KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst

Mediadaten 2017

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Zeitgenössische Skulpturen brauen

Asta Gröting, Berlin Fassaden, 2016 - Maschinenhaus KINDL Centre for Contemporary Art, Berlin - photo Jens Ziehe ©Asta Gröting VG Bild-Kunst, Bonn
Zeitgenössische Skulpturen brauen

Im Herbst 2011 erwarb das deutsch-schweizerische Ehepaar Burkhard Varnholt und Salome Grisard den Gebäudekomplex der ehemaligen Kindl Brauerei in Berlin, um ihn zu einem Kulturort umzuformen. Das Gebäude aus rotem Backstein, das zwischen 1926 und 1930 erbaut wurde und vom Stil an den deutschen Expressionismus erinnert, wurde zum Kindl Zentrum für zeitgenössische Kunst.

Auf dem Gelände bietet das Elektrizitätsgebäude über drei Stockwerke Platz für eine monographische und eine thematische Ausstellung internationaler zeitgenössischer Kunst. Im Kesselhaus, mit seiner 20 Meter hohen Decke, ist normalerweise jährlich ein Künstler eingeladen ein ortsspezifisches Werk umzusetzen.

Diesen Herbst zeigt KINDL die neue Skulpturenreihe Asta Grötings sowie das große, ortsspezifische Werk der Skulpteurin Hague Yang, das den Namen Silo of Silence – Clicked Core trägt.

Asta Gröting, Mausoleum, 2016 - production detail ©Asta Gröting/VG-Bild Kunst

Berlin Fassaden

Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst zeigt die neue Werkreihe Berlin Fassaden der Bildhauerin Asta Gröting. Ausgangspunkt für diese Arbeiten sind Fassaden, die in Form von Einschusslöchern noch Spuren des Zweiten Weltkrieges in sich tragen. Asta Gröting erfasst die versehrten Mauern bildhauerisch, indem sie von ihnen Silikonabformungen anfertigt. Staub, Dreck und auch Graffitis werden von der Trägermasse angenommen und lassen die zum Teil monumentalen Negativabdrücke fast wie bemalt wirken. „Ich will aus diesen zerstörten Mauern und Fassaden in die Welt hinausschauen, als könnte ich mir selbst ins Gesicht sehen“, so Asta Gröting. “Meine Augen starren in die Einschusslöcher der Kanonen und die Löcher starren zurück in  meine eigenen psychischen Löcher. Mit einem mutigen konzeptionellen Griff, verkörpert/balsamiert Gröting sowohl Trauma als auch Zeit in eine geisterhafte Silikonhaut.”, schreibt Deborah Levy über Berlin Fassaden in der begleitenden Publikationsschrift.

Haegue Yang, Silo of Silence – Clicked Core, 2017 - Courtesy of the artist - Kesselhaus KINDL – Centre for Contemporary Art, Berlin - photo Jens Ziehe

Silo of Silence – Clicked Core

Dieses Jahr ist die Künstlerin Haegue Yang (Korea, 1971) die Künstlerin, die eingeladen wurde, das imposante, zwanzig Meter hohe Kesselhaus mit einer einzigen Arbeit zu bespielen. Die von ihr verwendeten Materialien reichen von industriellen Serienprodukten bis hin zu organischen und immateriellen Stoffen wie Gerüchen oder Geräuschen. Ihre bildhauerische Praxis ist häufig arbeitsintensiv und nimmt Bezug auf traditionelles Handwerk.

Erinnerungen an die aggressive industrielle Entwicklung Südkoreas in den 1970er und 1980er Jahren formen ihr Werk. Während die industrielle Revolution in vielen westlichen Ländern eine zwar prägende, aber längst vergangene Erfahrung des 18. Und 19. Jahrhunderts darstellt, findet sie nun in anderen Teilen der Welt statt und wird von rasanten technischen Entwicklungen begleitet. Die kollektiv erfahrenen Veränderungen, die alle Lebensbereiche umfassen, dienen als ein Ausgangspunkt für das Werk von Haegue Yang.

Haegue Yang, Silo of Silence – Clicked Core, 2017 - Courtesy of the artist - Kesselhaus KINDL – Centre for Contemporary Art, Berlin - photo Jens Ziehe

Die Künstlerin versteht das Kesselhaus des KINDL als einen typisch post-industriellen Ort, der nun nur ein Relikt seiner ursprünglich industriellen Ära ist und der zum Kulturort umgewandelt wurde. Die Installation Silo of Silence – Clicked Core besteht aus Jalousien, die ein Merkmal ihres Werks geworden sind.




KINDL - Centre for Contemporary Art
Berlin Fassaden, Part I.
Asta Gröting
Bis 3.12.2017
Silo of Silence – Clicked Core.
Haegue Yang
Bis 13.05.2018
Berlin, Deutschland

www.kindl-berlin.de

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