Glasgow International 2016

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Mehr als 220 Künstlern aus 33 Ländern nehmen an dem schottischen Festival teil

Monika Sosnowska, Balustrade, 2015 - courtesy the artist & The Modern Institute Toby Webster Limited - photo Filipe Braga
Mehr als 220 Künstlern aus 33 Ländern nehmen an dem schottischen Festival teil

Glasgow verfügt über ein bedeutendes industrielles Erbe in den Bereichen Schiffbau, Metallverarbeitung und Textilwaren und aufgrund seiner Rolle als wichtiger Handelshafen.  Viele der Galerien und Museen in Glasgow sind heute in Räumen zu Hause, die aus leerstehenden Industriegebäuden entstanden sind. Während des 18-tägigen Festivals zeigt Glasgow International 2016 ein anspruchsvolles Programm mit neuen und standortspezifischen Arbeiten, an neuen Veranstaltungsorten, mit Ausstellungen und Veranstaltungen an über 75 verschiedenen Orten in ganz Glasgow.

Das diesjährige Programm, kuratiert von Sarah McCrory, erkundet das industrielle Erbe der Stadt und die Beziehung der Künstler zu Herstellung, Produktion und Handwerkskunst. Das Hauptaugenmerk des Programmes liegt auf einen breiten Palette an Themen darunter feministische Praxis, industrielles Erbe und was es als Künstler heute bedeutet, kreativ tätig zu sein.

Alexandra Bircken Crossings, 2009 - courtesy Herald Street Gallery

Neben den zahlreichen Veranstaltungen, darunter Ausstellungen, Events, Diskussionen, Performances und Projekte von internationalen und Glasgower Künstlern, zeigt das Festival eine Gruppenausstellung von fünf Künstlern Lawrence Lek, Sheila Hicks, Alexandra Bircken, Mika Rottenberg und Amie Siegel im Tramway.  Die von Martin Boyce mitgestaltete Ausstellung konzentriert sich auf die Vorstellungen von Produktion, Herstellung, materieller Kultur, Design, Geschichte und Arbeit.

Alexandra Birckens Arbeit beschäftigt sich sowohl konzeptionell als auch wortwörtlich mit der Geschichte des Raumes im Tramway und der Machtlosigkeit stillgelegter Linien. Mittels Architekturmodellen und Virtual-Reality-Videos stellt Laurence Lek die fiktive letzte Reise der QE2 (Queen Elisabeth II.) bei ihrer Rückkehr nach Glasgow dar, wo sie inmitten der sozialen und industriellen Umbrüche in den 1960er Jahren entwickelt und gebaut wurde. Die amerikanische Textilkünstlerin Sheila Hicks zeigt eine vertikale Installation aus weichen, skulptural anmutenden straff umeinander gewickelten Fäden, die Farben und Beschaffenheit gegenüberstellen und somit kollidieren die handgefertigten Textilarbeiten mit den Industriestahlgerüsten des Gebäudes. Dadurch gelingt es ihr, eine monumentale Präsenz innerhalb des Raumes zu kreieren.

Tessa Lynch, Raising Generation 25, 2014 - Jupiter Artland - courtesy of the artist

Glasgow International 2016 zeigt ebenfalls eine Reihe an Einzelausstellungen wie beispielsweise Who’s Exploiting Who In The Deep Sea, in der eine Reihe von Arbeiten der Künstlerin Cosima von Bonin vereinigt werden, mit der ihre Liebe zu den Meeresbewohnern näher erkundet wird.  Indem sie Humor und Melancholie miteinander verweben, haben diese Arbeiten eine zweideutige Rolle. Sie dringen tiefer in die Bereiche Kunstgeschichte, Volkskultur, Handwerkskunst und Feminismus ein. The Painter’s Table, so lautet der Titel von Tessa Lynchs als architektonisches Drama beschriebene Ausstellung. Dabei handelt es sich um eine Sammlung neuer skulpturaler Arbeiten, die Gegenstände, Szenarien und beim täglichen Pendeln aufgeschnappte Geschichten nachahmen. Aaron Angell stellt neue skulpturale Arbeiten aus, Arbeiten aus Eisen, Zusammenstellungen von Möbeln aus dem 16. Jahrhundert, sowie eine Reihe von neuen Skulpturen aus Keramik inmitten der Pflanzen der Sammlung National Begonia.

Als Entgegnung auf Archivmaterial zur Ausstellung Industrial Power von 1951 beschäftigt sich Claire Barclays Installation mit vergangenen und aktuellen Haltungen bezüglich unseres industriellen Erbes und dessen Einfluss auf die Kultur. Die kanadische Künstlerin Tamara Henderson präsentiert zwei Großskulpturen, die Totems zum Wechsel der Jahreszeiten, heidnische Götter und Göttinnen darstellen.

Claire Barclay, Shifting Ground, 2008 - Camden Arts Centre - courtesy Stephen Friedman Gallery

Das Modern Institute präsentiert die Ausstellung von Monika Sosnowska, die polnische Künstlerin, die anspruchsvolle architektonische Strukturen schafft, die Antworten auf die soziale, politische und psycholgogische Nutzung von Raum suchen.

H
old Fast, Stand Sure, I scream a revolution ist eine Ausstellung neuer skulpturaler Klangarbeiten von Serena Korda. Inspiriert von der politisch radikalen Geschichte von Garnethill, setzt sie ihre Untersuchung zu "dünnen Orten" fort, Anomalien in der Landschaft, die in der vorrömischen Zeit als Tor ins Jenseits angesehen wurden. Der venezulansiche Künstler Sol Calero, baut eine all umfassende Installation innerhalb des Galerieraumes und lässt sich von tropischen Gärten inspirieren.

Cosima von Bonin, Missi Misdemeanour (detail), 2010 - courtesy the artists & Galerie Neue - photo Bob Goedewaagen at Witte de With

Für das Programm von Glasgow 2016 werden viele ungewöhnliche Orte in der ganzen Stadt genutzt, wie beispielsweise die stillgelegten Govanhill Baths, wo Josée Aubin Ouellett seine sanften skulpturalen Arbeiten präsentiert.

Glasgow Sculpture Studios zeigt eine Gemeinschaftsausstellung der russisch-stämmigen in New York lebenden Künstlerin Alisa Baremboym und der kanadischen Künstlerin Liz Magor. Diese Ausstellung erforscht die Zerbrechlichkeit des menschlichen Körpers, die Verbindungen zwischen Gegenstand und Bild und die Wechselwirkungen zwischen Organischem und Anorganischem, die geläufige Themen beider Künstlerinnen sind.

Dies ist nur eine Zusammenfassung der vielen Ausstellungen. Es gibt noch viel mehr zu sehen, einschließlich einer Reihe von Performances. Schauen Sie einfach in das gesamte Programm.

Glasgow International 2016
8.04 – 25.04.2016
Glasgow, Schottland, GB

glasgowinternational.org

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