Anthony Caro wird gefeiert

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Die Stationen der Laufbahn des britischen Bildhauers zu sehen im Yorkshire Sculpture Triangle

Anthony Caro, Terminus, 2013 - Courtesy of Barford Sculptures Limited and The Hepworth Wakefield - photo John Hammon
Die Stationen der Laufbahn des britischen Bildhauers zu sehen im Yorkshire Sculpture Triangle

Vier der einflussreichsten Einrichtungen für bildende Kunst – das Henry Moore Institute, das Hepworth Wakefield, Leeds Art Gallery und Yorkshire Sculpture Park – feiern bis zum 1.November 2015 mit einem Sommerprogramm an Ausstellungen und Veranstaltungen das Werk von Sir Anthony Caro (1924–2013), entwickelt vom Yorkshire Sculpture Triangle.

Zwei bedeutende Ausstellungen bilden zusammen Caro in Yorkshire:  im Hepworth Wakefield und im Yorkshire Sculpture Park. Es werden über 80 Arbeiten gezeigt, die 60 Jahre von Caros Werk umfassen. Diese reichen von frühen figurativen Studien auf Papier hin zu großen Skulpturen unter freiem Himmel, darunter eine Auswahl an Last Sculptures, die kurz vor dem Tod des Künstlers entstanden sind und hier zum ersten Mal überhaupt in Großbritannien gezeigt werden.

Anthony Caro, The Window, 1966/1967 - Courtesy of Barford Sculptures Limited - photo John Riddy.jpg

Während der Yorkshire Sculpture Park die umfassende Beziehung Caros in Bezug auf Malerei und Material zeigt, nimmt das Hepworth Wakefield Caros Ideen zur Architektur als Ausgangspunkt und untersucht sein Interesse an Größe und der Verwendung architektonischer Elemente innerhalb seines Werks.

Am Hepworth Wakefield werden 40 Arbeiten ausgestellt. Von in den 1960er Jahren entstandenen, großformatigen Arbeiten aus Stahl, wie beispielsweise Twenty-Four Hours (1960) – eine der ersten Arbeiten aus Stahl von Caro – hin zu einer Serie mit dem Titel Table Pieces und einer Auswahl an von ihm entworfenen Schmuckstücken.

Caro arbeitete mit weltberühmten Architekten wie Frank Gehry, Tadao Ando und Norman Foster bei einer Reihe von Arbeiten zusammen, darunter die Millennium Bridge in London. Caros Arbeiten wurden davon in der zweiten Hälfte seiner Laufbahn beeinflusst. Er selbst nannte diese Entwicklung innerhalb seiner eigenen künstlerischen Praxis ‘Sculpitecture’, ein Begriff, den er für Arbeiten verwendete, die Besucher sehen und sogar auch betreten konnten. Das Hepworth Wakefield zeigt eine dieser bewohnbaren Arbeiten, Child’s Tower Room (1983/1984), eine Skulptur aus Holz, die Kinder mit ihrem Forscherdrang entdecken können. 

Anthony Caro, Promenade, 1996. Courtesy the Estate of Anthony Caro and YSP

Im Yorkshire Sculpture Park, wird eine große Auswahl an selten gezeigten Skizzen und figurativen Arbeiten aus den Anfängen von Caros Laufbahn im Dialog mit jenen Werken gezeigt, die einen Wendepunkt hinsichtlich seines Stils markieren. Dieser Schnitt erfolgte nach seinem ersten Besuch in den Vereinigten Staaten 1959. Daher ist unter den gezeigten Werken ein Bronzeporträt des hervorragenden US-amerikanischen Kunstkritikers Clement Greenberg zu finden, der ein wichtiger Fürsprecher für Caros Werk war. Arbeiten anderer Künstler, darunter der Bildhauer David Smith und die Maler Jules Olitski und Kenneth Noland inspirierten Caro zu einer radikalen Abkehr vom figurativen Arbeiten hin zu den bahnbrechenden geschweißten Skulpturen aus Stahl.

Die Ausstellung im Yorkshire Sculpture Park führt die Reise durch Caros Schaffen mit einer Serie von monumentalen Arbeiten wie Promenade (1996) und einer Sonderpräsentation der in Amerika entstandenen Flats, fort.

Anthony Caro, Autumn Rhapsody, 2011/2012 - Courtesy of Barford Sculptures Limited - photo John Hammond and YSP

Sowohl das Hepworth Wakefield und der Yorkshire Sculpture Park schließen ihre jeweiligen Ausstellungen mit einer Auswahl von Caros Last Sculptures, einige darunter werden zum ersten Mal überhaupt ausgestellt. Zuerst erforschte Caro die Einsatzmöglichkeiten von Glas und versah seine Skulpturen mit Glaselementen, ging dann jedoch dazu über, mit großen Perspexplatten zu arbeiten. Die Perspexelemente werden mit verbeulten, lackierten, verrosteten Stahl und Fundobjekten kombiniert, oft Größe und architektonische Elemente ahnen lassend.

Eine Open-air Arbeit von Caro wird für die Dauer der Ausstellung im Zentrum von Leeds präsentiert,  außerhalb der Leeds Art Gallery und dem Henry Moore Institute gelegen.

Als Teil von Caro in Yorkshire, wird das Henry Moore Institute vom 25. – 26. September 2015 eine Konferenz mit dem Titel ‘Sculpture: 1965’ veranstalten und diese wird sowohl in der Leeds Art Gallery als auch im Yorkshire Sculpture Park stattfinden. Die Redner werden die Bedeutung des Jahres 1965 diskutieren, welches übereinstimmend als ein wichtiger Wendepunkt in der Karriere des Künstlers gilt.

Caro in Yorkshire wurde von Yorkshire Sculpture Triangle Partnership in Zusammenarbeit mit der Familie und Studio des Künstlers, mit aktiver Beteiligung von Sheila Girling, Caros Ehefrau, bis zu ihrem Tod am 14.Februar 2015, entwickelt.

Caro in Yorkshire
Bis 01.11.2015

The Hepworth Wakefield

Yorkshire Sculpture Park


www.hepworthwakefield.org
www.ysp.co.uk


Yorkshire Sculpture Triangle

www.ysculpture.co.uk

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