Eduardo Chillida

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Lothar Fischer Museum

Chillida, Lurra G-41, 1984 ©Archives Eduardo Chillida, Zabalaga-Leku & VG Bild-Kunst, 2013
Lothar Fischer Museum

Neben seinem eigenen künstlerischen Engagement hat sich der deutsche Bildhauer Lothar Fischer schon früh mit den Werken anderer Künstler und Kulturen beschäftigt. Im Laufe der Jahre schufen Lothar und Christel Fischer eine sehr persönliche Sammlung von etwa 300 Werken. Darunter Skulpturen, Gemälde und Arbeiten auf Papier, im Speziellen von deutschen Künstlern der 1960er bis 1990er Jahre, sowie außereuropäische Kunstwerke.

Im Jahr 2002 gründete der Künstler zusammen mit seiner Frau Christel die Lothar & Christel Fischer Stiftung in Baierbrunn bei München, wo das Paar seit 1979 lebte. Das Museum wurde im Jahr 2004 in Neumarkt in der Oberpfalz eröffnet, nur vier Tage nach Fischers Tod.

Drei jährliche Sonderausstellungen schaffen einen Dialog zwischen den Werken von Lothar Fischer, die im Museum ausgestellt sind, und anderen künstlerischen Positionen. Die Ausstellungen befassen sich in der Regel mit verschiedenen Generationen von Künstlern. Eine beschäftigt sich mit der Moderne des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, die zweite mit der Kunst der 1960er/1970er Jahre aus dem Kreis um den Bildhauer und die dritte zeigt eine jüngere, zeitgenössische Position.

Ab 13. Oktober 2013 werden Arbeiten von Eduardo Chillida im Museum in Neumarkt zu sehen sein. Seine blockhaft aufgebauten Keramiken werden zum ersten Mal im direkten Vergleich zu den hohl geformten Arbeiten des erklärten Tonbildhauers Lothar Fischer zu sehen sein.

Chillida wurde in Deutschland durch seine zahlreichen Werke im öffentlichen Raum bekannt. Im Jahr 1999 hat er mit der Stahlplastik „Berlin" vor dem Bundeskanzleramt ein bedeutendes Symbol für die Wiedervereinigung geschaffen. Mit deutscher Kultur und Geschichte beschäftigte er sich zeitlebens: Er las Werke von Hölderlin, Goethe und Schiller, liebte die Philosophie Martin Heideggers und bewunderte die Musik von Johann Sebastian Bach. Die elf Tuschen auf Papier mit dem Titel Homenaje a Bach, Leihgaben aus dem Museo Chillida in Leku, belegen diese Verehrung.

Chillida, Estudio Peine del viento XVI, 1984 - ©Archives Eduardo Chillida, Zabalaga-Leku & VG Bild-Kunst, 2013

Mit fast 50 Arbeiten präsentiert das Museum eine Retrospektive der facettenreichen Bildwelt des bedeutenden baskischen Bildhauers Eduardo Chillida.

Trotz der enormen Vielfalt seines grafischen, zeichnerischen und plastischen Œuvres ist sein Schaffen von unverwechselbarer Homogenität und Kontinuität geprägt. Raum ist für Chillida ein zentrales Thema; Ausdehnung, Begrenzung und Grundriss erinnern einen daran, dass er bis 1947 in Madrid Architektur studiert hatte, bevor er sich dann ausschließlich der Bildhauerei widmete.

Die Ausstellung zeigt auch zahlreiche Arbeiten auf Papier, Plastiken aus Alabaster, Stahl und gebranntem Ton. Einige wichtige vorbereitende Arbeiten auf Papier und Plastiken verdeutlichen in der Werkschau die Bedeutung des Werkes Peine del Viento" (Windkämme), das den international angesehenen Künstler über zwanzig Jahre lang beschäftigt hat. 1977 wurde diese dreiteilige Großplastik in der Bucht des Ortes San Sebastian, der Heimatstadt des Künstlers, aufgestellt.

Vor drei Jahren traf Pia Dornacher, Direktorin des Lothar Fischer Museums, Luis Chilllida beim Internationalen Forum von sculpture network in Bilbao. Das Museum bat sculpture network um Hilfe bei der ersten Kontaktaufnahme mit der Chillida Stiftung, um eine mögliche Ausstellung zu diskutieren. Eine schöne Erfolgsgeschichte, die zeigt wie sculpture network funktioniert und dass unsere Veranstaltungen die Möglichkeit bieten, interessante Leute zu treffen, Kontakte zu knüpfen und Türen zu öffnen.

Begleitprogramm zur Sonderausstellung

Chillida - El Arte y los Sueños
© Susana Chillida, 1999 (54 min)

Rundgang und Gespräch
, Do 24.10., 19.00 Uhr
Dr. Andreas Strobl, Staatliche Graphische Sammlung München und 
Dr. Pia Dornacher, Museumsleitung, führen durch die Ausstellung.

Matinee »Chillida und die Musik«
in Kooperation mit den Neumarkter Konzertfreunden e.V., So 10.11., 11.30 Uhr.

Keramik-Workshop für Jugendliche ab 12 Jahren mit der Bildhauerin Yurika Tahara und Gertrud Kasper, Sa 16.11., 11.00 – 16.00 Uhr.

Vortrag: »Eduardo Chillida: Das Werk als Antwort und Frage«, Do 28.11., 19.00 Uhr
Dr. Ana María Rabe, Philosophin und Kunstwissenschaftlerin, Universität Hildesheim, erste Chillida-Gastprofessur 2013 an der Goethe-Universität Frankfurt a.M.

BDA-Präsentation Enrique Sobejano, spanischer Architekt, Nieto Sobejano arquitectos, Madrid, im Maybach Museum für historische Fahrzeuge www.berschneider.com

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Unterstützung des Museo Chillida Leku, der Gallery Cayon in Madrid, der Staatlichen Graphischen Sammlung München und Luis und Ignacio Chillida.

Museum Lothar Fischer
EDUARDO CHILLIDA 1924-2002

Kuratorin: Dr. Pia Dornacher
13.10.2013 – 12.01.2014
Weiherstrasse 7a

92318 Neumarkt - Deutschland

www.museum-lothar-fischer.de

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