Alexander Calder: Performing Sculpture

Mediadaten 2017

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@ Tate Modern

Alexander Calder, Triple Gong c.1948 - Calder Foundation, New York / Art Resource ©ARS, NY & DACS, London 2015
@ Tate Modern

Calder ist ursprünglich studierter Ingenieur und belegte erst später Malereikurse an der Arts Students League in New York. Er reiste in den 1920er Jahren nach Paris, wo er seine Drahtskulpturen entwickelte und erfand um 1931 das Mobile, wie Marcel Duchamp die mit Motorantrieb betriebenen Objekte von Calder taufte.

1932 begannen sich die von Calder geschaffenen Skulpturen auch ohne Motorantrieb zu bewegen, ein winziger Lufthauch genügte, um sie zu in Schwung zu versetzen. 
Calder zeigte völlig neue Möglichkeiten der Bildhauerei auf, mit parallel stattfindenden avantgardistischen Entwicklungen im Bereich von Tanz und Theater. Für seine Skulpturen nutzte er Elemente von Choreografie und Ton und änderte damit die Prinzipien traditioneller Bildhauerei von Grunde auf. Er schuf klingende und schwingende Mobiles wie Red Gongs 1950, Streetcar 1951 und Triple Gong 1951.

Alexander Calder, Red and Yellow Vane 1934 - Calder Foundation, New York / Art Resource ©ARS, NY and DACS, London 2014

Tate Modern präsentiert die bisher größte Ausstellung von Alexander Calder (1898-1976) in Großbritannien. Alexander Calder: Performing Sculpture bringt ungefähr 100 Arbeiten zusammen, um aufzuzeigen, wie Calder Skulptur als statisches Objekt in eine sich ständig wandelnde, in Echtzeit erlebbare Arbeit verwandelte.

Nach einem Besuch im Atelier von Piet Mondrian 1930, die ihn hinsichtlich des Ansatzes von Umwelt als Kunstform sehr beeindruckte, schuf Calder abstrakte, dreidimensionale, kinetische Formen und befestigte schwebende grell bunte Formen vor den Paneelen oder innerhalb der an der Wand hängenden Rahmen. Red Panel 1936, White Panel 1936 und Snake and the Cross 1936 verdeutlichen das ständige Experimentieren des Künstlers mit Formen im Raum und deren Potential für Bewegung, um neue skulpturale Möglichkeiten auszuloten.

Die Ausstellung verfolgt die Entwicklung seiner besonderen Sprache – von seinen Anfangsjahren, die die künstlerische Bohème des Paris zwischen den Kriegen erlebbar werden lässt, hin zu seinem späteren Leben, dass er zwischen den Städten Roxbury in Connecticut und Saché in Frankreich verbrachte.

Alexander Calder, Antennae with Red and Blue Dots 1953 - Tate ©ARS, NY and DACS, London 2015

Die Ausstellung zeigt ebenfalls figurative Drahtportraits, die Calder von anderen Künstlern geschaffen hat, neben Darstellungen von Figuren aus Zirkus, Kabarett und anderen Veranstaltungen, die die Massen anzogen.

In der Ausstellung ist eine Auswahl seiner bedeutendsten motorisierten Mobiles zu sehen. Black Frame 1934 und A Universe 1934 zeigen die Art und Weise auf, mit der sich Calder seine Ausbildung als Ingenieur zunutze machte und verdeutlichen seine Begeisterung über die Dynamik des Weltalls.

Die Ausstellung schließt mit Calders Riesen-Mobile Black Widow c.1948, das zum ersten Mal überhaupt außerhalb von Brasilien gezeigt wird. Sie macht uns bewusst, wie seine Bewegte Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg globale Bedeutung erlangte und als visuelle Metapher für eine neue und freie soziale Ordnung diente.

Die Premiere von Earle Browns Calder Piece in GB, dieses wurde während der 1960er Jahre komponiert und ist ausschließlich bei Alexander Calders Chef d’orchestre aufzuführen.
Courtesy of Tate ©Tate London

Alexander Calder: Performing Sculpture
Kurators: Achim Borchardt-Hume, Ausstellungsdirektor; Ann Coxon, Curator; und Vassilis Oikonomopoulos, kuratorischer Assistent.
Bis 3.04.2016

Tate Modern
London, GB

www.tate.org.uk
@Tate #Calder



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