Istanbul Biennale

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Salzwasser: Theorie der Gedankenformen

Iz Oztat & Fatma Belkis, who carries the water, 2014 - photo Sahir Ugur Eren
Salzwasser: Theorie der Gedankenformen

Die 14. Istanbul Biennale, die von der Istanbul Foundation for Culture and Arts (İKSV) ausgerichtet und von Carolyn Christov-Bakargiev kuratiert wird, präsentiert über 1.500 Kunstwerke von über 80 Teilnehmern auf der asiatischen sowie auch europäischen Seite des Bosporus. Ausgestellt werden Auftragswerke von Künstlern sowie aber auch Werke aus anderen Bereichen wie der Geschichte der Meereskunde, Umweltforschung, Meeresarchäologie, Jugendstil, Neurowissenschaft, Physik, Mathematik und Theosophie.

Bakargiev sagt: „Diese über die ganze Stadt verteilte Ausstellung drängt sich um einen Stoff - Salzwasser und die sich widersprechenden Bilder von Knoten und Wellen. (…)  Es gibt tatsächliche Wellen aber ebenso Wellen von Menschen, von Emotionen und Erinnerungen. Wellen erlauben uns Muster zu erkennen – Unterwasser- oder Windströmungen. Vielleicht steht die Welle einfach für Zeit –das Gefühl eines Unterschieds zwischen Hoch- und Tiefpunkten und diese ermöglichen erst die Erfahrung der Zeit und damit des Raums und damit des Lebens.

Adrián Villar Rojas, The Most Beautiful of All Mothers, 2015 - photo Kubra Karacizmeli

Kunst lässt uns trauern, erinnern, anprangern, Heilung suchen und wir verschreiben uns möglicher Freude und Lebendigkeit, den vielen Gemeinschaften, die mit uns diesen Ort bewohnt haben und man schreitet von der Form zu blühendem Leben.“

SALZWASSER
findet neben Museen auch in anderen Lebensräumen, wie z.B. in Booten, Hotels, alten Banken, Garagen, Gärten, Schulen, Läden und privaten Wohnungen an Land oder im Meer statt. An einigen Orten trifft der Besucher auf eine Gruppenausstellung wie besipielsweise Istanbul Modern, ARTER, die meisten Orte jedoch beherbergen das Werk eines einzelnen Künstlers oder einer Künstlergruppe.

Pinar Yoldas, Slat Water Heart, 2015 - photo Kubra Karacizmeli

Die Arbeiten der Biennale reichen von einem historischen Gemälde, wie „Wellen“ von 1870 von Santiago Ramón y Cajal, der 1906 einen Nobelpreis für die Entdeckung des Nervenzelle erhielt, über zur bahnbrechenden Abstraktion, wie „Gedankenformen“ von Annie Besant und Charles Leadbeater (1901-1905), sowie auch über die neue Arbeit von Füsun Onur, bei der man auf einem sich bewegenden Boot ein Gedicht hört,  bis hin zu einem kulturellen Treffpunkt zwischen Chicago und Istanbul von Theaster Gates.

Unter all diesen verschiedenen Kunstprojekte sind aber auch die Arbeiten von Anna Boghiguian The Salt Traders, eine großartige skulpturale Installation aus alten Segeln, Gemälden, Zeichnungen und Bootfragmenten sowie Tonaufnahmen; die neue Installation von Cevdet Erek A Room of Rhythms – Otopark in einem alten 1940 in Tophane gebauten Parkhaus; Adrián Villar Rojas, der da, wo einst Trotzkis Haus war, monumentale Skulpturen geschaffen hat und das Langzeit-Unterwasserprojekt von Pierre Huyghe Abyssal Plain.

Nikita Kadan, Untitled (Political Natural History DEpartment), 2014 - photo Sahir Ugur Eren

Walid Raads skulpturale Installation in einem ehemaligen Banktresor bestehend aus Kisten, aus denen Kunstobjekte geflüchtet zu sein scheinen, bezieht sich auf die Sehnsucht nach einer von ihrer eigenen Hortung befreiten Kunst im Zeitalter des kreativen Kapitalismus; und William Kentridges neues Multi-Channel Video und seine skulpturale Installation wurde von der Päsenz und der Verbannung Leon Trotskys auf die Insel Büyükad in den späten 1920er und frühen 1930er inspiriert. 

Tuzlu Su - Salzwasser
14. Istanbul Bienali

Türkei
Bis 01.11.2015

14b.iksv.org

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