Nottingham Contemporary

Mediadaten 2017

Download PDF

Newsletter abonnieren

sculpture network veröffentlicht monatlich einen Newsletter auf deutsch und englisch.
Er informiert zu laufenden Veranstaltungen und Ausstellungen zur zeitgenössischen Skulptur in Europa und zu den Veranstaltungsreihen von sculpture network.

Newsletter abonnieren

Sollten Sie eine Auflage verpasst haben können Sie hier nachlesen.

Lebensformen

Marguerite Humeau, FOXP2 - Courtesy of the artist - photo Spassky Fischer
Lebensformen

Nottingham Contemporary präsentiert diesen Herbst zwei Einzelausstellungen, der in London lebenden französischen Künstlerin Marguerite Humeau und der in Antwerpen lebenden nigerianischen Künstlerin Otobong Nkanga. Beide Ausstellungen beschäftigen sich mit unterschiedlichen Lebensformen - von Pflanzen und Elefanten bis hin zu einem „himmlischen Chor” von 108 Milliarden Stimmen.Marguerite Humeau hat sich selbst als „Indiana Jones des Google-Zeitalters” beschrieben.

Irgendwo zwischen Forschung und spekulativer Fiktion schwebend, hat Humeau das konstruiert, was sie als „biologischen Showroom” bezeichnet. Sie erzählt Geschichten über die Ursprünge von Leben und Sprache, die Entwicklung des Bewusstseins und unserer möglichen Zukunft.

Prototypen von Elefanten sind über Gespräche mit Wissenschaftlern und anderen Spezialisten entstanden. So wie sie zum Leben erweckt wurden, zeigen sie verschiedene Empfindungsgrade, selbst während sie mit einem Trauerritual beschäftigt sind. Es wird eine kühne Neufassung des Moments geben, als eine Mutation eines FOXP2-Gens - der Titel der Ausstellung - zu einem strukturellen Wandel im menschlichen Kehlkopf führte, der es unseren Vorfahren erlaubte, Sprache zu entwickeln.

Otobong Nkanga, Wetin you go do?, 2015, Biennale de Lyon 2015 - photo Blaise Adilon

Otobong Nkanga untersucht das Land und den Wert von natürlichen Ressourcen durch ihre eindringlichen Installationen, die Zeichnungen, Wandteppiche und Skulpturen beinhalten. Die Aktivitäten ihres Schaffens und ihre Performances verknüpfen die verschiedenen Medien, der Fotographie, Malerei, Skulptur, Installation und des Videos. All diese unterschiedlichen Arbeiten sind thematisch durch Architektur und Landschaft miteinander verknüpft.

In Nkangas Ausstellung, The Encounter That Took a Part of Me, werden zwei ortsspezifische Installationen präsentiert. Ein neues Auftragswerk erforscht die Archäologie der Objekte durch eine Konstellation zerlegter Displays, einer großformatigen Wandzeichnung sowie eines zweiteiligen Wandteppichs.

Nkanga erschafft auch eine neue Version ihrer Arbeit Taste of a Stone, die den Gebrauch und das Gefühl eines Steins untersucht, seine physische und metaphorische Bedeutung sowie unsere Beziehung zu ihm, während er sich ebenso auf die Kunst des Geschichtenerzählens bezieht.

Marguerite Humeau, FOXP2 - Courtesy of the artist - photo Spassky Fischer

Indem sie die natürliche Welt in die Galerie bringt, wird die Künstlerin eine Landschaft aus Geröll, Kieseln, Bäumen und anderen Pflanzen erschaffen. Dadurch entsteht eine Landschafft zur Kontemplation und Meditation. Sie wird von einheimischen Geschichtenerzählern, Musikern und Tänzern sowie von Besuchern bewohnt. Jeder ist dazu eingeladen, Emotionen, Erinnerungen oder Stimmungen auszutauschen.

Marguerite Humeaus Projekt, FOXP2, wurde vom Palais de Tokyo konzipiert, wo es im Juni 2016 eröffnet wurde. Die Ausstellung, die bei Nottingham Contemporary präsentiert wird, ist eine Zusammenarbeit von Nottingham Contemporary und dem Palais de Tokyo. Sie wurde von Fluxus, Devoteam und Tai Ping unterstützt.

Otobong Nkanga's Ausstellung ist von Nottingham Contemporary und Kunsthal Aarhus koproduziert worden. 

Marguerite Humeau
FOXP2
Bis 15.01.2017

Otobong Nkanga
The Encounter That Took a Part of Me
Bis 15.01.2017

Nottingham Contemporary
Nottingham, UK

www.nottinghamcontemporary.org

Nur für Mitglieder

Dieser Bereich ist nur für eingeloggte Mitglieder zugänglich.

Noch kein Mitglied? Hier erfahren Sie mehr.