Cristina Iglesias

Mediadaten 2017

Download PDF

Newsletter abonnieren

sculpture network veröffentlicht monatlich einen Newsletter auf deutsch und englisch.
Er informiert zu laufenden Veranstaltungen und Ausstellungen zur zeitgenössischen Skulptur in Europa und zu den Veranstaltungsreihen von sculpture network.

Newsletter abonnieren

Sollten Sie eine Auflage verpasst haben können Sie hier nachlesen.

Sinneserfahrungen durch anregende Hybridkonstruktionen

Cristina Iglesias, Chambre végétale Inhotim, 2010-2012, Belo Horizonte, Brasil - photo Pedro Motta @ADAGP, Paris
Sinneserfahrungen durch anregende Hybridkonstruktionen

Wie in einem hybriden Universum, wo Schmerz eingedämmt ist und Sinnlichkeit in jeder Form an die Oberfläche drängt, besteht Cristina Iglesias' Welt aus Andeutungen und Geheimnissen.

Treibende Kraft ihrer Installationen sind die Faszination, die sie auf uns ausüben und die Rätsel, die sie uns aufgeben. Das scheinbare Ziel ist eine Art sinnliche und ängstliche Einladung an alle Sinne, eine Einladung an eine dazwischenliegende Wirklichkeit, gleichzeitig konkret und erträumt, körperlich und intellektuell, rein und widernatürlich.

Cristina Iglesias' Arbeit basiert auf kraftvollen architektonischen Formen, die uns einladen, spezifische Sinneserfahrungen zu genießen.

Cristina Iglesias, Puit I (variation 2), 2011 @ADAGP, Paris

Der wichtigste Aspekt ihrer Arbeiten ist das Thema Raum. Räume, mit denen wir konfrontiert werden, auf die wir treffen, in die wir eindringen.  Sie können Natur und Architektur gleichermaßen heraufbeschwören, beide verwischen in Mischkonstruktionen, die aus verschiedensten Materialien bestehen, von Bronze zu Alabaster, Beton und Glas. Es handelt sich um ein mehrdeutiges Werk, in dem sich Paradoxes mit Täuschungen vermischt. So steht es für eine schwindelerregende Auseinandersetzung mit einer parallelen, traumartigen Welt, in der die Realität die Fantasie nie aus den Augen verliert und wo die Wahrheit zweifältig ist: klar und obskur, sanft und grausam.

Cristina Iglesias, Sans titre (Mur XVIII), 1992 - photo Sergio Arajo @ADAGP, Paris

Für das Musée de Grenoble hat Cristina Iglesias (Spanien, 1956) einen Rundgang entworfen, der auf in den letzten fünfzehn Jahren entstandenen Arbeiten beruht. Mit ihnen wird es uns möglich, die Herausforderungen ihres Werkes zu verstehen und wir können uns mit der von ihm ausgehenden Poesie vertraut machen.

Als Einleitung sind verschiedene Räume den unterschiedlichen Materialien gewidmet, Papierarbeiten, Modelle und Siebdrucke auf Stahl, die die verschiedenen Arbeitsmethoden der Künstlerin aufzeigen. Außerdem gibt es einige monumentale Projekte, einige bereits fertiggestellt, andere noch nicht.

Cristina Iglesias, Demeures sous-marines, 2009 @ADAGP, Paris

Die Ausstellung wird mit großformatigen Arbeiten fortgesetzt, die den Besucher ins Innerste von Iglesias' Welt führen. Unsere Sinne des Sehens, Berührens, Riechens und Hörens werden gefordert, um diese wie architektonisch wirkenden Skulpturen im wahrsten Sinne des Wortes zu erleben.

Besonders bei Passage suspendu [Hängende Passage] ist dies zu festzustellen - eine Passage aus gewebten Strohmatten, unter denen die Besucher entlang schlendern und die das Licht in Tausende Splitter brechen.

Ein Stück weiter eröffnet sich vor uns ein Raum mit Pflanzen, ein Labyrinth mit Wänden aus einem Netz an Ästen und Blättern, die wie ein versteinerter Wald aus Bronze wirken, dunkel und verwirrend. Noch ein Stück weiter erstrecken sich eine Reihe „Jalousien“, gleichzeitig Trennwände und Windschutz aus Holz und Metall, über einen riesigen Raum und teilen diesen in viele, kleine Zwischenräume bildende Zellen. Sie sind sowohl geschlossen und offen, geräuschlos und man hört ein Rascheln an Worten...

Cristina IGLESIAS
Bis  31.07.2016

Musée de Grenoble

Grenoble, Frankreich

www.museedegrenoble.fr

cristinaiglesias.com

Nur für Mitglieder

Dieser Bereich ist nur für eingeloggte Mitglieder zugänglich.

Noch kein Mitglied? Hier erfahren Sie mehr.