Wånas Konst, Sweden

Mediadaten 2017

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Ehrlich glücklich (Honestly Happy)!

Miroslaw Balka, Play-pit, 2000 - Courtesy of the artist - Photo by Anders Norrsell
Ehrlich glücklich (Honestly Happy)!


Wånas ist ein Ort an dem Kunst, Natur und Geschichte aufeinander treffen. Seit 1987 finden hier Ausstellungen von schwedischen und internationalen zeitgenössischen KünstlerInnen dem Schwerpunkt auf ortsspezifischen Installationen statt.

Der Skulpturenpark beherbergt über 50 permanente Arbeiten von KünstlerInnen wie Maya Lin, Jenny Holzer und Yoko Ono, entworfen speziell für Wånas. Das Anwesen umfasst eine mittelalterliche Burg, eine Bio-Farm, einen Skulpturenpark und eine Kunstgalerie. Ebenso werden für Ausstellungen die Scheunen sowie das Lagerhaus aus dem 18. bzw. 19 Jahrhundert genutzt.

Marika Wachtmeister, die Begründerin, beschreibt den Ursprung von Wånas Konst in einem Interview mit Elisabeth Millqvist wie folgt: „Alles begann im Jahre 1986 und die erste Ausstellung folgte ein Jahr später. Wir hatten keinen Masterplan. Es war mehr eine spontane Initiative, inspiriert von einer früheren Skulpturenausstellung in 1985 in Linköping mit Arbeiten aus schwarzem Granit von Bård Breivik und Takashi Naraha. Im darauffolgendem Jahr fand eine große  Skulpturenausstellung in Stockholm in der Liljevalchs Konsthall und im Kulturhuset statt. Die Leute in Stockholm konnten die Kunst auf der Hauptstraße, Hamngatan und entlang der Wasserfront betrachten. Die Kunst war eine Überraschung und wurde von vielen Leuten gesehen, die gar nicht die Intention hatten, sich eine Ausstellung anzuschauen.

Dan Graham, Two Different Anamorphic Surfaces, 2000 - Courtesy of the artist - Photo by Anders Norrsell

Die Außenausstellung der schwedischen Gemeinschaft für Skulptur im Norrvikens Garten bot eine weitere Quelle der Inspiration, da es wie Wånas ebenfalls ein Park ist. Dort zeigte man zeitgenössische Kunst. Im Sommer 1986 bekam ich dann die spontane Idee und ich fing im selben Jahr im Dezember an, die ersten Vorbereitungen zu treffen. Im Januar 1987 wurden circa 30 KünstlerInnen, die sich mit monumentaler Skulptur beschäftigten, eingeladen. Die Auswahl war zum Teil meine persönliche und zum Teil wurden weitere KünstlerInnen nach einem Gespräch mit Claes Nordenhake, einem Einheimischen aus Östra Göinge, eingeladen, der mein profjekt unterstützte und sehr hilfreich war.

Der Park geht ohne deutliche Abgrenzung in einen Mischwald über. Wånas ist in der Mitte von Östra Göinge, im Nordosten von Scania. Wir versuchen jegliche Bürokratie zu vermeiden, um dem Besucher eine möglichst intime Atmosphäre zu bieten, in welcher er den Künstlern und der Kunst ungestört näher kommen kann.

Unsere Priorität ist es, dass der Künstler stets im Zentrum der Überlegungen steht und mein Motto diesbezüglich ist: „Der Künstler hat immer Recht!“. Unser biologischer Ansatz ist einzigartig im Vergleich mit ähnlichen zeitgenössischen Kunstinstitutionen. Seit 2009 zeigen sich die Kunstprojekte in Wånas inspiriert von der Landwirtschaft und dem angrenzenden Forst und sind von dem Gedanken der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes durchdrungen. Die kreative und spielerische Atmosphäre ist einzigartig seit 25 Jahren. Der Generationswechsel tat sein positives dazu bei, dieses Ambiente beizubehalten.” 1

Jeppe Hein, Modified Social Bench #35, 2012 Courtesy of Jeppe Hein, 303 Gallery, NY and Nicolai Wallner, Copenhagen - Photo©Wanås Konst

Laufende Ausstellungen

Revisit
bietet eine Möglichkeit die Künstler selbst über ihre Arbeiten reden zu hören und so einen genauen Blick auf die Sammlung von Wånas zu werfen. Während dieser Saison werden Führungen mit KünstlerInnen angeboten, die permanente Arbeiten im Park entworfen haben.

Die von dem Künstler Jeppe Hein, formulierte Frage „Was bedeuet Glück für dich?” (What is happiness to you?) ist der Schwerpunkt der diesjährigen Ausstellung. „Es kam mir plötzlich, dass die Ausstellung sich mit dem Thema der Freude beschäftigen soll!“ Jeppe Hein (Dänemark, 1974) ist einer der bekanntesten Künstler in Skandinavien. Bei seiner ersten großen Einzelausstellung, entwarf er Arbeiten, die sich sowohl im Innen- als auch im Außenraum erstreckten.

Das Werk „A smile for you” begann als eine Medienkampagne, die fragte, was Fröhlichkeit und Glück für einen sei. Die Antworten sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen und eine Publikation verdeutlicht den neuen Schritt in Heins künstlersicher Praktik.

Marilá Dardot, No silêncio nunca há silêncio, 2013 Photo©Wanås Konst.

Marilá Dardot (Brazil, 1972) füllt im Rahmen ihres Werkes „No silêncio nunca há silêncio“(In der Stille ist es niemals still) einen gesamten Raum mit Buchseiten und geplanzten Buchstaben, so dass der Eindruck einer Bibliothek entsteht. Fortwährend beschäftigt sie sich mit Sprache im Form von Büchern, Sätzen oder einzelnen Wörtern, die sie in skulpturale Formen übersetzt. Für Wånas hat sie sich auf die Landschaft bezogen und Sätze in Portugiesisch, Englisch und Schwedisch direkt auf dem Boden kreiert. Mit fußhohen Keramikbuchstaben, platziert wie bei Scrabble, lädt sie den Besucher ein, weiter zu schreiben.

Der Skulpturenpark wird von der Wånas Foundation geleitet, einer non-profit Organisation in der Gemeinde von Östra Göinge, circa zwei Stunden von Kopenhagen entfernt. Es wurde von Marika Wachtmeister 1987 gegründet und seit 2011 teilen sich Elisabeth Millqvist und Matthias Givell die Leitung.

Wånas Konst

Knislinge, Sweden
www.wanaskonst.se

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1.- 5 questions after 25 years: a conversation between Elisabeth Millqvist and Marika Wachtmeister.

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