Die Sammlerin Ingvild Goetz

Mediadaten 2017

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„Neben einer formal überzeugenden Konzeption war und ist mir immer ein soziales und gesellschaftliches Engagement der bildenden Kunst sehr wichtig."

Ingvild Goetz - Courtesy Sammlung Goetz - photo Philippe Chancel
„Neben einer formal überzeugenden Konzeption war und ist mir immer ein soziales und gesellschaftliches Engagement der bildenden Kunst sehr wichtig."

Ingvild Goetz wurde 1941 in Kulm, Westpreußen geboren. Obwohl sie Politik studierte, war es ihre wahre Berufung, Künstlerin zu werden. Sie eröffnete 1969 ihre erste Galerie, Art in Progress, in Zürich, um dort politische Happenings zu veranstalten. 1984 entschied sie sich, die Galerie zu schließen und sich auf das Sammeln zu konzentrieren. Kunstwerke, die sie schon während der Zeit als Galeristin erworben hatte, bildeten den Grundstock für die Sammlungstätigkeit. Nach einer gewissen Orientierungsphase, begann sie sich auf Werke von Künstlern der Arte Povera zu konzentrieren. Im weiteren Verlauf fing sie an, amerikanische Künstler der 1980er Jahre sowie Arbeiten der sogenannten Young British Artists in ihre Sammlung aufzunehmen.

Sie entschied sich 1993, die bis dahin unbekannten Architekten Herzog & de Meuron mit der Schaffung eines Ortes zu beauftragen, an dem sie ihre Sammlung dem Publikum präsentieren konnte. Früh erkannte die Sammlerin die wachsende Bedeutung von Film und Video und 2004 wurde das Museumsgebäude BASE 13, ein Bereich für die Präsentation von Medienarbeiten, erweitert. Die Sammlung Goetz mit mehr als 5000 Arbeiten ist heute eine der größten Sammlungen moderner Kunst.

Nathalie Djurberg, The-Experiment, 2009 - 53 Biennale di Venezia - photo Hans Berg - Courtesy Sammlung Goetz

2014 schenkte Ingvild Goetz das Museum sowie 375 Medienarbeiten dem bayrischen Staat. Den verbleibenden Rest der Sammlung verlieh sie an die Pinakothek der Moderne, an das Haus der Kunst und das Neue Museum in Nürnberg für einen Zeitraum von zehn Jahren.

Viele Ausstellungen hat Ingvild Goetz inzwischen seit 1993 in enger Zusammenarbeit mit Künstlern und Künstlerinnen aus den Beständen der Sammlung konzipiert. Hinzu kommen viele Ausstellungen, die in Kooperation mit anderen Instituten und Kuratoren entwickelt und realisiert wurden.

Besucher können die Ausstellungen auf dem Gelände der Sammlung nach telefonischer Vereinbarung besichtigen und jeden zweiten Samstag im Monat werden Führungen angeboten. Diese Veranstaltungen gewähren dem Publikum eine monographische Übersicht wie auch die aktuell stattfindenden mit Werken von Cindy Sherman und Nathalie Djurberg.

Elmgreen & Dragset, Last performance, 2009 © Elmgreen & Dragset, VEGAP, Madrid, 2015 - Courtesy Sammlung Goetz

Sammlung Goetz in Madrid, Spanien

Die Welt als Bühne
ist eine von Karsten Löckemann kuratierte Ausstellung, die im Sala de Arte der Fundación Banco Santander, in Madrid (Spanien) gezeigt wird. Circa 90 Arbeiten, die zwischen den 1980er Jahren und heute entstanden sind, von Gemälden, über Skulpturen, Fotografien und Filme bis hin zu raumgreifenden Installationen von 25 Künstlern und Künstlerinnen werden dort zu sehen sein.

Der Titel der Ausstellung „All the world’s a stage“, ein Zitat aus William Shakespeares Lustspiel „As you like it/ Wie es euch gefällt“, stellt den roten Faden dar, den der Kurator für die Ausstellung entwickelt hat. Sie gewährt eine Innenansicht zum Einfluss des Theaters auf die bildende Kunst. Die Ausstellung konzentriert sich auf Fragen der Repräsentation und unterstreicht wie sich Künstler unterschiedlicher Generationen mit diesem Thema auseinandersetzen.

Gezeigt werden unter anderem Bronzeskulpturen von Jonathan Meese,  Installationen von Elmgreen & Dragset, Janet Cardiff & George Bures Miller, Lothar Hempel Hans-Peter Feldman, Paul Pfeiffer and Zilla Leutenegger, die für den Betrachter die Tür in eine andere Welt öffnen und ihm die Entscheidung überlassen, ob er Akteur oder Zuschauer auf der Bühne dieser Welt sein möchte.

Jonathan Meese, Soldier of Fortune “Iwan“, 2003 © Jonathan Meese, VEGAP 2015 - Courtesy Sammlung Goetz

All the World’s a Stage
Bis 14.06.2015
Kurator: Karsten Löckemann
Fundación Banco Santander
Boadilla del Monte, Madrid, Spanien
fundacionbancosantander.com

Cindy Sherman
Nathalie Djurberg

Bis 18.07. 2015
Sammlung Goetz – Base 103

Munchen, Deutschland
www.sammlung-goetz.de

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