Leonor Antunes

Mediadaten 2017

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Kreuzung von traditionellen Techniken und Modernismus

Leonor Antunes, Anni # 18, 2015 (detail) - CAPC musée d'art contemporain de Bordeaux - photo F. Deval, Mairie de Bordeaux
Kreuzung von traditionellen Techniken und Modernismus

Mathematik, Maße, Maßstäbe und die Schönheit bestimmter Proportionen befeuern Leonor Antunes künstlerische Praxis. Ihre Arbeiten treten in einen Dialog mit den von ihnen in Besitz genommenen Räumen, ob durch die Art wie sie die sie umgebende Architektur zurückwerfen oder durch die von ihr bei der Entwicklung jeder neuen Installation als Werkzeug verwendeten Proportionen.

Antunes (Lissabon, 1972) ist, was die Eleganz der Handarbeit angeht, besonders achtsam, dies beginnt mit der ihres Heimatlandes Portugal und unter den von ihr verwendeten Materialien sind Kork, Leder, Messing und Taue zu finden. Sie versteht ihre Arbeit als Kreuzung traditioneller Techniken mit dem kulturellen Erbe des Modernismus. Dabei stellt sie oft Bezüge zu diesem Erbe und seinen besonderen geometrischen Mustern und auch zu von Architekten und Designern Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten Formen und Strukturen her.

Leonor Antunes, Anni # 18, 2015 (detail) - CAPC musée d'art contemporain de Bordeaux - photo F. Deval, Mairie de Bordeaux

María Inés Rodríguez, Direktorin des Museums CAPC und Kuratorin dieser Ausstellung hat Leonor Antunes mit der Schaffung einer Reihe von skulpturalen Installationen beauftragt, die in der kirchenschiffartigen Haupthalle des Museum gezeigt werden sollen. Damit soll dieser wunderbare Raum stärker ins Rampenlicht gerückt werden.

Die Haupthalle des CAPC in Bordeaux ist der sinnbildliche Raum des altehrwürdigen Gebäudes  Es wurde als Veranstaltungsort für denkwürdige Ausstellungen genutzt, die uns durch die Geschichte der zeitgenössischen Kunst begleitet haben. Wie Antunes selbst sagt, sie wünscht sich „den Raum des Museums zu verschieben, von einer beeindruckenden Dimension hin zu einer menschlicheren Größe, und damit dem Besucher zu erlauben, dank einer engeren Beziehung mit den Arbeiten selbst Teil ihrer Installation zu werden“

Antunes überzieht die 1.500 Quadratmeter Bodens der Halle mit einem Belag aus Kork und Messing und über die gesamte Breite dieses monumentalen Raumes schwebt eine hängende Skulptur, die aus derselben Mischung gefertigt wurde. Beide Arbeiten wurden von den Stoffdesigns von Anni Albers inspiriert. Andere ausgestellte Stücke beschwören die architektonischen Arbeiten von Lina Bo Bardi herauf.

Leonor Antunes, -from left to right- Discrepancies with Lina, 2015, Screens, 2015, Lamps, 2015 - CAPC musée d'art contemporain de Bordeaux - photo F. Deval, Mairie de Bordeaux

Nach ihren Ausstellungen im Perez Art Museum in Miami 2014 und im New Museum in New York, letzten Sommer, wird die in Berlin lebende Künstlerin ihr Werk bis zum 17. April 2016 in Bordeaux zeigen.

Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen zählen auch die in der Kunsthalle Basel (2013), im  Musée  d’Art  Moderne  de  la  Ville  de  Paris  (2013),  und im Kunstverein  Hamburger  Bahnhof, (2012). Sie hat ebenfalls an der 12. Sharjah Biennale, Vereinigte Arabische Emirate, (2015) und der 8. Berliner Biennale (2014) teilgenommen und wurde kürzlich an Orten wie dem Bronx Museum of the Arts, New York (2014), der Kunsthalle Wien, Wien (2014), CNEAI, Chatou, Frankreich (2013), und im MIT List Visual Arts Center, Cambridge (2012) ausgestellt.

Einzelausstellungen von Antunes werden in der Tensta konsthall, Stockholm (2016), San Francisco Museum of Modern Art (2016), und dem Museo Tamayo, Mexico City (2017) zu sehen sein.

LEONOR ANTUNES
T
he pliable plane (Die biegsame Ebene)
Bis 17.04.2016
Kuratorin: María Inés Rodríguez

C
APC musée d'art contemporain
Bordeaux, Frankreich

www.capc-bordeaux.fr

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