CERAMIX

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Erste internationale Ausstellung moderner und zeitgenössischer Keramik

Futamura Yoshimi, Vasque, 2014
Erste internationale Ausstellung moderner und zeitgenössischer Keramik

Die Verwendung von Keramik als skulpturalem Medium hat erst im 21. Jahrhundert so richtig begonnen, aber hat unauslöschliche Spuren in der Kunstwelt hinterlassen. Wie lässt sich diese Wiederbelebung erklären? Wo und wann gewann Keramik in den Arbeiten von Malern und Bildhauern an Bedeutung? Aus welchen Stilen, Bewegungen, Ländern und Produktionszentren ging diese Kunstform hervor?

All diese Fragen stellen die Grundlage von CERAMIX dar, bei der mehr als 250 Höhepunkte der Keramikkunst aus internationalen Museen und privaten Sammlungen präsentiert werden. Es ist die erste Ausstellung mit Schwerpunkt auf der Beziehung zwischen Kunst und Keramik von den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis heute.

Edmund de Waal, the first day and the first hour, 2013 - courtesy of the artist & Gagosian Gallery - photo Mike Bruce

Es war zu Beginn des 20. Jahrhunderts, zu einer Zeit, in der der Begriff der Moderne entwickelt wurde, dass gewisse Künstler – moderne Meister wie Auguste Rodin und Paul Gauguin – mit Keramik auf vollkommenen neue Art und Weise umgingen und damit die Bildhauerei revolutionierten. Die Freiheit der Gesten des Bildhauers und die der Bewegung des Körpers des Modells und die durch die Glasur hervorgerufene Explosion der Farben waren künstlerische Neuheiten, die auch das Aufkommen neuer Inhalte zur Folge hatten. Wie von Gauguin, dem ersten Theoretiker zum Thema Keramikkunst, auf den Punkt gebracht: ‘Ich suche nach dem jedem Material innewohnenden einzigartigen Charakter. Der Charakter der Steinware ist ein Gefühl von großer Hitze’.

Die Beliebtheit dieses Material im zwanzigsten Jahrhundert lässt sich anhand der Rolle aufzeigen, die es in fast allen Avantgardebewegungen gespielt hat und anhand seiner Bedeutung für einige der größten Künstler dieser Zeit. Neben Keramik, die von Malern geschaffen wurde, übertrugen die Fauves in Frankreich ihre revolutionäre Verwendung von Farben auf Vasen und Teller. In Italien wurden Alltagsgegenstände von den Futuristen neu interpretiert und Joan Mirós Keramik öffnete ein neues, wenig bekanntes Kapitel des Surrealismus.

Setsuko Nagasawa Ombre, 2012 - courtesy of the artist

Handabdrücke in Ton waren die ersten skulpturalen Formen. Das Feuer trennte den Menschen von den Tieren. Ton, dem Feuer ausgesetzt – die Definition von Keramik – greift auf uranfängliche Gesten und Konzepte zurück, die heutige Künstler interessant finden. Die Faszination liegt in der Unverfälschtheit von Ton, insbesondere seine Vertrautheit mit dem Körper, aber auch seine Fähigkeit im Raum eine einfach, haltbare Form zu reproduzieren, die es möglich macht, die Landschaft einzunehmen.

Einfach Gesten und Formen auf der einen Seite, Serien und Installationen auf der anderen Seite, platzieren Keramik an den Schnittpunkt einer historischen Definition von Skulptur und der heutigen Ausweitung von Installation; zwischen Landart und konzeptioneller oder prozessualer Kunst und zwischen Minimalismus und Performance.

Fundstücke (Objets trouvés) entweder als Einzelstücke oder in Serie gefertigt, ermöglichen Formen und Bedeutungen, die die Kunstwelt und wenn man noch weiter denkt auch die Symbolik gewisser Gegenstände hinterfragt.

Jessica Harrison Painted Lady 5, 2014 - Collection Emmanuel Moyn

Die Anordnung der von Camille Morineau und Lucia Pesapane kuratierten Ausstellung ist sowohl chronologisch als auch thematisch. So ist beispielsweise in einem Raum eine chronologische Übersicht der Verwendung von Keramik in der Kunstgeschichte von Europa, den USA und Japan zu sehen.

Andere Räume konzentrieren sich auf unterschiedliche Themen, wie die Ursprünge keramischer Skulpturen mit Arbeiten von Künstlern wie Rodin und Gauguin, der Otis Gruppe aus Kalifornien, mit Künstlern wie Ken Price und John Mason, und Falling vases, breaking plates, mit Arbeiten von Picasso, Ai Weiwei, Anne Wenzel und Edmund de Waal.

Schließlich gibt es eine Reihe an Räumen mit Einzelwerken, die in enger Zusammenarbeit mit den Künstlern Katinka Bock, Johan Creten, Eduardo Chillida & Antoni Tàpies, Leiko Ikemura, Klara Kristalova, Luigi Ontani, Elsa Sahal und Thomas Schütte geschaffen wurden.

CERAMIX

La Maison Rouge

Bis 05.06.2016
Paris - Frankreich
www.lamaisonrouge.org

Cité de la céramique

Bis 12.06.16
Sévres - Frankreich
www.sevresciteceramique.fr






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