Cathy Wilkes

Mediadaten 2017

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Skulpturen - kompromisslos introspektiv

Cathy Wilkes, Untitled -Possil, at last-, 2013 (Detail) - Tate Purchased 2014 - Courtesy of the artist and The Modern Institute-Toby Webster Ltd - photo Cristiano Corte
Skulpturen - kompromisslos introspektiv

Cathy Wilkes schafft theatralische Installationen aus alltäglichen Objekten, die in ihrer Gesamtheit surreal und unheimlich wirken. Die erzählerischen Momente erzeugen einen starken emotionalen Sog und untersuchen zugleich die kommunikativen Möglichkeiten von Kunst, die Grenzen des Sprachlichen zu überwinden.

“Ich weiß, dass es unmöglich ist, objektiv zu sein, das ist mir im Laufe der Jahre klargeworden. Nicht objektiv zu sein bedeutet, dass all die Geheimnisse meines Bewusstseins in meine Arbeiten einfließen. Ich denke, dass das für jedes Kunstwerk von großer Bedeutung ist, eben nicht zu wissen, warum etwas genauso ist wie es ist oder warum es überhaupt da ist.

Ich möchte diese Geheimnisse auf umfassende Weise anschaulich machen, aber ich möchte das nicht als Beichte verstanden wissen.”

Cathy Wilkes, Installation view 'The Encyclopedic Palace', Venice Biennale, 2013 - Courtesy of the artist and The Modern Institute, Toby Webster Ltd - photo Cristiano Corte

Wiederkehrende Objekte in Wilkes Arbeiten sind Schaufensterpuppen, Kochgeschirr, Leitern, Fliesen und Textilien. Mit diesen verortet sie die angedeuteten Dramen im häuslichen Bereich. Ihre unverwechselbare Formensprache bezieht Wilkes auf die Kunstgeschichte, während die Themen von familiären Bezügen und persönlichen Erfahrungen geprägt sind.

Bekannt geworden durch ihre Traumwelten, die poetische Visionen heraufbeschwören, evozieren ihre Installationen Orte, die mit Verlust oder Veränderung verbunden sind.

Ihre Arbeiten werden von seltsam geschlechtslosen Wesen bevölkert: Kleinkinder, Ältere und Tiere. Kombiniert werden diese mit unzähligen geliebten Gegenständen aus dem alltäglichen Leben, z.B. Stoffe, Handtücher, Becher, Teller und Kekse.

Cathy Wilkes, Untitled, 2013 (Detail) - Private Collection, Courtesy of the artist, Xavier Hufkens and The Modern Institute-Toby Webster Ltd

Das LENTOS Kunstmuseum Linz präsentiert die bisher umfassendste Schau der Künstlerin. Die von Cathy Wilkes zusammengestellte und von Francesco Manacorda (Tate Liverpool ) zusammen mit Stella Rollig (Lentos Kunstmuseum) kuratierte Ausstellung versammelt Arbeiten aus mehr als einem Jahrzehnt, darunter mehrere große skulpturale Installationen, Gemälde, Arbeiten auf Papier und Archivmaterial.

Zu den hier gezeigten Werken gehört Untitled (Possil, at last), erstmals gezeigt auf der 55. Biennale von Venedig 2013, das in seinem Titel an Possil erinnert: ein Stadtteil von Glasgow, wo sich seit dem 19. Jahrhundert bis zur Schließung im Jahr 1942 die Töpferei Possil befand. Untitled (Biggar), 2013, spielt auf eine kleine ehemalige Bergarbeiterstadt in der schottischen Grafschaft South Lanarkshire an. Diese Arbeiten knüpfen Beziehungen zu geografisch und zeitlich entfernten Lebensbedingungen. Sie sprechen von der Zerbrechlichkeit der Existenz und dem gleichzeitigen Empfinden eines unendlichen, unzerstörbaren Kontinuums der Zeit.

Geboren 1966 in Belfast, lebt Cathy Wilkes seit 1985 in Pollokshields Glasgow. Sie absolvierte 1988 die Glasgow School of Art. 2005 repräsentierte sie Schottland auf der Biennale in Venedig und wurde 2008 für den Turner Prize nominiert.

CATHY WILKES
Bis 4.10.2015

Lentos Kunstmuseum
Linz, Österreich

www.lentos.at

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