Florian Roithmayr

Mediadaten 2017

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Materialien im Fluss

Florian Roithmayr, loose tension, 2015. Courtesy of the artist and MOT international
Materialien im Fluss

Florian Roithmayr (Deutschland, 1976) zeigt eine neue Auswahl skulpturaler Arbeiten, die die Veränderung und Übertragung des Materials im Schaffensprozess beobachten. Durch das Einfangen unvorhersehbaren Gesten, die in den Spalten zwischen Form und Abdruck auftreten, verkörpern die Skulpturen die Folgen einer Oberfläche, Material oder Körper, die sie erst haben entstehen lassen. Die Zusammenstellung der Ausstellung ändert sich täglich je nach Laune des Personals, wenn Roithmayr gewisse Parameter festlegt, bevor er die Kontrolle über die Arbeiten abgibt. with, and, or, without ist Roithmayrs neuste Einzelausstellung und seine erste in einer Londoner Galerie.

Florian Roithmayr, Envelope, Crusted, 2014. Courtesy of the artist and MOT International

Wie Pavel Pyś erklärt, “Roithmayrs Arbeit zu sehen, erinnert einen daran, dass Skulptur, obwohl solide und gewichtig, weder starr noch vollendet, aber immer Teil von dauernden Veränderungen und Bewegungen ist, manche zufällig, andere absichtlich. Die Abgrenzung von Form, Abguss und Objekt als in der Zeit voneinander gelöste Elemente in Frage stellend, werden prozessspezifische Trennungen wieder aufgehoben.

Umstände erzeugend, die es seinen Arbeiten ermöglichen, Gestalt anzunehmen, gewährt er dann dem Material und den Skulpturen die Herrschaft über sich selbst. Flüssigbeton steht in einer Art Wettstreit mit Bauschaum, beim gleichzeitigen Festwerden, während umherziehende Gussobjekte als Syntax der Installation agieren und den Raum zwischen den Arbeiten aktivieren und neu anordnen: sie kuscheln sich an die Skulpturen, drängeln, verstören oder ziehen sich zurück. Abgehängt, gestapelt oder aufeinander ruhend, sorgfältig ausbalancierte Spannung und Druck halten die Skulpturen in Form, die Aufmerksamkeit auf den ständigen Fluss der von Roithmayr verwendeten Materialien lenkend.

Florian Roithmayr, Endstart, 2015. Courtesy of the artist and MOT International

Ausgehend von Anatomie als einem Prozess des Hineinschneidens und Auseinandernehmens, wird Schicht für Schicht abgetragen, um weitere Schichten in einer ständig unbefriedigten Neugierde gegenüber dem Unbekannten freizulegen. Errichtet auf heuristischer Entdeckung und spekulativen Konsequenzen, handeln die Skulpturen nicht als diskrete Objekte sondern als Darstellung einer Ansammlung von Forschung, Prozess und Produktion.

Interessiert an der Arbeit, die durch die Vollendung unsichtbar wird, hat Roithmayr intensive Praktika bei Ingenieuren, wie Oberflächenveredlern in der Automobilindustrie oder Betonveredlern absolviert, denn sie verändern das Material, um über deren physische Erwartungen hinaus zu gehen. Von der akribischen Aufmerksamkeit zum Detail innerhalb dieser Prozesse lernend, ist with, and, or, without fest in die Mikroprozesse von Roithmayrs eigener Atelierpraxis als Hersteller verankert.

Florian Roithmayr
with, and, or, without
Bis 06.03.2016

Camden Arts Centre

London, GB

#florianroithmayr

www.camdenartscentre.org

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