Studie zur Sammlung des SMAK, Belgien

Mediadaten 2017

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Kunst in Europa nach 1968

Mario Merz - SMAK installation - photo Dirk Pauwels
Kunst in Europa nach 1968

‘Kunst in Europa nach 1968’ war eine Ausstellung von Jan Hoet im Museum für Zeitgenössische Kunst und der St-Peter-Abtei in Gent im Sommer 1980. Das war das erste Mal, dass europäische Kunst vor dem Hintergrund des zu dieser Zeit vorherrschenden amerikanischen Minimalismus gesehen wurde. Der Gründungsdirektor des Museums für zeitgenössische Kunst Jan Hoet legte mit diesem Projekt, bei dem Arbeiten von Barry Flanagan und Daniel Buren gezeigt wurden, den Grundstein für eine neue Tradition in Gent, die Tradition der zeitgenössischen Kunst im öffentlichen Raum.

Hans Haacke - Luciano Fabro - Installation SMAK - photo Dirk Pauwels

Zum ersten Mal standen ihm Mittel zur Verfügung, das Profil der Sammlung mit Ankäufen  von solch erstklassigen Arbeiten wie Panamarenko’s The Aeromodeller, Joseph Beuys’ Wirtschaftswerte sowie einigen bedeutenden Stücken der italienischen Arte Povera zu schärfen. Die Bedeutung dieser Schlüsselwerke gelten als Triebfeder für die Durchführung einer eingehenden Studie, die sich mit ihrem Stellenwert für die Sammlung des SMAK und damit im weiteren Sinne auch mit dem Stellenwert für die belgische Kunstgeschichte der Ausstellung ‘Kunst in Europa nach 1968 auseinandersetzt.

Die aktuelle Ausstellung, die am 15. März eröffnet wird, nimmt diese Studie als Ausgangspunkt und zeichnet frühere Ausstellungen, ihre Ursprünge und Bedeutung für die Sammlung nach, alles basierend auf einer Reihe wichtiger Arbeiten der Sammlung und einer Auswahl an Archiv- und Dokumentationsmaterial. Die neue Ausstellung ist keine bloße Nachstellung der früheren Ausstellung, sondern bietet auf der Grundlage von dokumentarischem Material einen Überblick über Kontext und Inhalt von Kunst in Europa nach 1968.

Gilberto Zorio, Giulio Paolini - SMAK Installation - photo Dirk Pauwels

Arbeiten der Originalausstellung von Künstlern wie Hanne Darboven, Jannis Kounellis, Luciano Fabro und Kunst & Sprache (Art & Language) werden mit Stücken aus den Archiven sowie fotografischen Dokumenten in einem von dem Brüsseler Künstler Richard Venlot entworfenen Rahmen zusammen ausgestellt.

Richard Venlet (1964, Hamilton, Australien) untersucht wie und in welchem Kontext Kunst präsentiert wird und welchen Einfluss dies hinwiederum auf das Erleben des Betrachters hat. Der Raum des Museums und die Architketur des Betrachtens werden von ihm in Frage gestellt. Seine Analyse führt nicht zu einer Kritik an den uns in den 1960er und 1970er Jahren vertraut gewordenen Institutionen, basiert jedoch vielmehr auf Faszination und Respekt gegenüber Kunst und Kunstwerken. Zusätzlich zu den Kunstwerken bindet er Stücke aus Archiven, Dokumente und Ausstellungsmaterial in seine kontextuellen Installationen ein, nur selten fertigt er ein autonomes Kunstwerk an.

Dieses Projekt ist Jan Hoet, dem Gründungsdirektor des Genter Museums für zeitgenössische Kunst, gewidmet, der Anfang 2014 verstorben ist.

Collection Study III: Art in Europe after 1968
Bis 15.03.2015
SMAK
Gent, Belgien

www.smak.be

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