Kunsthalle Sankt Gallen: Jonathan Binet und Sonia Kacem

Mediadaten 2017

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Konfrontation mit dem ästhetischem Potential von räumlichen und materiellen Interaktionen

Sonia Kacem, Bermuda Triangle, 2015 - Courtesy the artist, T293 and Galerie Gregor Staiger - photo Gunnar Meier
Konfrontation mit dem ästhetischem Potential von räumlichen und materiellen Interaktionen

Die Kunst Halle Sankt Gallen nimmt innerhalb der schweizerischen Kunstszene eine besondere Stellung ein: sie kann als die kleinste der grösseren Institutionen für Gegenwartskunst der Schweiz oder – genau umgekehrt – als die grösste der kleineren Ausstellungsstätten bezeichnet werden.

Überzeugt davon, dass Kunst ein wichtiges Werkzeug sowohl für die Zelebrierung wie auch für die Hinterfragung komplexer Verhältnisse ist: die Kunst Halle Sankt Gallen möchte ihr Publikum mit dieser Komplexität konfrontieren. Sie versuchen, den Spagat zwischen lokalen Bedürfnissen und globalen Ambitionen zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern zu meistern,  indem sie St. Gallen und die Region als inhaltlichen Kontext und Ausgangspunkt benutzen oder spezialisierte Partner vor Ort in unsere Produktionen involvieren.

Jonathan Binet Exhibition view Kunst Halle Sankt Gallen, 2015 - Courtesy the artist and Gaudel de Stampa - photo Gunnar Meier

Die Kunsthalle St. Gallen wurde 1985 gegründet und definiert sich ursprünglich als ein Ort, an dem mit künstlerischen Aussagen auf städtebaulich umstrittene Situationen reagiert wird.  Seit 2007 ist Giovanni Carmine Direktor der Kunst Halle Sankt Gallen. Sein hauptsächliches Interesse liegt darin, Künstlern eine Plattform für die Produktion neuer Projekte und einen Ort für Experimente zu bieten sowie zur internationalen Vernetzung der schweizerischen Kunstszene beizutragen.

Kunst Halle Sankt Gallen präsentiert zurzeit das umfangreiche Werk von Jonathan Binet (Frankreich, 1984) und Sonia Kacem (Schweiz, 1985) und konfrontiert die Besucher mit dem ästhetischen Potentialmit dem ästhetischen Potential von Raum- und Materialinteraktionen.

Sonia Kacem, Bermuda Triangle, 2015 - Courtesy the artist, T293 and Galerie Gregor Staiger - photo Gunnar Meier

Jonathan Binet experimentiert mit Bestandteilen von Leinwänden und Farbspuren, die er in Beziehung mit dem Erscheinungsort setzt. In dem Prozess sind die Impulse des Künstlers kalkulierte und spontane Gesten, mit denen er Stillstand und Bewegung, das Materielle und Flüchtige zu einem Rhythmus zusammenfügt. Binet lässt geschehen und ist in diesem Akt rebellisch: Er holt Raum, Zeit und Materialien vom Sockel und breitet sie nebeneinander aus.

Sonia Kacem findet ihre Werkgrundlagen auf der Strasse oder in Erinnerungen und lässt sich dann auf ein Spiel der Sinne ein. Sie drapiert sowohl Abfallobjekte als auch neu produzierte Elemente und erzeugt eine instinktive Dramaturgie zwischen Farben, Formen, Materialien und ihrem Zusammenwirken.

Jonathan Binet, Ohne Titel, 2015 - Courtesy the artist and Gaudel de Stampa - photo Gunnar Meier

Kacem akzentuiert die Materialität der Objekte durch ihre Gegenüberstellung und trägt sie dem Raum auf, wobei der Kontext wiederum mitprägt.  Die assoziative Konnotierung der Skulpturteile möchte sie den Betrachtern überlassen, scheut sich aber nicht vor eigenen Bilderinnerungen, die am Anfang und am Ende ihrer Skizzen stehen.

Die Künstlerin möchte die Materialien nicht künstlich aufladen und in ihrer Bedeutung festsetzen, sondern einem Spannungsfeld ausliefern.

Die raumgreifenden Installationen von Binet und Kacem sind Resultate der Begegnung zwischen Objekten und Personen, die in einer Wechselwirkung stehen und fortlaufend aufeinander reagieren.  Die Erfahrung mit der Materialität selbst steht im Vordergrund.

Die antimonumentalen Überreste ihrer künstlerischen Praxis brechen mit herkömmlichen Hierarchien und befördern die Besucher mitten in das Raumbild, wo Ästhetik, Dynamik und Gedankenspiele dem Körper erfahrbar gemacht werden.

Kunst Halle Sankt Gallen
Jonathan Binet und
 Sonia Kacem

Bis 29.03.2015
Sankt Gallen, Schweiz

www.kunsthallesanktgallen.ch

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