Der erste Hepworth Wakefield’s Skulpturenpreis

Mediadaten 2017

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Eine breitere Bindung zur Skulptur vorantreiben

Helen Marten, exhibition view, 2016. © The Artist, courtesy The Hepworth Wakefield - photo Lewis Ronald
Eine breitere Bindung zur Skulptur vorantreiben

Der erste Hepworth-Skulpturenpreis wurde an Helen Marten verliehen. Die Jury bestehend aus fünf führenden internationalen Experten hat sich dafür entschieden, die britische Künstlerin mit dem auf £30,000 dotierten Hepworth’s-Preis auszuzeichnen. Marten erklärte, dass sie das Preisgeld mit ihren anderen nominierten Kollegen teilen würde. Kurz darauf wurde sie zudem mit dem Turner-Preis 2016 ausgezeichnet.

Der Hepworth-Preis für Skulptur würdigt einen britischen oder in Großbritannien lebenden Künstler jeden Alters, in jedem Stadium seiner Karriere, der einen signifikanten Beitrag zur Entwicklung zeitgenössischer Skulptur geleistet hat.

Die Jury nominierte neben Helen Marten, Phyllida Barlow, Steven Claydon und David Medalla, deren Arbeiten ebenfalls in der Ausstellung "The Hepworth Prize for Sculpture" noch bis zum 19. Februar 2017 im Hepworth Wakefield Museum zu sehen sind.

Steven Claydon, exhibition view, 2016. © The Artist, courtesy The Hepworth Wakefield - photo Lewis Ronald

Der mit 30.000 Pfund dotierte Preis wurde zum fünften Jubiläum des Hepworth Wakefield Museums im nordenglischen Wakefield ins Leben gerufen. Die Auszeichnung sowie das Museum wurden nach Barbara Hepworth benannt, der wohl berühmtesten britischen Skulpturenkünstlerin. Simon Wallis, Direktor des Hepworth Wakefield Museums, sagte: "Wir führten den ersten wichtigen Skulpturenpreis in Großbritannien ein, um Skulptur in ihrem weitesten Sinne zu feiern und ein verstärktes Engagement für diese Kunstform zu fördern. Skulptur ist eine Kunstform, die unsere Zeit und unsere physische Umgebung reflektiert. Deshalb bleibt die Skulptur die bedeutsamste und dominanteste Form künstlerischen Ausdrucks.“

Die Jury setzte sich zusammen aus Carolyn Christov-Bakargiev, David Chipperfield, Sheikha Hoor al-Qasimi, Patrizia Sandretto Re Rebaudengo, und Alastair Sooke.

Helen Marten, exhibition view, 2016. © The Artist, courtesy The Hepworth Wakefield - photo Lewis Ronald

Die Ausstellung

Helen Marten (UK, 1985)
präsentiert sieben neue Werke, die Familienfotos und Objekte unserer alltäglichen Umgebung in komplexe Installationen einbinden. Dichte Akkumulationen von handgemachten Objekten einer großen Bandbreite verschiedenartiger Materialien - Holz, Keramik, Metall, Leder, Plastik und Stoffe - ziehen den Betrachter hinein und spielen mit der Beziehung zwischen der zweiten und dritten Dimension, indem unser Verständnis, was Skulptur ist oder sein kann, hinterfragt wird. Anders als viele von Martens Arbeiten in der Ausstellung, deren Details zu einer näheren Betrachtung einladen, fordert die großformatige Installation White Cotton is so platonic, or something, 2014, vom Betrachter, Abstand zu nehmen. Denn nur dann transformiert sich die Linienzeichnung von einem Hemd, das im Wind weht, in eine dreidimensionale Selbstenthüllung.

Phyllida Barlow, exhibition view, 2016. © The Artist, courtesy The Hepworth Wakefield - photo Lewis Ronald

Phyllida Barlow (UK, 1944)  zitiert unter ihren wichtigsten Einflüssen, Künstler wie Germaine Richter oder Barbara Hepworth. Ihre Skulpturen indes ersetzen ihre festen Körper und Schnitzereien mit zackigen, rohen Materialien, um großformatige Strukturen zu kreieren, die oft in den Bereich des Betrachter-Raums eindringen.

Den Prozess der Schaffung ihrer Arbeiten betrachtend, sagte Barlow, "Möglicherweise denke ich nicht genug über die Schönheit in meinem Werk nach, weil ich so neugierig auf andere Qualitäten bin, abstrakte Qualitäten von Zeit, Gewicht, Balance, Rhythmus, Kollaps und Ermüdung versus senkrechter dynamischer Begriffe.“

Steven Claydon, Re-dextinction Table and Transmission Assembly, 2016 © The Artist, courtesy The Hepworth Wakefield - photo Lewis Ronald

Steven Claydon (UK, 1969) beschreibt “sound as sculpture” und nähert sich diesem Medium durch die Sinne an - indem er Licht, Geruch und Klang mit festen Materialien kombiniert, um Kunstwerke zu schaffen, die oft nicht das sind, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Die sechs Skulpturen und Site-Specific-Interventionen aktivieren den Raum und beschäftigen sich mit der Architektur des Museums.

Als Sammler kultureller Artefakte verwertet Claydon Objekte und Daten wieder zu Skulpturen, die voller beabsichtigter Widersprüche stecken. Sein Werk lädt den Betrachter dazu ein, zum Ausgräber zu werden. Objekte aus der Vergangenheit werden mit neuen Materialien und Technologien neu heraufbeschworen.

David Medalla, exhibition view, 2016. © The Artist, courtesy The Hepworth Wakefield - photo Lewis Ronald

David Medalla (Philippinen, 1942) betrachtet sich selbst als "Weltbürger". Seine Arbeit der vergangenen 70 Jahre wurde von Orten und Menschen inspiriert.

Durch komplexe Kombinationen von Erinnerungen und sich entwickelnden Beziehungen spiegelt seine Arbeit oft Rhythmen und Systeme aus der Welt der Natur wieder. Medalla sagt: "Kunst beginnt für mich als einfache Idee, wie ein Samen, der zu einem Baum heranwächst. Die Idee wächst sich aus, manchmal dehnt sie sich aus und nimmt verschiedene Erscheinungsformen an, wie Bäume, die zu einem Wald werden.“

The Hepworth prize for Sculpture
Bis 19.02.2017

The Hepworth Wakefield
Wakefield, UK
www.hepworthwakefield.org

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