assemblagen zu erschaffen. Geschweißt, zusammengeschraubt, in leuchtenden Farben bemalt und - vor allem - auf dem Boden platziert, direkt im Raum des Betrachters.

Innerhalb ihrer Komposition vermitteln seine Werke oft einen starken Eindruck von figurativen Gebilden und manchmal die Illusion von Schwerelosigkeit. In den 60er Jahren wurde die Vorstellung von der Horizontalität des Raumes durch eine stärkere Betonung der Vertikalität ersetzt und die „Tisch-Skulpturen“ tauchten immer häufiger neben den üblichen monumentalen Werken auf.

Anthony Caro, Garland, 1970 - Museum Fine Arts Boston @Barford Sculptures Ltd. photo Mike Bruce, courtesy Gagossian Gallery

Henry Moore und Barbara Hepworth folgend, hatte seine Lehrtätigkeit an der St. Martin’s School of Art in London (1953-1981) eine hohe Einflusskraft. Sein hinterfragender Ansatz eröffnete neue Möglichkeiten, in formaler wie auch in thematischer Hinsicht. Seine radikaler Aufarbeitung all dieser Elemente warfe konventionelle Vorstellungen von Material, Oberfläche, Maßstab, Form und Raum über den Haufen.

Die Ausstellung im Museo Correr erforscht die umfangreiche Karriere des Künstlers als Ganzes: von seinem Frühwerk, beeinflusst von deinem Lehrer Henry Moore, zu seinen erstaunlichen Innovationen der 60er Jahre, einschließlich seiner bahnbrechenden Ausstellung in der Whitechapel Gallery von 1963, bis hin zu seinen neuesten Werken.

Anthony Caro, Venetian, 2011-2012 Audrey & David Mirvish, Toronto @Barford Sculptures Ltd. photo Mike Bruce, courtesy Gagossian Gallery

Knapp 30 Werke präsentieren eine Zeitspanne von über 50 Jahren, darunter wichtige Tusche und Tintenzeichnungen auf Zeitungspapier aus der Anfangszeit seiner Karriere, eine Auswahl seiner gefeierten Papierskulpturen und vor allem einige seiner bedeutendsten großen Stahlarbeiten, wie Red Splash (1966), Garland (1970), Cadence (1968/72) und die kürzlich entstandenen Werke Venetian und River Song (2011/12).

Zu den Highlights seiner Karriere zähen: seine Teilnahme an und Auszeichnung von der Biennale Venedig im Jahr 1966; eine Retrospektive seines Werkes im MoMA, New York, 1975; die Ausstellung in der Serpentine Gallery in London 1984, welche anschließend durch ganz Europa tourte; Der Erhalt des Praemium Imperiale Award of Sculpture in 1992; eine große Retrospektive im Museum für zeitgenössische Kunst in Tokyo 1995.

Die Ausstellung im Museo Correr ist kuratiert von Gary Titerow in Zusammenarbeit mit Gabriella Belli (Direktorin, Fondazione Musei Civici di Venezia), der Ausstellungskatalog wurde von Daniela Ferretti entworfen.

Sir Anthony Caro, Museo Correr, 2013 - photo Mike Bruce, courtesy Gagossian Gallery

Diese Ausstellung wird von der Fondazione Musei Civici di Venezia unter der Schirmherrschaft des British Council, präsentiert.


Anthony C
aro
Muse
o Correr
Piazzo san Marco, Venedig, Italien
11.06 - 27.10.2013
correr.visitmuve.it
www.anthonycaro.org

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