L’Internationale: sechs bedeutende europäische Museen

Mediadaten 2017

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Ein Raum für Kunst innerhalb eines nicht-hierarchischen und dezentralisierten Internationalismus

Constant Nieuwenhuys, Spatiovore Amsterdam, 1960 - Courtesy Gemeentemuseum Den Haag
Ein Raum für Kunst innerhalb eines nicht-hierarchischen und dezentralisierten Internationalismus

Das Wertefundament von L‘Internationale basiert auf der Verschiedenartigkeit und dem horizontalem Austausch zwischen lokal verwurzelten und global vernetzten kulturellen Mittlern. Sie verbindet sechs bedeutende europäische Museen, Institutionen der zeitgenössischen Kunst und Partner: Moderna galerija (Ljubljana, Slowenien); Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía (Madrid, Spanien); Museu d'Art Contemporani de Barcelona (Barcelona, Spanien); Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen (Antwerpen, Belgien); SALT (Istanbul und Ankara, Türkei) und Van Abbemuseum (Eindhoven, Niederlande).

Das Fünf-Jahresprogramm The Uses of Art – The Legacy of 1848 and 1989 (Der Nutzen von Kunst – Das Erbe von 1848 und 1989) schlägt dem breiteren Publikum eine neue Lesart der europäischen Kunstgeschichte vor. Diese neue Sichtweise auf die Vergangenheit ist in der langen Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft verankert und führt diese auf die bürgerlichen Revolutionen von 1848, Kriege und soziale Veränderungen, auf die Revolutionen von 1989 bis hin zu den Wirtschaftskrisen von heute zurück.

Alexandra Pirici & Manuel Pelmus, An Immaterial Retrospective of the Venice Biennale, 2013. Enactment of Tramstop, A Monument to the Future

L’Internationale online

Neben Ausstellungen, Symposien, Publikationen, Bildungsprogrammen und dem Austausch von Personal hat L’Internationale eine Onlineplattform entwickelt, auf der Texte, Studien und Kunstprojekte monatlich veröffentlicht werden. Die Plattform ist in vier Studienbereiche aufgeteilt: Leitgedanken zu Leben und Tod, Praktiken der Entkolonialisierung, Wahre Demokratie, Änderung von Institutionalität.

Eine lebhafte Diskussion wird in der Rubrik Meinungen angeregt, zu der eine eingeladene Gruppe von Bloggern Beiträge liefert. Es ist ein Ort, an dem Unterschiede und Gemeinsamkeiten entstehen und debattiert werden können.

Brook Andrew - Un saber realmente útil - Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, 2014 - photo Joaquín Cortés / Román Lores

L’Internationale aktuelle Ausstellungen

Wirklich nützliches Wissen -
Reina Sofia Museum, Madrid, Spanien


Der Begriff vom „wirklich nützlichem Wissen“ bildete sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit dem Bewusstsein der Arbeiter heraus, wie wichtig Selbsterziehung ist.  In den 1820er und 1830er Jahren haben Arbeiterorganisationen in Großbritannien diesen Ausdruck zur Beschreibung von „unnützem“ Wissen wie etwa Politik, Ökonomie und Philosophie als Gegensatz zu dem von den Fabrikbesitzern verkündeten „nützlichen Wissen“ eingeführt. Etwas zuvor hatten die Kapitalisten damit begonnen, in die Steigerung der Produktivität ihrer Unternehmen zu investieren, indem sie die Bildung ihrer Arbeiter in „anwendbaren“ Fertigkeiten und Disziplinen wie Technik, Physik, Chemie oder Mathematik finanzierten.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Ausstellung Really Useful Knowledge mit Fragestellungen zum Thema Bildung aus dem heutigen Blickwinkel. Es geht dabei nicht um eine „richtige“ Bildungs- oder Lernmethode, sondern es wird eine breite Palette an Strategien und Methodologien dargestellt, mit deren Hilfe Künstler das  „Allgemeinwissen“ und die vorherrschenden Meinungen über Geschichte, Kunst, Geschlechter, Rasse und sozialen Klassen zerlegen.

Confessions of the imperfect, 2014 - Van Abbemuseum - photo Peter Cox

Geständnisse des Unvollkommenen – Van Abbemuseum, Eindhoven, Niederlande

Eine bunte Mischung aus historischem Material, Design und zeitgenössischen Kunstprojekten, von denen viele tatsächlich einsatzfähig und interaktiv sind. Sie sind benutzbar und nicht nur zum Anschauen gedacht. Die Ausstellung beschäftigt sich von Neuem mit der Entwicklung der modernen Welt und folgt dem roten Faden, der sich von den Revolutionen von 1848 über den Fall der Berliner Mauer hin zum Heute zieht. Die Ausstellung zeigt keine rein historische Bestandsaufnahme zum Thema Kunst. Stattdessen bietet sie uns Geschichte als einen ungewissen Teil einer immerwährenden Gegenwart an.

Ausgangspunkt und Titel wurde John Ruskin entnommen, dem Kunstkritiker und sozialen Reformer aus dem 19. Jahrhundert. Sein Anliegen war es, den dominanten liberalen Kapitalismus des 19. Jahrhunderts mit einer auch Unvollkommenheit akzeptierenden komplexeren sozialen Ökologie zu konfrontieren.

Die Ausstellung macht uns bewusst, wie sehr er die Kunstgeschichte mit sozialem Themen formte: von der Arts & Crafts Bewegung, zum Bauhaus und zeitgenössischen Künstlern wie Jeremy Deller und Fernando García-Dory.

www.internationaleonline.org 


Un saber realmente útil
- Wirklich nützliches Wissen
Kuratoren: WHW -What, How and for Whom- (Was, Wie und für Wen)
Ivet Curlin, Ana Devic, Nataša Ilic und Sabina Sabolović
Bis 09.02.2015

MNCARS – Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía
Madrid, Spanien
www.museoreinasofia.es


Geständnisse des Unvollkommenen. 1848 - 1989 – Heute
Kuratoren: Steven ten Thije, Alistair Hudson
Bis 22.02.2015

Van Abbemuseum

Eindhoven, Niederlande
vanabbemuseum.nl

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