Optische und kinetische Kunst im Grand Palais in Paris

Mediadaten 2017

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Dynamo: Ein Jahrhundert des Lichts und der Bewegung in der Kunst, 1913-2013

Christian Megert, Zoom in an endless room, 1972-2000 - Ingolstadt, Stiftung für Konkrete Kunst und Design, galerie Volker Diehl © Collection de l'artiste
Dynamo: Ein Jahrhundert des Lichts und der Bewegung in der Kunst, 1913-2013

Licht, Bewegung, Wahrnehmung und Erfahrung, der ganze Inhalt und Gehalt der Galeries nationales des Grand Palais wurde für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Auf über 3.700 Quadratmetern werden 205 Werke, hauptsächlich Skulpturen, von 143 Künstlern vorgestellt.

Die Idee von Raum, Vision und Licht zieht sich durch die abstrakte Kunst des 20. Jahrhunderts. Indem sie Vibrationen mit der Wahrnehmung des Betrachters zusammen führen, und dies in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten stellen, erschaffen sie verschiedene Resonanzen mit optischer und kinetischer Kunst.

Jenes Konzept erschien erstmals in der Ausstellung “Movement” in der Pariser Galerie von Denise René im Jahr 1955. Umfassender wurde dieses Konzept anlässlich der Ausstellung “The Responsive Eye” im Museum of Modern Art in New York im Jahr 1965 und als "perceptual art" eingeordnet.

Zu den herausragenden Künstlern, die zur Entwicklung dieses Genres beigetragen haben, und deshalb bei “Dynamo” ausgestellt sind, gehören Julio Le Parc, François Morellet, Gianni Colombo, Jesús Rafael Soto, Dan Flavin, Hans Haacke, James Turrell, Yayoi Kusama, Victor Vasarely, Kenneth Noland, Jean Tinguely, Yaacov Agam, Tony Conrad, Pol Bury, Alexander Calder, Marcel Duchamp, Gerhard von Graevenitz, Christian Megert, Nicolas Schöffer, Bridget Riley, Dan Graham, Takis, Gregorio Vardanega und als Künstlergruppen unter anderem GRAV (Gruppe für visuelle Kunstforschung) und die Gruppe Zero.

Ann Veronica Janssens, Bluette, 2006, Bruxelles, collection de l'artiste. © Courtesy Air de Paris, Galerie Micheline Szwajcer & kamel mennour, Paris © Adagp, Paris 2013

Nach einer Einführung, die mit dem jüngsten Werk beginnt und in die Zeit zurück geht, stellt die Ausstellung den Schwerpunkt auf den Dialog zwischen den verschiedenen Perioden, und versucht die Kontinuität dieser Ideen und ihre komplexen Verflechtungen zu zeigen. Die beiden Hauptpunkte – “Vision” und “Raum” – sind in 16 Unterthemen aufgeteilt, die sich mit verschiedenen Aspekten der phänomenalen Erfahrung beschäftigen: Immaterialität, Monochromie, Interferenz, Versenkung, Flimmern, Unschärfe, Instabilität, Verformung, Leere, das Unsichtbare und Permutation.

In dieser abstrakten Entdeckung herrschen Vibrationen, Phänomene und Instabilität über die Figuren, das Bild oder das Objekt. In allen Werken spielen Licht und Bewegung eine essentielle Rolle und sie verlangen ein gewisses Engagement oder auch die Interaktion des Betrachters, der nicht nur betrachten, sondern auch Erfahrungen durch Wahrnehmungen machen soll. Die Besucher werden von Fujiko Nakayas Nebelskulptur am Jean-Perrin-Platz begrüßt. Die Neonwand von John Armleder erzeugt eine Welle von pulsierendem Licht, das sich entlang des Raums bewegt.

Francisco Sobrino, Transformation Instable Juxtaposition Superposition, 1963-2011 - Archives de la famille Sobrino © Archive Francisco Sobrino

Die Ausstellung beinhaltet auch eine Lichtskulptur von Dan Flavin, Anish Kapoors “Monochromen” und sein “mirrored dishes”, eine mobile Tafel mit Schaufeln von Jeppe Hein, die nebligen Arbeit von Ann Veronica Janssens und ein blendendes weißes Werk aus Glühlampen und Aluminium von Carsten Höller.

“Chromosaturation für einen öffentlichen Raum” (1965) ist ein Werk von Carlos Cruz-Diez, in dem er Farbe durch Licht ,das in den Raum eindringt, entmaterialisiert.

Auch elektromagnetische Werke sind Teil der Ausstellung, mit Werken wie denen von Vassilakis Takis, der in den 50ern damit begann ,Elektromagnetismus in seinen Skulpturen zu verwenden.

Die Ausstellung endet mit der frühesten Periode und den Vorreitern der Bewegung: Giacomo Balla, Robert Delaunay, Frantisek Kupka, Marcel Duchamp, Hans Richter, Alexander Calder, Jean Tinguely, Alexander Rodtschenko und László Moholy-Nagy und weiteren, die als Erste versuchten, eine hochgradig abstrakte, dynamische, immaterielle Vorstellung der Wirklichkeit durch Experimente in der Malerei, Skulptur oder im Film auszudrücken.

Conrad Shawcross, Slow arc Inside a Cube IV, 2009 - Courtesy the Artist & Victoria Miro Gallery © Conrad Shawcross - photo© Angus Leadley Brown

Dynamo
10. April - 22 July 2013
Grand Palais

Paris, Frankreich

 

Allgemeiner Kurator Serge Lemoine Kurator Matthieu Poirier
Mitwirkende Kuratoren
Domitille d'Orgeval und Marianne Le Pommeré
Ausstellungsdesign
Véronique Dollfus

Eine Ausstellung organisiert von der Réunion der Musées nationaux - Grand Palais.

w
ww.grandpalais.fr

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