Streben nach Einfühlungsvermögen für die Natur

Mediadaten 2017

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Mittels Kunst die Verbindung zwischen menschlichen Wesen und Natur erforschen

Willy Verginer, Tra idillico e realtà, 2014 - courtesy of the artist.
Mittels Kunst die Verbindung zwischen menschlichen Wesen und Natur erforschen

Um Joseph Beuys zu zitieren „Für eine Weile haben wir immer noch die Chance aus freien Stücken zu einer Entscheidung zu kommen, die einem anderen Gedankengang nachgeht als den, den wir in der Vergangenheit verfolgten. Wir können uns immer noch entscheiden, unsere Intelligenz mit der der Natur in Einklang zu bringen.“

Die Galleria Civica Trento (Stadtgalerie Trient) in Italien stellt mit der Sprache der zeitgenössischen Kunst und Werken von einigen der größten Künstler unserer Zeit, eine aktuelle, sowie dringende Untersuchung zum Thema Ökologie vor. Die ursprüngliche Definition des Wissenschaftlers Ernst Haeckel von 1866 als Ausgangspunkt nehmend, hat Margherita de Pilati, die Kuratorin der Ausstellung, eine Ausstellung entwickelt, die sich den verschiedenen Aspekten des Begriffes „Ökologie“ widmet.

Von dem Engagement von Umweltaktivisten über politische Verantwortung, hin zu Philosophie, Ökonomie und Konsumverhalten hat sich das Konzept von Ökologie zu einem Thema zeitgenössischer Ethik entwickelt und betont insbesondere die Begriffe Verbindung und Verantwortung. Diese stellen die Grundlagen der Natur dar. Kunst und Ökologie ist eine Ausstellung, die sich mit der Verbindung zwischen menschlichen Wesen und der Natur in einem Streben nach verschiedenen Formen des Einfühlungsvermögens beschäftigt.

Michelangelo Pistoletto, 5 tronchi divisione moltiplicazione, 1996 - Mart, private collection.

Während Betrachtung und Insichgehen und der Anziehungskraft, die eine Vision von Natur stets angeregt hat, Raum gegeben wird, dreht sich die Ausstellung um den Eingriff des Menschen in die Natur und den daraus folgenden Veränderungen. Nicht nur Gast, sondern Protagonist und Gestalter einer unendliche Möglichkeiten bietenden Beziehung, eignet sich der Mensch seine Umgebung an, manipuliert, identifiziert und unterhält einen Dialog mit ihr, der Umwelt, in der er lebt, durch Zufall oder als Folge einer Wahl.

Mit der Erforschung dieser Naturen, erneuern die Künstler das starke und unzerstörbare Band: ob gelebt oder ausgenutzt, betrachtet oder gebraucht, die Natur ist untrennbar mit dem Menschen verbunden. Durch das Wahrnehmen, Wissen und Beschreiben sind Künstler sowohl ein in der Realität verankertes Objekt, als auch externes, erzählendes Subjekt.

Joseph Beuys, Grassello, 1979-1980 - Mart

Die Ausstellung umfasst ungefähr 50 Arbeiten führender internationaler Künstler, darunter Matthew Barney, Joseph Beuys, Christo, Tony Cragg, Olafur Eliasson, Petrit Halilaj, Ibrahim Mahama, Antoni Tàpies, und bedeutende italienische Künstler wie Giuseppe Penone, Michelangelo Pistoletto, Mario Schifano, Willy Verginer und die jüngeren Stefano Cagol, Davide Coltro, Francesco Matuzzi, Arcangelo Sassolino und Elisa Sighicelli.

Berufung und Bindung zur Region der Galleria Civica bestätigend, werden ebenfalls Arbeiten von David Aaron Angeli, Juri Neil, Marco Nones, Michele Parisi und Federico Seppi in einem spannenden Dialog zwischen lokalen und internationalen Künstlern zu sehen sein.

Giuseppe Penone, Lo spazio della scultura, 2001 - Mart, private collection.

Ausgehend von den Anregungen einiger Werke der Marts-Sammlungen, auch mit Leihgaben von Galerien und Privatsammlungen, möchte die Ausstellung den Besucher unter dem Leitmotiv der zeitgenössischen Debatte auf einem freien, vielfältigen Weg ohne Dogma begleiten. Neben Werken mit einem starken politischen Inhalt, stellen sich andere in einer mehr ironischen oder lyrischen Weise vor, in einer mehrdeutigen Auseinandersetzung der Beziehung zwischen Mensch und Natur, immer Gegenstand der Analyse und gleichzeitig eine Inspiration für Wissenschaftler, Forscher und Künstler.



Natur.Kunst 
und Ökologie

Kuratorin: Margherita de Pilati
Bis 31.01.2016

MART - Galleria Civica
Trient - IT

www.mart.tn.it

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