Traum und Albtraum in einer Mischung aus Faszination und Grauen

Mediadaten 2017

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Erste französische Retrospektive von David Altmejd in Paris

David Almetjd, The Flux and the Puddle, 2014 - photo James Ewing ©David Altmejd - Courtesy Andrea Rosen Gallery
Erste französische Retrospektive von David Altmejd in Paris

Das Musée d'Art moderne de la Ville de Paris präsentiert Flux. Die Ausstellung zeigt bisher noch nicht ausgestellte und ältere Stücke zusammen mit seiner aktuellsten und ehrgeizigsten monumentalen Skulptur, The Flux and The Puddle (2014).

David Altmejds Herangehensweise an Skulptur ist durch eine breite Vielfalt an Materialien und ein langjähriges Interesse an Naturwissenschaften und Architektur gekennzeichnet. Die Ausstellung stellt sich als eigenständige Arbeit dar, mit Kreaturen, die das Menschenartige und Tierische in sich vereinen: halb-pflanzliche, halb-mineralische Hybriden, die mit der Architektur des Museums spielen, wenn sie ihre spinnenartigen Labyrinthe ausbreiten.

David Almetjd, Untitled, 2011 - photo Jessica Eckert ©David Altmejd - Courtesy Andrea Rosen Gallery

Altmejd arbeitet in direktem Kontakt mit dem übernatürlichen Flux. In seiner „klar umrissenen“ Welt des Träumers vermischen sich Handeln und Bewusstsein: er dominiert das Groteske und das Erbärmliche, verbindet Kunsttheorien mit „Glamour“ und benutzt seine Skulpturen, um die Welten des Traums und des Albtraums in einer Mischung aus Faszination und Grauen zu erforschen.

Die Ausstellung offenbart ein Ensemble von absichtlich gegensätzlichen künstlerischen Leistungen – konzeptionell und prozesshaft, virtuos und vorgefertigt – während der Lichtfluss aus zahllosen natürlichen und künstlichen Quellen von Spiegeln gebrochen wird, die ganz nach Belieben des Künstlers zerbrochen oder intakt sind.

David Cronenbergs und David Lynchs Filmen nahestehend und wie alle Künstler seiner Generation von den Arbeiten Matthew Barneys geprägt, verbindet Altmejd mystische und alchemistische Elemente mit einer Ästhetik, die zwischen Struktur und Auflösung hin- und hergerissen ist.  Ein Theater aus  Formen .,  im  Reifen  begriffenen  Organen  und  aus sich  bildenden  Kristallen,  funktioniert sein Werk in Schichten, geduldig die zeitlosen Sedimente in einer plötzlichen, beschwingenden, traumartigen Explosion zusammenbauend.

David  Altmejd, 1974  in  Montreal geboren,  lebt  und  arbeitet  in New  York.  Nach dem Kunststudium an der University of Quebec in Montreal, wo er als Hauptfach Zeichnen und Malerei belegte, machte er 1998 seinen Bachelorabschluss (Bachelor of Fine Arts) als Bildhauer. Fasziniert von Biologie und dem Fantasykino, zog er nach New York und machte 2001 seinen Masterabschluss (Master of Fine Arts) in bildender Kunst an der Columbia University. Er vertrat 2007 Kanada auf der 52. Biennale in Venedig mit seiner Installation The Index und war 2003 auf der Istanbul und 2004 auf der Whitney Bienniale zu sehen.

Die Ausstellung wechselt zum MUDAM in Luxemburg (7. März – 31. Mai 2015 und danach zum MACM in Montreal (18. Juni – 13. September 2015).

DAVID ALTMEJD - Flux
Bis  1.02.2015

Musée d’Art moderne de la Ville de Paris
Frankreich
www.mam.paris


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