8. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

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Andreas Angelidakis: Crash Pad

Andreas Angelidakis, Crash Pad, 2013 - 8. Berlin Biennale
Andreas Angelidakis: Crash Pad

„Crash Pad” von Andreas Angelidakis ist die erste Produktion der 8. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst. Die Rauminstallation kann als einleitendes Statement für die Biennale gesehen werden, welche eine Vielfalt lokaler und internationaler künstlerischer Positionen zusammen bringt, die den Schnittpunkt zwischen großen historischen Erzählungen und dem Leben des Einzelnen erforschen. So versucht die Berlin Biennale einen Ausgleich zwischen empirischen und vorgegebenen Herangehensweisen an Geschichte und geschichtliche Entwicklungen zu schaffen.

Juan A. Gaitán, Kurator der 8. Berlin Biennale, hat Tarek Atoui, Natasha Ginwala, Mariana Munguía, Olaf Nicolai, und Danh Vo eingeladen, ihn als Kernmitglieder und Berater in seinem künstlerischen Team zu unterstützen. Die grafische Gestaltung und Ausstattung der Berlin Biennale wird zusammen mit dem Designbüro Zak Group entwickelt.

Die Forschungsarbeiten des Kurators orientieren sich an drei spekulativen Ansätzen in Bezug auf die Stadt Berlin: In seiner Beziehung zur gebauten Umwelt, in seiner Beziehung zur Staatsbürgerschaft und in seiner Beziehung zur Arbeit. Ein weiterer Fokus liegt auf der Art und Weise, in der das Berlin des 18. und 19. Jahrhunderts in unserer aktuellen Kulturlandschaft betrachtet wird.

Juan A. Gaitán - photo Thomas Eugster

Mit „Crash Pad” richtet Angelidakis im Vorderhaus der KW Institute for Contemporary Art eine Rauminstallation mit Bibliothek ein, die die Idee der Salons im 19. Jahrhundert als Ort kultureller und politischer Gespräche aufgreift. Im Raum sind historische und folkloristische Teppiche sowie eine Reihe von Säulen arrangiert. Die Teppiche, die in ländlichen Regionen Griechenlands von Hand gefertigt wurden, weisen eine Ikonografie des Übergangs von osmanischer zu europäischer Tradition auf. Teppiche und Säulen stehen außerdem für zwei gegensätzliche Parteien, die im 19. Jahrhundert die Modernisierung Griechenlands vorangetrieben haben: die europäisch geprägte griechische Diaspora (ausgebildet in Deutschland, Frankreich und England und beeinflusst von der dort entstandenen Idee der Antike) und die bäuerlichen PartisanInnen unter General Theodoros Kolokotronis.

„Crash Pad” spielt zugleich auf den ersten Bankrott des modernen Griechenlands 1893 an, der bald nach der Unabhängigkeit eintrat – im Wesentlichen, weil die europäisierten GriechInnen in der Diaspora versuchten, die PartisanInnen auszuschließen. Die beiden Konfliktparteien lösten eine Reihe von gescheiterten Regierungen und Wirtschaftskrisen aus, die zur Gründung eines Vorläufers des Internationalen Währungsfonds führten. Dieser wurde von Frankreich, England und Deutschland eingerichtet, um die Schulden Griechenlands zu kontrollieren.

„Crash Pad” bietet Raum für Veranstaltungen, Diskussionen und andere Formen des Austauschs innerhalb der 8. Berlin Biennale, aber auch einen Ort der Reflexion und des Gesprächs für die KünstlerInnen.

Andreas Angelidakis: „Crash Pad” wird unterstützt von Office for Contemporary Art Norway (OCA). Die Berlin Biennale wird organisiert durch die KW Institute for Contemporary Art und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Die 8. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst findet vom 29. Mai bis 3. August 2014 in den KW Institute for Contemporary Art, im Haus am Waldsee sowie in den Museen Dahlem - Staatliche Museen zu Berlin statt.

BB Artistic team - From left to right- Catalina Lozano, Juan A. Gaitán, Mariana Munguía, Olaf Nicolai, Natasha Ginwala, Tarek Atoui - photo Thomas Eugster

Andreas Angelidakis: Crash Pad
26.1. – 3.8.2014

8. Berlin Biennale
for Contemporary Art
29.05 – 03.08.2014

K
W Institute for Contemporary Art
Berlin - Deutschland

www.berlinbiennale.de

www.kw-berlin.de

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