MOCAK, Polen

Mediadaten 2017

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Zeitgenössische polnische Kunst im globalen Kontext

MOCAK Museum of Contemporary Art in Krakow - photo R. Sosin
Zeitgenössische polnische Kunst im globalen Kontext

Das MOCAK wurde 2010 als das erste Museum für zeitgenössische Kunst in Polen nach dem 2. Weltkrieg eröffnet. Der Bau des italienischen Architekten Claudio Nardi wurde auf dem Gelände der ehemaligen Schindler-Fabrik im postindustriellen Bezirk Zabłocie in der Nähe von Krakau errichtet.

Der Fokus auf dem Aufzeigen und Deuten der Welt mit Hilfe von Kunst statt des bloßen Ausstellens von Kunstgeschichte steht für die Modernität des MOCAK. Damit ein Museum innerhalb des globalen Kunstnetzwerkes funktionieren kann, muss es sich öffnen und sowohl vor Ort als auch im Universellen bestehen.

Piotr Lutyriski, Five elements, 2010 - photo R Sosin

Das Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht, zeitgenössische Kunst einem größtmöglichen Publikum nahezubringen und ist bestrebt, den Wandel der Stellung zeitgenössischer Kunst in Polen voranzubringen. Eine Teilhabe der Besucher an Kultur wird durch vielfältige Formen des Erlebens ermöglicht.

Die hochmoderne Strategie des Museums kann nicht in Stein gemeißelt werden. Der besondere Charakter einer interaktiv am kreativen Schaffensprozess der Kunst teilhabenden Institution beruht auf gekonnter und in der Tat unaufhörlichen Reflexion der ihr eigenen Rolle und Charakters, um den Zugang zu neuen Handlungsstrategien im Hinblick auf das Erreichen unterschiedlichster Publikumsschichten zu ermöglichen.

Robert Kusmirowski, Untitled, 2009 - photo R Sosin

Die Aktivitäten des MOCAK zielen darauf ab, den Status quo zu hinterfragen, begeben sich jedoch gleichzeitig hin zu einer gewagteren Nebeneinanderstellung von Botschaften und jede Ausstellung erhält einen zu ihr passenden Deutungskontext.

Die internationale Sammlung des Museums mit anfangs fast 2.000 Objekten kann jetzt mit 4.000 Werken von 160 sowohl polnischen als auch internationalen Künstlern aufwarten. Ziel der Sammlung ist der Erwerb und das Ausstellen polnischer Kunst der letzten fünf Jahrzehnte und diese in den Kontext internationaler Kunst zu stellen.

Danny Devos, Spider from Katowice, 1993 - photo R Sosin

Installation oder Objekt? - Arbeiten aus der Sammlung des MOCAK

Die Ausstellung Installation oder Objekt? zeigt eine Auswahl von Arbeiten aus der Sammlung des MOCAK, einige davon sind bisher noch nie ausgestellt worden.

Das Wichtigste bei einer Installation sind die Beziehungen zwischen den Elementen oder der vom Künstler verwendeten Methoden und dem Raum, welcher einen wichtigen Bestandteil der Arbeit darstellt. Ein Objekt hingegen ist das Ergebnis der Ausweitung der Definition von Skulptur. Es ist eine räumliche Form, die die Erhabenheit des Materials und die Geschicklichkeit der Handarbeit meidet – wenn auch keine der beiden vollständig ausschließend. Ein Objekt hat üblicherweise keine direkte Beziehung zum Raum. Künstler suchen jedoch immer wieder nach neuen Grenzen – einschließlich der verwendeten Medien – und so entstehen Arbeiten, die zwischen Installation und Objekt hin und her pendeln.

Die ausgewählten Arbeiten erforschen innerhalb der durch den Titel definierten Bandbreite die Flexibilität der Medien in zeitgenössischer Kunst, um damit aufzuzeigen, welch analytisches, kritisches und philosophisches Potential in einer Installation oder einem Objekt steckt – sowie wieviel die moderne Kunst diesen Erfahrungen schuldet.

Zwei weitere Ausstellungen sind im MOCAK bis 25. Januar mit Werken von Julien Opie – Skulpturen, Bilder, Filme, und Mikołaj Smoczyński – Objekt, Raum, Fotografie-zu sehen.

MOCAK - Museum of Contemporary Art Krakow – Polen

Installation oder Objekt? -
Arbeiten aus der Sammlung des MOCAK
Kurator: Monika Kozioł

Julien Opie – Skulpturen, Bilder, Filme

Kurator: Delfina Jałowik

Mikołaj Smoczyński – Objekt, Raum, Fotografie
Koordinator:
Izabela Liśkiewicz

Bis 25.01.2015

mocak.pl

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