Paloma Varga Weisz

Mediadaten 2017

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Erzählen auf der intimsten Ebene unseres Seins

Paloma Varga Weisz, Root of a Dream, exhibition view, Castello di Rivoli,Torino, 2015 - photo Stefan Hostettler, VG Bild-Kunst
Erzählen auf der intimsten Ebene unseres Seins

Die Alte Welt scheint im Mittelpunkt der visuellen Faszination von Paloma Varga Weisz zu stehen, die – mittels einer mit Bezügen zur Malerei und Bildhauerei der Renaissance oder symbolistischer Kultur befrachteteten Ikonografie – vielschichtige Installationen von großartiger poetischer Intensität schafft, die manchmal verstören oft aber besinnlich sind und in der Regel ein Gleichgewicht zwischen Traum und Realität darstellen.

Root of a Dream
ist der Titel, den Paloma Varga Weisz (Deutschland, 1966) für ihre Einzelausstellung im Castello di Rivoli gewählt hat und ist an ein Gedicht von Paul Celan angelehnt. Er spielt auf die ständige Aufmerksamkeit an, mit der die Beziehung zur Erinnerung, ausgelöschte und zurückgekehrte, bedacht wird; diese Kombination in dem Werk von Varga Weisz wird Ausdruck einer Dimension für eine schmerzhafte und zerstückelte Existenz in der Körper zu Teilen, Identität zu Verkleidung und Erinnerung zu Unterbrechungen werden.

Paloma Varga Weisz, Root of a Dream, exhibition view, Castello di Rivoli,Torino, 2015 - photo Stefan Hostettler, VG Bild-Kunst

Obwohl die stark poetischen Arbeiten von Varga Weisz ihre Wurzeln in Bezügen auf persönliche Erfahrungen haben, voll von Anspielungen auf Malerei und Bildhauerei der Renaissance oder symbolistischer Kultur, sind sie durchtränkt mit typisch europäischer und anthropozentrischer Empfindsamkeit, die es möglich macht, auf der intimsten Ebene unseres Seins zu erzählen.

Die vielen psychoanalytischen Bezüge und besondere Hinwendung zum Körper - insbesondere dem weiblichen Körper - seitens der Künstlerin haben das von Marianna Vecellio geleitete Projekt dahin geführt, bei der Inszenierung der Veranstaltung eng mit der Künstlerin zusammenzuarbeiten. Die Ausstellung von Paloma Varga Weisz besteht aus einer breitgefächerten Auswahl an Arbeiten, von jenen aus ihrer Jugend hin zu den neueren Stücken, die die vielschichtigen und verschlungenen formalen Untersuchungen dieser deutschen Künstlerin wiedergeben.

Paloma Varga Weisz, Root of a Dream, exhibition view, Castello di Rivoli,Torino, 2015 - photo Stefan Hostettler, VG Bild-Kunst

Das Werk von Paloma Varga kann ebenfalls in der Ausstellung The Problem of God im K21 Ständehaus in Düsseldorf besichtigt werden. Dort sind ihre Arbeiten zusammen mit denen anderer Künstlern bis 24. Januar zu sehen. Die von Dr. Isabelle Malz kuratierte Ausstellung dokumentiert, wie sich die christliche Bildtradition als universales Kulturgut in einem säkularen Kontext – unabhängig von ihrem religiösen Bezugsrahmen – weiterentwickelt hat. In der Auseinandersetzung mit 33 künstlerischen Positionen zeigt sie, wie sich Formen und Zeichen der christlichen Bildsprache als Bestandteil des kollektiven Bild- und Textgedächtnisses vielschichtig und ambivalent in den Werken zeitgenössischer Künstler wiederfinden.

Paloma Varga Weisz, Root of a Dream, exhibition view, Castello di Rivoli,Torino, 2015 - photo Stefan Hostettler, VG Bild-Kunst

Paloma Varga Weisz

Root of a Dream

Kuratorin: Marianna Vecellio
Bis 10.01.2016
Castello di Rivolli

Turin, Italien
www.castellodirivoli.org

The Problem of God

Kuratorin: Dr. Isabelle Malz
Bis 24.01.2016

K21 STÄNDEHAUS

Düsseldorf, Deutschland
www.kunstsammlung.de

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