sculpture network XIV. Internationales Forum 2016: Programmvorschau 2

Mediadaten 2017

Download PDF

Newsletter abonnieren

sculpture network veröffentlicht monatlich einen Newsletter auf deutsch und englisch.
Er informiert zu laufenden Veranstaltungen und Ausstellungen zur zeitgenössischen Skulptur in Europa und zu den Veranstaltungsreihen von sculpture network.

Newsletter abonnieren

Sollten Sie eine Auflage verpasst haben können Sie hier nachlesen.

Meine Wanderung durch die EcoArt.
Von Clive Adams

Peter Randall Page, Granite Song, 1991 - photo Chris Chapman
Meine Wanderung durch die EcoArt.

Jedes Mal, wenn Zivilisationen negativen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, entstehen neue Ausdrucksformen, die helfen ein neues Verständnis über unseren Platz in der Natur zu entwickeln. Nie traf dies mehr zu als in den 1960er Jahren. Für eine Reihe von Künstlern, die Landschaften malten oder Metallskulpturen bauten, erschien dies plötzlich mit einem neuen Gefühl der Verletzlichkeit der Erde unvereinbar.

Nehmen wir das Beispiel von Richard Long, einen Künstler, den ich erstmals in 'Artists Over Land' am Arnolfini/Bristol ausgestellt habe. Wie einige seiner Kommilitonen am St. Martin's Ende der 1960er Jahre, reagierte Long auf den von Anthony Caro, seinem Mentor, propagierten Skulpturbegriff der Metallassemblagen. 'A Line by Walking', eine Studentenarbeit, enthält Elemente von Ritual, Landschaft und Vergänglichkeit in einem einzigen Foto. Seinen Durchbruch erreichte er mit der Idee der Schaffung einer neuen Kunstform Wanderungen als Kunst, einem starken Konzept, das dennoch mit einer gewissen Leichtigkeit behaftet ist.

David Nash, Wood Quarry - CCANW Haldon Forest, 2011 - photo Chris Lewis

Als Direktor der Mostyn Art Gallery habe ich von 1979 an verschiedene Ausstellungen einer neuen Generation britischer Künstler organisiert, deren Arbeiten sich mit der Natur auseinandersetzten. Besonders hervorzuheben ist dabei David Nash. Durch David habe ich Andy Goldsworthy kennengelernt und habe diesen bei der Entwicklung seiner Karriere, die damals noch in ihren Anfängen war, unterstützt. Dies war möglich geworden, da ich Mitte der 1980er Jahre selbst gerade begonnen hatte, eine private Galerie in London zu leiten. Ich habe während der 1990er Jahre als unabhängiger Kurator und Kunsthändler gearbeitet und zu dieser Zeit die Laufbahn des Bildhauers Peter Randall-Page gefördert. 

Um die Jahrtausendwende herum, nahm die Sorge in der Welt bezüglich Umweltproblemen, insbesondere des Klimawechsels zu. Meine Frau Jill und ich waren überzeugt, dass die Gründung des Centre for Contemporary Art and the Natural World notwendig geworden war, in dem Glauben, dass Kunst sich in einer Weise mit dem Umweltbewusstsein auseinandersetzen konnte, die Wissenschaft und konventionellen Befürwortern versagt blieb.

Susanna Bauer, Leaf Works - CCANW, University of Exeter, 2016

Das Zentrum nahm ab 2006 seinen Betrieb in einem Gebäude im Haldon Forest in der Nähe von Exeter auf. Der Arts Council unterstützte das Zentrum von Beginn an und es zog um die 40.000 Besucher jedes Jahr an. Sein Ausstellungsprogramm und Aktionen reichten von der Förderung der Nutzung einheimischer Hölzer in der Architektur hin zu Ökomode und es wurden verschiedene akademische Partnerschaften etabliert.

2013 zog es in die University of Exeter und richtete seine Strategie dahingehend neu aus, dass die Ausstellungen und Aktionen im Rahmen der Partnerschaften durchgeführt wurden. Mit 'Soil Culture'(Bodenkultur) wurde ein Dreijahresprogramm von Forschung, Künstlerresidenzen und Wanderausstellungen entwiclelt, das sich auf die Bedeutung des Bodens konzentrierte. Die neun Residenzen führten zu 655 Bewerbungen aus 39 Ländern, während die Ausstellung 'Deep Roots' Arbeiten von sechs bedeutenden internationalen Künstlern zeigte.

Dieses Jahr hat sich das CCANW wieder in Bewegung gesetzt und ist in die Dartington Hall in Devon gezogen, wo das Schumacher College mit einem neuen Studiengang für Kunst und Ökologie im September 2017 beginnen wird. Die Gruppe Research in Art, Nature and Environment (Forschung zu Kunst, Natur und Umwelt) der Falmouth University arbeitet seit kurzem mit dem Centre zusammen und schafft somit eine wichtige neue Anlaufstelle für Kunst und Ökologie in England.

Clive Adams, Key-Note Speaker auf dem sculpture network XIV. Internationalen Forum „Sculpting Nature: LandArt, EcoArt und BioArt“ ist Gründer und Direktor des Centre for Contemporary Art and the Natural World.


www.ccanw.co.uk
www.artdotearth.org

Nur für Mitglieder

Dieser Bereich ist nur für eingeloggte Mitglieder zugänglich.

Noch kein Mitglied? Hier erfahren Sie mehr.