Christian Herdeg

Mediadaten 2017

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“Aggregate states of light”

Christian Herdeg, Flow - Courtesy the artist
“Aggregate states of light”

Die Verhältnisse zwischen Licht, Farbe, Oberfläche, Volumen und Raum sind zentral er Bestandteil von Christian Herdegs künstlerischen Untersuchungen. !969 war er bereits ein erfahrener Fotograf, Lichttechniker und Kameramann, der wusste, wie die physikalischen Eigenschaften des Lichts auf kreative Weise eingesetzt werden können. Es war jenes Jahr nach einem Neon-Glasbläser-Workshop, als er sich dazu entschlossen hatte, Künstler zu werden. Ermutigt durch den freien Umgang mit nicht-künstlerischen Materialien und vor allem durch die frühen Arbeiten von Stephen Antonakos und Dan Flavin inspiriert, entwickelte Christian Herdeg (Schweiz, 1942) eine andere Art des Umgangs mit dem Medium Licht.

Das Museum Haus Konstruktiv präsentiert nun eine retrospektive Einzelausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler realisiert wird und wichtige Meilensteine seines Oevres vom Anfang bis heute beinhaltet.

Christian Herdeg, Museum Haus Konstruktiv, 2016 - photo Stefan Altenburger

Von 1968 bis 1971 lebte er in Kanada, bereiste den amerikanischen Kontinent und folgte aufmerksam den zeitgenössischen künstlerischen Strömungen. Dadurch stieß er auf Werke der Pop Art, und entdeckte aktuelle Stücke der West Coast Minimalisten, Hard-Edge Künstler und Post-Minimalisten. Nach ersten Erfolgen in Kanada kam er 1971 wieder zurück nach Zürich und machte sich schnell einen Namen als Pionier der Schweizer Lichtkunst.  Er hat seit jeher die “Aggregatzustände des Lichts” in Skulpturen und Wandarbeiten, die in erster Linie aus Neonröhren hergestellt sind, erforscht.

Zunächst hatte er das Medium Licht auf eine narrative Art unter Inanspruchnahme der Pop Art eingesetzt. Später kam die Interaktion zwischen Neonröhren, geometrischen Formen und verschiedenen Materialien zum Ausdruck. Von da an war  das einzig narrative Element in den Titeln der Werke zu finden.

Christian Herdeg, Museum Haus Konstruktiv 2016 - photo Stefan Altenburger

Während der 1970er Jahre fokussierten sich seine Untersuchungen gänzlich auf die farbliche Strahlung und Farbkombinationen des Lichts. Um sein subtil nuanciertes Spektrum farbigen Lichts zu erreichen, erweiterte er seine Palette konventioneller Standard-Neonröhren um 300 Farbnuancen. Gemeinsam mit Chemikern der Leuchtstoffwerke Heidelberg entwickelte er Pigmente, die es ermöglichten, die Farbigkeit von inaktiven Gasen in verschiedenen Abstufungen zu modulieren.

Seit 1982 hat Herdeg seine Erfahrung mit dem Medium in seine großformatigen Projekte für Kunst am Bau und Kunst im öffentlichen Raum mit eingebracht. Diese Interventionen, die präzise auf die Architektur bezogen zugeschnitten sind, haben im In- und Ausland einen signifikanten Teil zu seinem Ansehen als Lichtkünstler beigetragen.

Christian Herdeg, Museum Haus Konstruktiv, 2016 - photo Stefan Altenburger

Die Ausstellung wird von einer um fassenden Monografie begleitet, erschienen im Wienand Verlag, Köln. Sie beinhaltet Artikel von Deborah Keller, Daniel Morgenthaler und Yvonne Ziegler sowie ein Gespräch zwischen Sabine Schaschl und Christian Herdeg.Christian Herdeg – Lyrical MinimalismKuratorin: Sabine SchaschlBis 15.01.2017

Museum Haus Konstruktiv
Zürich, Schweiz
www.hauskonstruktiv.ch

Video mit freundlicher Genehmigung des Museum Haus Konstruktiv Zürich.

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