Mit Wahrnehmungswerkstätten® zum preisgekrönten Rundweg DeutschBaselitz

Mediadaten 2017

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Mit Wahrnehmungswerkstätten® zum Rundweg DeutschBaselitz

Blicklenkung Rundweg DeutschBaselitz
Mit Wahrnehmungswerkstätten® zum Rundweg DeutschBaselitz

Beim Projekt „Mit Wahrnehmungswerkstätten® zum Rundweg DeutschBaselitz“ hat Rainer Düvell, Mitglied von sculpture network,  seit gut drei Jahren im öffentlichen Dialog eine künstlerische Inszenierung und Objekte für den etwa sechs Kilometer langen Weg entwickelt. Ein besonderes Ziel war, sowohl die zauberhafte, urwüchsige Landschaft, als auch den Geburtsort des Malers Georg Kern, bekannter als Georg Baselitz, in Szene zu setzen.

Bienenaugen

Georg Baselitz ist in Deutschbaselitz aufgewachsen und bezieht auch heute noch Motive aus dieser Landschaft. Die Wahrnehmungswerkstatt® hat gemeinsam mit Anwohnern und Akteuren die Gegebenheiten vor Ort erkundet und analysiert, um die beste Logik für den geplanten, öffentlichen Rundweg zu entwickeln. Schritt für Schritt wurde ein neuer Weg mit Objekten und Rauminstallationen in der Landschaft entwickelt. Mit den Objekten des Rundweges werden markante Punkte betont, die szenisch wertvoll sind oder im Blickwinkel des Malers standen. Große Rahmen oder Sehrohre dienen als Wahrnehmungsinstrumente,  bieten spielerische Ansätze und wecken die Entdeckerfreude.  Schwerpunkt ist die kulturelle und künstlerische Auseinandersetzung mit der eigenen Heimat. Das Projekt wird in Kooperation mit A. Hasselbach und dem Georg-Baselitz-Haus Kamenz e.V. durchgeführt. 

Auszeichnung „365 Orte im Land der Ideen“

Das Projekt „Mit Wahrnehmungswerkstätten® zum Rundweg DeutschBaselitz“ wurde 2012 im Rahmen des Wettbewerbs „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet. Als  „ein exzellentes Beispiel dafür, wie Kunst in einem öffentlichen Dialog einem breiten Publikum vermittelt werden kann und so wieder ihre Rolle als Geschichts- und Sinnvermittler erfüllt“, so das Jurymitglied Prof. Dr. Martin Roth, Direktor des Victoria and Albert Museum London. 

Die Methode der Wahrnehmungswerkstatt®

Wahrnehmungskoffer
Die Methode der Wahrnehmungswerkstatt®

Die Methode der Wahrnehmungswerkstatt® wird von Rainer Düvell zusammen mit seinem Projektpartner Karsten Feucht seit 15 Jahren angewendet, um Projekte im öffentlichen Raum zu realisieren. Die Wahrnehmungswerkstatt® ist eine interaktive und multidisziplinäre Methode, um die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen einem öffentlichen Ort und dem zu schaffenden Kunstwerk, sowie der umgebenden Architektur zu analysieren und so eine nachhaltige und akzeptierte Gestaltung zu entwickeln. 

Jeder Künstler und Gestalter nutzt natürlich seine individuelle Wahrnehmung, wenn es um die Gestaltung seines Kunstwerkes an einem konkreten Ort geht. Bei der Wahrnehmungswerkstatt® können die Wahrnehmungen und Impulse vieler Teilnehmer einer  Gruppe gebündelt genutzt werden. Dabei kommen politisch Verantwortliche, Künstler, Bewohner und Betroffene auf Augenhöhe ins Gespräch, entdecken gemeinsam den „genius loci“ und entwickeln im Konsens die passende Strategie für das Kunstwerk und den Ort. Dadurch ist gerade im öffentlichen Raum eine deutlich höhere Resonanz und Akzeptanz bei der Realisierung gegeben. Bei Abstimmungsprozessen, die viele Partner betreffen und schwer allein vom Künstler getroffen werden können, ist die gemeinsame Analyse ein ideales Mittel, um Gestaltung für die Zukunft gut planen zu können.

Ergebnisse durch die Wahrnehmungswerkstatt®

Ergebnisse Wahrnehmung Erzberg, Österreich
Ergebnisse durch die Wahrnehmungswerkstatt®

Wahrnehmungswerkstätten® kamen bereits an zentralen Orten Berlins, bei der Internationalen Bauausstellung (IBA) in der Lausitz, in den österreichischen Bergen am Erzberg, in der Schweiz, in Frankreich und in Chile zur Anwendung.
 Sie sind geeignet, um am Beispiel eines konkreten Ortes sich die eigenen Wahrnehmungsstrukturen von Raum bewusst zu machen. Gleichzeitig erhalten die Teilnehmer durch eigene Erfahrungen ein beispielhaftes Handwerkszeug, wie sie Probleme und Chancen von Stadt- und Landschaftsräumen erfassen können.
Die Wahrnehmungswerkstatt® vereint aktive, sinnliche Wahrnehmung, Partizipation, qualitative Sozialforschung und Vor-Ort-Kommunikation. 

transform – Wahrnehmen und Entwickeln

„Blinde Fleck Brille“ am Kulturforum Berlin
transform – Wahrnehmen und Entwickeln

Karsten Feucht und Rainer Düvell entwickelten 1997 gemeinsam die Methode der Wahrnehmungswerkstatt®. Sie erwuchs aus dem Spannungsfeld zwischen einem Architektursoziologen und einem Raumkünstler. Sie verbindet das Streben nach Authentizität in der Raumgestaltung und die Überzeugung, dass Raum durch menschliches Handeln und Interagieren entsteht. Sie schaffen lebendige Räume in der Stadt und in der Landschaft. Kennzeichnend ist das Bestreben, mit angemessenen Mitteln nachhaltige Veränderung zu erreichen. Immer geht es darum, den Wert des Ortes optimal zu erkennen und zu entwickeln. 
Die beiden Erfinder der Wahrnehmungswerkstatt® kommen mit ihrem fahrbaren Atelier gern an ihren Ort, um Ihre Raumsituationen zu analysieren. Außerdem bieten sie Seminare und Schulungen zu Ihrer Methode an.

Ab April 2014 finden am „Rundweg DeutschBaselitz“ wieder Führungen statt,  Anfragen unter Rainer Düvell: +49.30.21 80 21 19 oder +49.1 78.82 20 226 oder per Mail: duevell@transform-info.de

Beispiele und weitere Informationen finden Sie unter http://www.transform-info.de/projekte/

Alle Aufnahmen
©Rainer Düvell, www.transform-info.de

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