“Flaesh”

Mediadaten 2017

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Fünf internationale Künstlerinnen beschäftigen sich mit der Rolle des menschlichen Körpers in der zeitgenössischen Kunst

Tracey Emin, Dead Sea, 2012 - Courtesy of the Artist & White Cube
Fünf internationale Künstlerinnen beschäftigen sich mit der Rolle des menschlichen Körpers in der zeitgenössischen Kunst

Fünf Einzelpräsentationen, fünf voneinander unabhängige Wege mit unterschiedlichen Ausgangspunkten, verschiedenen Vorgehensweisen und Zielen dienen als Schlüssel für die Deutung von anderen gleichzeitig ausgestellten Arbeiten. In ihrer Arbeit spiegeln sie die grotesken Ideale von Schönheit und mittelalterlicher Symbolik wider. Sie streifen die aktuelle Projektion von Nacktheit mit unterschiedlichen Ebenen von Durchdringung. Außerdem müssen sie sich als Frauen mit der problematischen Annäherung an ihren eigenen Körper auseinandersetzen. Die Ausstellung hinterfragt, ob Kunst immer noch Widerspiegelung des Körpers ist oder zunehmend zu einer Oberfläche wird, auf die wir unser Innenleben projizieren.

Berlin De Bruyckere, Courtesy Hauser & Wirth and Collection SMAK, Ghent

Tracey Emin widmet sich dieser Sache mit ausdrücklicher Vehemenz am Rande sozialer Konventionen. Marlene Dumas, ihrerseits überdeckt ihre akzentuierte Expressivität mit intimer Zärtlichkeit; Kiki Smith wendet sich Feenallegorien zu und Berlinde De Bruyckere in Zusammenarbeit mit Louise Bourgeois nutzt allgemeine philosophische Motive wie Leiden, Erinnerung, Einsamkeit und Tod. Berlinde findet Schönheit selbst in körperlichem Leiden: „Ich will zeigen, wie hilflos ein Körper sein kann. Das bedeutet aber nicht, dass man sich davor fürchten muss – es kann auch etwas Schönes sein.“

Louise Bourgeois, Courtesy Hauser & Wirth and Cheim & Read

Die bewusste Doppeldeutigkeit des Titels Flaesh stellt sowohl Bezüge zu Flesh wie in Fleisch als auch Flash wie in Blitzlicht oder Knall her. Das tschechische Publikum lernt die Künstler durch eine Reihe von Schnappschüssen der wichtigsten Meilensteine ihrer künstlerischen Laufbahn und der allgemeinen Kunstgeschichte kennen.
Videoprojektionen mit Einstellungen aus den Ateliers der Künstler, Interviews mit einzelnen Künstler und Beispielen ihrer Arbeit werden gezeigt, um den Betrachter
an einen größeren Zusammenhang heranzuführen.

Die von Petr Nedoma kuratierte Ausstellung zeigt eine Auswahl von mehr als sechzig Skulpturen, Zeichnungen, Aquarellen, Wandteppichen, Stickereien und Installationen, die einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Kapitel der Arbeiten der fünf Künstlerinnen zeigt, die die heutige Kunstszene in großem Maße beeinflusst haben. Das Augenmerk ist auf die Ausstellung der figurativen Arbeiten gerichtet, die verschiedene Techniken und Materialien der einzelnen Darbietungen mit existentiellen Fragen vermischen, aus denen extrem persönliche Geschichten hervorgehen.

Kiki Smith, courtesy Kunstmuseen Krefeld, Calabresi Collection and Pace Gallery

FLAESH
Bis 3.01.2016
Galerie Rudolfinum
Prag, Tschechische Republik

#FLAESH

www.galerierudolfinum.cz

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