Das Frankfurter Städel Museum ein Symbol für bürgerschaftliches Engagement

Mediadaten 2017

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Sechshundert Skulpturen und Installationen

Tobias Rehberger, Capri Moon, 2011 - Städel Museum, Frankfurt am Main - Photo by Norbert Miguletz - © Tobias Rehberger
Sechshundert Skulpturen und Installationen

Die Sammlung des Städel Museum umfasst etwa 600 Skulpturen und Installationen aus dem 19. bis zum 21. Jahrhundert. Dazu zählen Werke bedeutender Künstler wie Auguste Rodin, Wilhelm Lehmbruck, Pablo Picasso, Alberto Giacometti, Hermann Glöckner, Carsten Nicolai und Tobias Rehberger. Eine Auswahl dieser Objekte wird in der Dauerausstellung des Museums, den Galerien und dem Garten präsentiert.

Johann Friedrich Städel war der Erste, der im damaligen Deutschen Reich, mit seinen Kunstwerken die Grundlage für eine öffentliche Sammlung bildete. Mit dieser Stiftung übernahm erstmalig ein Mann bürgerlicher Herkunft die Initiative in der Förderung der Kunst, was bis dahin die Domäne der Aristokratie und der Kirche gewesen war. Seine Ideen leben bis heute im Städel Museum fort: So gilt die Institution, seit der Gründung vor annähernd zweihundert Jahren, als Symbol für bürgerschaftliches Engagement. In diesem Sinne unterstützen zahlreiche Einzelpersonen, aber auch Unternehmen und Stiftungen, "ihr" Städel und fördern es in vielerlei Hinsicht.

in front: Olaf Nicolai, Shutter's Lullaby, 2012 ©Olaf Nicolai - VG Bild-Kunst, Bonn / behind: Jan Svenungsson, First Chimney II, 2013 - © Jan Svenungsson - Städel Museum, Frankfurt on the Main - Photo by Norbert Miguletz

Zwei interessante Ausstellungen finden in diesem Frühjahr und Sommer im Museum statt: Zum einen die erste Ausstellungsreihe im Städel Garten. Zum anderen Piero Manzonis Einzelausstellung, welche über 100 Werke umfasst und somit die erste umfangreiche monographische Schau in Deutschland darstellt.Skulptur im Städel GartenDie neue Präsentation "Skulptur im Städel Garten" wurde vor kurzem (30. April 2013) mit der Performance “Watering Hole” (2013) von Adrian Williams (USA, 1979) eröffnet. Sie umfasst fünfzehn Werke nationaler und europäischer Skulptur des 20. und 21. Jahrhunderts.

Die neuen Gartenskulpturen, welche vor allem mit Unterstützung des "Städelkomitee 21. Jahrhundert” erworben wurden, laden die Besucher zur aktiven Teilnahme an einem Spiel mit Natur und Kunst ein.

Der Globus “Capri Moon” (2011), entworfen vom Künstler und Lehrer der Städelschule Tobias Rehberger (Esslingen am Neckar,1966) suggeriert eine unwirkliche Verbindung zwischen dem Standort des Werkes und der Insel Capri und überbrückt somit eine enorme Distanz, in dem die Installation lediglich über der Bank leuchtet, wenn der Mond über der Insel Capri zu sehen ist. Die Plinthen könnten der Strahl des Mondlichts sein - und die Installation besitzt entsprechend eine verspielte, nachdenkliche, fast mystische Qualität. Gleichzeitig deutet die strenge Geometrie und ihre klare Linearität eine Spannung zwischen Kunst und Natur, Museum und Park, Nähe und Ferne an.

Janet Cardiff & George Bures Miller, The Bench, 2012 - Städel Museum - Photo by Norbert Miguletz

In einer ruhigen Ecke des Gartens, steht eine unscheinbare Bank – “The Bench” (Die Bank) (2012) von Janet Cardiff & George Bures Miller (Kanada, 1957 und 1960) – sie bietet dem Besucher einen Platz zum Sitzen und Entspannen. Geht der Besucher auf die Einladung ein, befindet er sich plötzlich in mitten eines geflüsterten Monologs. Eine weibliche Stimme liest einen Brief vor und kommentiert diesen gleichzeitig. Der Besucher wird ein Zuhörer, ein Lauscher, aber auch der Adressat des Briefes selbst, wenn die verschiedenen Ebenen - Garten, Phantasie, Brief, Dialog, Monolog - zunehmend verschmelzen. Die Klanginstallation spricht nur das Gehör des Rezipienten an, erlaubt ihm aber subjektive und assoziative Bilder vor seinem geistigen Auge entstehen zu lassen.

“Shutters Lullaby / Ellipse for Städel” (Shutters Wiegenlied/ Ellipse für Städel) (2012) von Künstler Olaf Nicolai (Halle a.d. Saale, 1962) ist ein Pavillon aus schwarzen Perlenketten. Die Ellipse setzte sich aus zwei konzentrischen Ellipsen zusammen, die transparent und opak auf einmal erscheinen. Die Strenge und gleichzeitige Schlichtheit der Formen erinnert an die massiven Installationen von Richard Serra. Gleichzeitig sind die Perlenketten ständig in Bewegung und überlappen sich, wodurch eine optische Illusion entsteht, die Assoziationen mit der Bewegung der Op-Art hervorruft.

Von nun an dient der neu angelegte Garten als ständiger Ausstellungsraum und ergänzt somit das laufende Ausstellungsprogramm des Museums. Es soll nun ein breites Spektrum von zeitgenössischen Kunstprojekten und Veranstaltungen in dem neugewonnenem Ausstellungsareal realisiert werden.

Die Neuerwerbungen für den Städel Garten wurden mit Unterstützung des "Städelkomitee 21. Jahrhundert" realisiert. Die Performancereihe im Städel Garten wird von der "Städel Gartengesellschaft" unterstützt. Die Performance “Watering Hole” (Wasserloch) von Adrian Williams wird mit zusätzlicher Unterstützung der Stadt Frankfurt am Main und des Kooperationspartners des Städel Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, durchgeführt.

Piero Manzoni

Von 26. Juni bis 22. September 2013 wird eine große Einzelausstellung im Städel Museum, mit weit über 100 Werken, welche alle Schaffensperioden Manzonis (1933-1963) umfassen, präsentiert. Manzoni wird zweifelsohne als einer der bedeutendsten Vertreter der italienischen Nachkriegskunst angesehen. Die Präsentation, wird seit mehr als zwei Jahrzehnten die erste außerhalb Italiens sein, welche sein facettenreiches Œuvres zeigt. Initiiert in enger Zusammenarbeit mit der Fondazione Piero Manzoni in Mailand, wird die Ausstellung vielfältige Arbeiten zeigen, welche einen der wichtigsten europäischen Beiträge zum Paradigmenwechsel in der Kunst in den 60. Jahren beschreibt. Zwischen Informel und der Entstehung eines neuen Kunstkonzepts, das in verschiedene Bereiche des täglichen Lebens eindringt, zwischen früher Moderne und Neo-Avantgarde, wird ein Werk in den Blickpunkt gerückt, das heute kaum weniger epochal und progressiver erscheint, als vor einem halben Jahrhundert.

STÄDEL MUSEUM
Frankfurt, Deutschland

Skulptur im
Städel Garden
Kurator: Dr Martin Engler, Leiter der Sammlung zeitgenössischer Kunst
Projektdirektorin: Viktoria Draganova

Piero Manzoni
26. Juni bis 22.
September 2013
Kurator: Dr. Martin Engler (Städel Museum)


www.staedelmuseum.de

 

 

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