Lateinamerikanische Moderne

Mediadaten 2017

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Colección Patricia Phelps de Cisneros

Patricia Phelps de Cisneros - photo©Joaquín Cortés
Colección Patricia Phelps de Cisneros

Die CPPC wurde in den 70er Jahren von Patricia Phelps de Cisneros und ihrem Partner, Gustavo Cisneros, gegründet. Mit Sitz in New York City und Caracas und mit einem besonderen Fokus auf Lateinamerika, fördert Patricia Phelps de Cisneros herausragende Leistungen in der visuellen Kunsterziehung und unterstützt aktiv zeitgenössische Künstler, indem sie Kunstwerke erwirbt, Residencies unterstützt und Zuschüsse für professionelle Künstler und Bildungsprogramme gibt. Zu den Aktivitäten des CPPC gehören Ausstellungen, Darlehen, Publikationen, Stipendien für wissenschaftliche Forschung und künstlerische Produktion, sowie andere innovative Initiativen/Aktivitäten, zur Schaffung von Plattformen zum Austausch und zur Reflexion über lateinamerikanische Kunst.

Der zeitgenössische Kunstkern der Sammlung besteht hauptsächlich aus Werken von lateinamerikanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts, mit einem Schwerpunkt auf geometrischer Abstraktion aus Uruguay, Argentinien, Brasilien und Venezuela, darunter sehr viele Skulpturen.

Zusammen mit dem Museum Reina Sofía in Spanien, hat die Stiftung die Ausstellung Concrete Invention organisiert, die erste und bisher umfassendste in Europa. Kuratiert von Manuel Borja-Villel, Direktor des Museo Reina Sofía, und Gabriel Pérez-Barreiro, Direktor der Colección Patricia Phelps de Cisneros, beinhaltet die Ausstellung rund 200 Werke des Schlüsselperiode der lateinamerikanischen Moderne, von den 30er 70er Jahren.

Gego, Esfera, 1976 - CPPC Invencion Concreta MNCARS.

Während dieser Zeit haben viele südamerikanische Künstler Abstraktion als ihre Formensprache angeeignet, durch die sie vielschichtige und oftmals widersprüchliche Modelle für eine radikal neue Beziehung zwischen Kunst und Erfahrung entwickeln und ausdrücken konnten. Geometrische Abstraktion wurde für Lateinamerika ein starkes und reiches Instrument, mit dem es den wachsenden Ehrgeiz eines Kontinents, der sich zu einem kulturellen und politischen Generator neuer Ideen in der Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte, ausdrücken konnten.

Die Ausstellung ist nicht traditionell, also etwa nach geografischen oder chronologischen Kriterien konzipiert, sondern anhand der Verbindungen zwischen den Intentionen der Künstler. Einige Künstler begreifen Abstraktion als Mittel, um zwischenmenschliche Beziehungen durch manipulierbare Objekte zu erschaffen, für andere sind stabile mathematische Proportionen eine Metapher für die dem Universum zugrunde liegende mathematische Struktur, während wieder andere Zeichen und Sprache verwenden, um einen Dialog mit vergangenen Kulturen und spirituellen Systemen herzustellen.

Lygia Clark, Radar PQ, 1960 - CPPC Invencion concreta MNCARS.

Künstler wie Lygia Clark haben die Ansicht, dass die geometrische Abstraktion ein großes Potenzial für die Erschaffung von Strukturen birgt, deren wichtigster Faktor die körperliche Kommunikation mit einer anderen Person ist. Die ursprüngliche Absicht von Clarks klappbaren Metallbichos oder Kosices, artikulierten Skulpturen, war, dass jeder Betrachter physisch mit den Arbeiten umgehen soll, um eine potentiell unendlichen Anzahl von Kompositionen aus deren Interaktionen mit dem Objekt zu erschaffen.

In den späten 1950er Jahren entdeckte eine Reihe von Künstlern, dass die serielle Wiederholung geometrischer Elemente eine visuelle Vibration erzeugen kann, durch die das Objekt sich physisch aufzulösen oder zu dematerialisieren scheint.

Jesus Soto, Pre-penetrable,1957 CPPC - Invencion concreta MNCARS.

Viele der Werke zeigen optische Vibrationen, die einen visuellen Dialog mit dem Zuschauer schaffen, während man sich um die Arbeit bewegt. Bei Jesús Soto bildet das Zusammenspiel von engen Rastern einen visuell schimmernden Effekt, der im ständigen Dialog mit dem Betrachter und der Umgebung zu stehen scheint. Das Kunstwerk ist ein Werkzeug, um Situationen der Instabilität und Mehrdeutigkeit herzustellen, um die Überzeugung des Künstlers zu reflektieren, dass sich das Universum immer in einem Zustand des Fließens befindet.

Sie können die Show virtuell über Ihren Computer oder ein iPad besuchen.

Die Website www.lainvencionconcreta.org zeigt qualitativ hochwertige Bilder und Informationen über die Werke. Sie können auch personalisierte virtuelle Touren erstellen und sie via Social Media teilen.

Die iPad-App, mit einem eher pädagogischen Ansatz, ermöglicht den Zugriff auf Videos, Dokumente, Audio und andere digitale Materialien, die zum kostenlosen Download über iTunes bereit stehen, mit zusätzlichem Material, das im Museum selbst nicht zu sehen ist.

Helio Oiticica, P 16 Parangolé capa 12 Da adversidade vivemos, 1965 - CPPC Invencion concreta - MNCARS.

LYGIA CLARK - Belo Horizonte,  Brasilien , 1920 – Rio de Janeiro, Brasilien, 1988
GEGO [Gertrud Goldschmidt] - Hamburg, Deutschland , 1912 – Caracas, Venezuela, 1994
CILDO MEIRELES - Rio de Janeiro, Brasilien, 1948
HÉLIO OITICICA - Rio de Janeiro, Brasilien, 1937-1980
MIRA SCHENDEL -  Zürich, Schweiz , 1919 – São Paulo, Brasilien, 1988
JESÚS SOTO - Ciudad Bolivar, Venezuela, 1923 – Paris,  Frankreich , 2005
FRANZ WEISSMANN - Knittelfeld,  Österreich , 1911 – Río de Janeiro, Brasilien, 2005

Concrete Invention
– Colección Patricia Phelp de Cisneros
MNCARS - Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía - Madrid, Spain

22th January – 16th September 2013

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