Middelheim Museum

Mediadaten 2017

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Hinterfragen der Konzepte von Skulptur, Monumentalität und der mit dem Künstler verbundene Heldenstatus

Carl Andre, 74 Weathering Way, 2001 – photo Bart Huysmans & Michel Wuyts
Hinterfragen der Konzepte von Skulptur, Monumentalität und der mit dem Künstler verbundene Heldenstatus

Pom’ Po Pon Po Pon Pon Pom Pon so klingt eine Parade, ein Marsch, eine Prozession, eine Suche. Es ist eine rhythmische Ode an die grenzenlose Freiheit, über die die Künste durch einfache Beobachtungen und die Nutzung des Alltäglichen als Inspiration verfügen können.

Der konzeptionelle Ausgangspunkt der Ausstellung liegt im Jahr 1961 mit zwei Arbeiten, die den Lauf der Kunstgeschichte verändert haben: Piero Manzonis ’Socle du Monde’ und Claes Oldenburgs Manifest ’Ich bin für …’. Indem er das Podest auf den Kopf stellt und damit die ganze Welt in einer einzigen flüssigen Bewegung in ein Kunstwerk verwandelt, machte Manzoni einen Schritt in Richtung dessen, was wir als ein Kunstwerk anerkennen, wie es präsentiert werden und was das Publikum erwarten kann.  Es ist eine allumfassende ironische Geste, die die Kunst von vorgefertigten Erwartungen über Form und Material befreite und die sowohl den Künstler als auch das Publikum von stereotyper Rollenverteilung frei machen kann.

Alexander Calder, De hond, 1958 – photo Bart Huysmans & Michel Wuyts

Der Text von Claes Oldenburg, ’Ich bin für …’ macht genau das Gleiche jedoch in völlig anderem Gewand. In 49 Thesen – er nennt sie ‘literarische Anstrengungen’ im Katalog für seine Ausstellung ’Environments, Situations, Spaces’ in der Martha Jackson Gallery in New York – schlägt der Künstler eine neue Denkweise für die Beziehung zwischen Kunst und Leben (oder der Welt) vor. Es ist eine rhythmische Liste, in der dem Klang mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird als seinen Auswirkungen als Manifest. Der Künstler beschreibt es 50 Jahre nach seinem Entstehen als eine poetische, leicht satirische Ode an die Möglichkeiten und Mittel, wirklich alles, was sich im Lebensumfeld des Künstlers findet, als Ausgangspunkt für Kunst nutzbar zu machen, die Kunstbewegung die später als Neuer Realismus oder Pop Art bekannt wurde.

Inspiration für den Ausstellungsnamen wurde ein ähnlicher Zeitensprung zurück ins Jahr 1948. Der Titel wurde einem Bild mit demselben Namen von Magritte entliehen. Die Arbeit zeigt zwei Kaninchen und eine Trommel, sie liefert damit den perfekten Soundtrack für die Riege, die durch das Middelheim Museum marschiert.

Große Namen aus der jüngsten Kunstgeschichte und Spitzenwerke aus den Sammlungen gezeigt Schulter an Schulter mit neuen Werken zeitgenössischer Künstler und mit Sammlungsstücken, die für gewöhnlich weniger Beachtung erhalten.

José Vermeersch, Man, vrouw, hond, 1982-83 – photo Bart Huysmans & Michel Wuyts

Es sind Stück für Stück Werke, die für eine Quersicht sowohl auf Kunst als auch auf das Leben plädieren: Es sind die Übertragungen unserer Welt mit Bildern, die von Künstlern in einer mutierten oder poetischen Form zurückgeworfen werden.

POM’ PO PON PO PON PON POM PON lädt den Besucher ein, sich als menschliches Wesen bei anderen menschlichen Wesen umzuschauen. Dies ist den Kuratoren zufolge eine notwendige Handlung, die zu harscher Selbstkritik führen kann oder aber die Dinge wieder relativiert.

POM' PO PON PO PON PON POM PON  A transverse formation of sculptures
Bis 27.03.2016
Middelheim Museum

Antwerpen - Belgien

www.middelheimmuseum.be

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