Wunderbare Leidenschaft: Der Künstler als Sammler

Mediadaten 2017

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Sammlerstücke inspirieren den kreativen Schaffensprozess

50 Glass Eyes, 1811-88. Collection of Hiroshi Sugimoto
Sammlerstücke inspirieren den kreativen Schaffensprozess

Hier werden die vielen und mannigfaltigen Gründe für das Sammeln gefeiert, die Ausstellung zeigt faszinierende persönliche Sammlungen von Nachkriegs- und zeitgenössischen Künstlern.

Die Sammlungen der hier vertretenen international anerkannten Künstler sind im Gegensatz zu ihnen selbst oft weniger bekannt. Viele von uns legen im Verlauf unseres Lebens irgendeine Art Sammlung an und diese Ausstellung versucht diesen universell zu findenden Sammelzwang näher zu beleuchten. Durch die Geschichte hindurch haben Künstler Objekte aus den verschiedensten Gründen gesammelt – als Requisiten fürs Atelier, als Quellen der Inspiration, als Ideengeber für ihre Arbeiten, als persönliche Erinnerungsstücke und als Investition.

Netsuke from the collection of Edmund de Waal - photo Justin Piperger

Anders als Museen jedoch, widmen sich Künstler nicht immer auf wissenschaftliche Weise dem Sammeln, noch versuchen sie umfassende und repräsentative Sammlungen zu schaffen. Häufig erwerben sie Stücke, die persönliche Interessen und Leidenschaften widerspiegeln, oft gibt es eine Verbindung zu ihrer eigenen Arbeit sowie ästhetische Gründe.

Wunderbare Leidenschaft: Der Künstler als Sammler
präsentiert eine Auswahl an Objekten aus den Sammlungen von Künstlern jeweils zusammen mit einem anschaulichem Beispiel ihrer eigenen Arbeiten. Dies ermöglicht dem Betrachter einen Einblick in ihre Inspirationen, Motive und Leidenschaften. Andy Warhol, Arman, Peter Blake, Edmund de Waal, Damien Hirst, Howard Hodgkin, Sol LeWitt, Martin Parr, Hiroshi Sugimoto und Pae White sind die in dieser seltsam interessanten Ausstellung vertretenen Künstler.

Elephant figurines from the collection of Peter Blake - photo by Hugo Glendinning.

Ihre Sammlungen reichen von Erinnerungsstücken aus der Massenproduktion hin zu seltenen Kunstwerken und Artefakten, von Proben aus der Naturgeschichte hin zu die Pop-Kultur widerspiegelnden Objekten.

Es stellt wahrscheinlich keine Überraschung dar, dass Damien Hirst eifriger Sammler von Tierpräparaten und Howard Hodgkin weniger bekannt für seine bedeutende Sammlung von wahren Kleinoden indischer Miniaturbilder ist. Andy Warhol hat währenddessen Keksdosen aus der Massenproduktion mit besonderer Leidenschaft gehortet.

Als Teenager hat Peter Blake Gegenstände, Gemälde und Bücher von einem Müllplatz gekauft und dies begründete eine lebenslange Leidenschaft fürs Sammeln. Sein Haus und Atelier sind nun mit einer bunten Mischung aus verschiedensten Gegenständen gefüllt, die von Elefanten zu Ladenschildern und Punch- und Judypuppen reicht.

Unknown maker, Montage display of 24 tropical birds Mid-19th century - Courtesy Murderme Collection.

Sugimoto lernte Robert und Lisa Sainsbury kennen, als sie Arbeiten aus Japan in seiner Galerie in New York kauften. Arbeiten, die zur Zeit im Sainsbury Centre for Visual Arts gezeigt werden. Eine Laufbahn als Antiquitätenhändler führte zu persönlichen Anschaffungen und seine faszinierende Sammlung enthält frühe medizinische Abbildungen und Glasaugen.

Weitere einzelne Sammlungen in der Schau sind: afrikanische Kunst und Rüstungen der Samurai im Besitz von Arman; Netsuke aus Japan von Edmund de Waals, der nunmehr für seinen Bestseller The Hare with Amber Eyes weithin bekannt ist; Sol LeWitts japanische Drucke, moderne Fotografien und Partituren; britische Postkarten aus dem 20. Jahrhundert und Erinnerungsstücke zum sowjetischen Weltraumhund von Martin Parr; und mehr als 1.000 Vintageschals und andere Textilien der amerikanischen Designerin Vera Neumann von Pae White.

Besucher der Ausstellungen können ihre eigenen Sammlungen teilen, um eine Ausstellung zu erschaffen, die Teil der Gesamtausstellung wird.

Magnificent Obsessions: The Artist as Collector
Bis 24.01.2016
Sainsbury Centre for Visual Arts

University of East Anglia, Norwich, GB

scva.ac.uk

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