„PERSONAL STRUCTURES: Open Borders“ im Palazzo Mora

Mediadaten 2017

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Europäische und nicht-europäische Künstler und ihre ganz persönlichen Interpretationen rund um die Begriffe „Time-Space-Existence“, zu sehen im Rahmen der 57. Biennale Venedig

Europäische und nicht-europäische Künstler und ihre ganz persönlichen Interpretationen rund um die Begriffe „Time-Space-Existence“, zu sehen im Rahmen der 57. Biennale Venedig

Am 11. Mai 2017 feierte die Biennale Venedig ihre lang erwartete Eröffnung. In den nächsten Monaten wird sie Besucher aus aller Welt empfangen. Im Kontext der Biennale findet, wie schon in den Jahren zuvor, die Ausstellung „PERSONAL STRUCTURES: Open Borders“ im European Culture Center statt, organisiert von der GAA Foundation. Über 200 Künstler aus 40 Ländern stellen ihre Arbeiten in zwei der herrschaftlichsten Palazzi Venedigs und im Giradini Marinaressa aus.

Etablierte und weniger bekannte Künstler mit den unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen präsentieren ganz persönliche Interpretationen rund um die Begriffe „Time – Space – Existence“. Ganz im Sinne der Vision des European Culture Centers, versucht sie damit bewusst einen Querschnitt zeitgenössischer Kunst vorzustellen, losgelöst von ideologischen, politischen und geographischen Schranken. Im Dialog mit den Werken zeigen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen europäischen und nicht- europäischen Künstlern.

Die Besucher erwartet eine große Auswahl an künstlerischen Medien. Gemälde, Skulpturen, Videos, Zeichnungen, Fotos und Installationen regen den Betrachter dazu an, seine eigene Existenz inmitten der alltäglichen Umwelt bewusster wahrzunehmen und sich kultureller Einflüsse unter spezifischen Zeit- und Ortsbedingungen vor Augen zu führen.

45 der 200 Künstler sind Mitglieder von sculpture network!
Als kleinen Vorgeschmack auf das, was sie im Palazzo Mora, Palazzo Bembo sowie im Gardini Marinaressa erwarten wird, möchten wir Ihnen in den kommenden drei Newslettern unsere Künstlermitglieder, deren Werke und Gedanken vorstellen. sculpture network hofft jedoch, dass sie nicht die Chance verpassen werden, diese auch vor Ort zu betrachten! Eine wunderbare Gelegenheit dafür bietet unsere Kunstreise vom 24. -27. August 2017 bei der einige der Künstler ihre Werke persönlich vorstellen werden.

 

Künstler im Palazzo Mora, Strada Nova, 3659, 30121 Venezia, Italien

Für weitere Informationen bitte auf die Namen der Künstler klicken!

Susanna Andreini und „das Große Oh!"

Susanna Andreini

Andreini‘s feine Figuren-Kunst wird im Palazzo Mora zu bestaunen sein: „Das große Oh!“, „Engelzart“ und der “Schmunzelnde“  - Ihre  drei Figuren-Objekte führen in einen Raum der Stille, des Atems und der Klänge. In poetischen, kraftvoll- berührenden und symbolhaften Bildern würdigt der dazugehörige Kurzfilm das weibliche Prinzip. Der Film versteht sich auch als eine Hommage an die alten Kulturen und indigenen Völker, an deren kraftvolles Heilwissen und magisch-manifestierende Ausdrucksformen.

Josef Baier mit „Logarithmische Spirale"

Josef Baier

Josef Baier’s Logarithmische Spirale ist ein Symbol für Wachstum, für Entwicklung, für Evolution. Sie steht für unendliche Bewegung, für wiederkehrenden Wechsel, Sammlung und Zentrierung nach innen, Öffnung nach außen.

„Erdort"

Christine Bauer

Erdort besteht aus verschiedenfarbigen Erden unterschiedlicher Herkunft, in zahlreichen Orten und Ländern gesucht, mitgenommen, verarbeitet, wie die Eindrücke, die sich ins Gedächtnis schreiben. „Als Künstlerin ist es nicht meine Absicht die Welt abzubilden, sondern Bilder in die Welt zu setzen, die innere Visionen repräsentieren und die, inspiriert vom Ursprung, die Spuren des individuellen Menschseins suchen und aufnehmen.“


Claudia Biehne

Auf dem Podest der Galerie ruht eine organisch anmutende Form. Man möchte sie berühren, um sich zu vergewissern, dass sie genau so ist, wie man sie gerade mit Hilfe von Vorstellungskraft und aus dem Fundus vorhandener Erfahrungen gedanklich zu begreifen versucht. Es bleiben Fragen, die man nicht beantworten kann. Einen Augenblick
Porzellan ist feingliedrig. Gleichzeitig hat es das Potential, die Jahrhunderte zu überleben. Ein scheinbar gefrorener Zustand in den Weiten endloser Möglichkeiten.

„Shelter”

Viel Bjerkeset Andersen

„Shelter“ handelt von der Flüchtlingskrise und den damit verbundenen Gedanken und Gefühlen, deren Behandlung und Beantwortung Europa seit 2015 vor herausfordernde Aufgaben stellt. „Shelter“ ist ein poetisches dreidimensionales Lichtbild eines ruhigen, sitzenden Kindes, das sein Gesicht  zwischen den Knien versteckt – sein eigener ganz persönlicher Zufluchtsort? Viele Fragen stellen sich: Wer ist dieses Kind? Woher kommt es? Wurde es verlassen oder gefangen genommen?

"The Keeper of the Place”

Anne Curry

Anne Curry’s Werk “Keeper of the Place”, fokussiert sich auf die Entwicklung natürlicher Formen und ihre Muster. Die Kurven, die Spiralen des Wachstums, das Aufblühen der Knospen und Blätter, das Platzen der Samenpollen, die unendlichen Windungen der Muscheln - eine vorgegebene und mathematische Entwicklung, die unablässige Lebenskraft auf dem Vormarsch. Dieses Wachrufen der versteckten Energie liegt ihren Arbeiten zugrunde.


„Amphora"

Markus Daum

Der Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeiten ist das Rätsel der menschlichen Existenz, die Fragen über Fragen aufwirft, welche ins politische und gesellschaftliche Leben zielen. Daum begreift Dasein als körperlich-geistige Präsenz, die im menschlichen Körper als lebendige Form in der Welt existiert. Seine Skulpturen versuchen die Wirklichkeiten des menschlichen Lebens in all ihrem Facettenreichtum zu verkörpern.

Giò di Busca

Seine Arbeiten sind in erster Linie an ihn persönlich adressiert. Von Bedeutung für ihn ist vor allem der Schaffensprozess seiner Werke. Er versteht sie als eine interne Analyse, die sich wie ein Puzzle - von Emotionen diktiert - vollzieht und im Werk ihre Ausformung findet.

„Forever Together"

Sophie Dickens

Sophie Dickens schafft figurative Emotionen. Sie möchte keine Geschichten, sondern von menschlichen Gefühle erzählen. Ihre Bilder sind absolut und doch offen für Interpretation. Ihre Figuren bleiben anonym, unspezifisch und gesichtslos. Dem Betrachter ermöglicht dies eine intensive Annäherung an das Werk.

 

 

„Vermutlich ein Stück vom Himmel“

Herbert Egger

Ein Stück, das sich mit den Spuren und Verwerfungen des Werdens zum Faktum materialisiert, zu individueller Identität. Das auf einer Palette gelagerte Artefakt ist okkupiert vom Räderwerk diverser Ordnungen. Die Europalette, Sinnbild für Geschäftigkeit, System, Globalisierung aber auch Ambivalenz. „Vermutlich ein Stück vom Himmel“, zwischengelagert, im statischen Zustand des Wartens mit einer noch unerfüllten Ziel-Perspektive: Für den einen eine Hoffnung - für den anderen blanker Zynismus.

„Testa I and Testa II"

Stefan Faas

Der Stahlbildhauer arbeitet mit rauem Corthenstahl und poliertem Spiegelstahl. Seine Stelen beziehen sich auf den menschlichen Körper, sind jedoch auf anthropomorphähnliche Gestalten reduziert und verfremdet. In ihnen spiegelt sich die Umgebung, der Betrachter, sowie die blanke Oberfläche und werden somit Teil des Kunstwerks selbst.

„Cyclope"

Bernhard Jordi

„Meine Skulpturen brauchen nicht nur das passive Auge des Betrachters, sondern seine aktive Hand, seine Energie! Die muss er meinem Werk zur Verfügung stellen. Er muss etwa eine Kurbel bedienen, um ein Gewicht hochzuhieven, muss gleichsam die Schwerkraft aktivieren, damit die Skulptur ihr eigentliches Wesen zeigt, nämlich die Bewegung.  Und erst, wenn er eingegriffen hat, kann er die Skulptur auch als Ganzes begreifen. Gib mir deine Energie, damit ich dir meine geben kann. Es ist ein lustvolles Geben und Nehmen."

„The trees weep upon us, We’ll be Fossils by Then"

Caroline Kampfraath

„The trees weep upon us, We’ll be Fossils by Then“ ist eine Skulptur in Form eines venezianischen Kronleuchters. Das Werk greift unsere komplexe Beziehung zur Natur auf. Die Ignoranz des Menschen gegenüber unseren Umgang mit Natur wird dazu führen, dass wir ihr letztendlich unterliegen werden. Dieses vielschichtige apokalyptische Werk bezieht sich auf die fortwährende Zerstörungswut des Menschen.

R+Z, in der Serie „Das schwebende Alphabet"

Anton Kerscher

Der Künstler sammelt Wörter und Ereignisse, um diese mit Raum- und Zeitbezug im Atelier zu verwenden. Er benutzt die zwei ersten Buchstaben R + Z der beiden Begriffe in seiner Serie „Das schwebende Alphabet“ ganz bewusst. Dies erlaubt den Besucher dem Werk mit seinen eigenen Ideen zu den Begriffen Raum und Zeit zu begegnen.

„LA FABBRICA"

Ellen Klijzing

Die aufrechten Strukturen formen sich aus verschiedenen Materialien und fügen sich zu einem organischen Ganzen. Zwei dunkle und schwere Objekte liegen den Konstruktionen auf und neigen sich bedrohlich dem Betrachter zu. Gestörte Gewichtsverteilung deutet Verfall an. Klijzings Werke, so auch „LA FABBRICA", existieren weder in der Natur noch in der industrialisierten Welt. Sie symbolisieren durch ihr Material beide Welten, das von Geschichte, Gebrauch, Herkunft und Verfall erzählt.

„and the World goes on”

Patricia McKenna

Ihr Werk „and the World goes on” besteht aus mehreren Komponenten: zwei Videos, baumähnlichen skulpturalen Formen, Schatten und Neon; die Installation tritt mit dem Raum und den hunderte Jahre alten Dachsparren des Palazzo in Interaktion. Sie ist Teil eines umfassenden Werkkomplexes, das sich der Frage annähert wie wir mit der Natur leben, wie wir individuelle und kollektive Identitäten schaffen und wie wir Orten, Landschaften und kollektiver Geschichte Bedeutung geben.

„Schlechte Nachricht“

Andreas Rimpel

Andreas Rimpel ist zur Skulptur gekommen, da ihm dieses Arbeiten die Möglichkeit gab, die Emotionen der Menschen intensiver herauszuarbeiten. Durch genaue Beobachtung seiner Mitmenschen, entstand die Skulptur „Schlechte Nachricht“. Die beängstigende Einsicht dahinter ist schließlich und endlich: es kann jederzeit JEDEN treffen! Nach manch einer schlechten Nachricht ist das Leben nicht mehr das, was es einmal war.

„The Carousel"

Peter Riss

„The Carousel" vereint die derzeit herrschende globale Angst, die nicht-greifbare, aber in alle Lebensbereichen vordringende Informationsspeicherung und der Verantwortung gegenüber unserer Vergangenheit mit einem Anflug von Hoffnung. Gleichzeitig vermittelt das Karussell mit seinen bunten Farben, der leisen verzerrten Musik, und die in uns allen schlummernde glückliche Kindheitserinnerung eine subtile Unbeschwertheit.

„mutatis mutandis"

Alejandra Ruddoff

Ihre Werke zeigen Momentaufnahmen großer dynamischer Prozesse. Mit „mutatis mutandis" sind zentrifugal- und konzentrische Kräfte dauerhaft in Eichenholz gebunden. Auf übereinander liegenden Achsen drehen mit- und gegeneinander kreisende Wirbel, zersplittern in zahllose Segmente und fügen sich wieder zu einem Ganzen zusammen. „mutatis mutandis“ versinnbildlicht Kosmos und individuelles Schicksal – eine unausweichliche Veränderung, die im Augenblick verharrt.

Andreas Sagmeister mit einer Skulptur

Andreas Sagmeister

Andreas Sagmeister‘s Arbeiten stehen der Konkreten Kunst und dem Minimalismus sehr nahe. Volumen umschreiben, Formen erfinden und Räume definieren, das sind die vorrangigen Motivationen und Inspirationen für sein Kunstschaffen. Jede Form wird konsequent bis ins Detail komponiert und entwickelt. Die so entstehenden Plastiken stehen für sich: sie sind eigenständige Gebilde und folgen in ihrer geometrischen Klarheit immer einer konkreten, formalen Zielsetzung.

„PIXEL PARCEL AUTOSPHERE"

Max Scholz

„PIXEL PARCEL AUTOSPHERE": Der Globus als Drahtmodell liegt auf einer losen Schüttung aus schwarzem Autoreifengummischredder. 25 Linien entsprechen 25 „black boxes“, deren langsamer Bewegungsablauf ein kontinuierliches Hin und Her, Kreuz und Quer, Hoch und Runter ist. Zusammen generieren sie eine komplexe Choreographie.

 


„Moonstones"

KWAKU-Eugen Schütz

„Moonstones" stehen für die politischen Vorgänge unserer Gesellschaft und beziehen sich auf die fortlaufende Kontamination des globalen Gewässers, wie die Ölverschmutzung in Nigeria und Florida, die Quecksilbervergiftung des Amazonas durch Goldwäscherei, der Atomunfall in Fukushima, die Müllabladung in der Nord- und Ostsee und und und …

„AUFBRUCH IN EINE NEUE GEGENWART - JETZT IST BEWEGUNG IST LEBEN"

Ulrich Schweiger

„AUFBRUCH IN EINE NEUE GEGENWART - JETZT IST BEWEGUNG IST LEBEN": Alles uns Bekannte ist beweglich und veränderlich. Wir sind voller Möglichkeiten - und finden in diesen selbst als Möglichkeit statt. Wir bewegen uns im Jetzt aus der Vergangenheit in die Zukunft. Wir sind da!
Als Bildhauer habe ich die großartige Möglichkeit,
diesem Umstand eine in Zeit und Raum erlebbare Gestalt zu verleihen. Der Freiheitstanz des Individuums- umso gelungener, wenn er mit Leichtigkeit und Humor gelingt.“

„Alter Ego"

Robert Szittay

Die Skulptur „Alter Ego" basiert auf der Beziehung zweier männlicher Figuren: der eine wird von dem anderen beeinflusst. Szittay versucht die Spannung und die Bedeutung dieser Beziehung durch den menschlichen Körper darzustellen: ihre überbelichteten Knochen, Muskeln, Sehnen und Venen. Die Komposition kann von allen Seiten betrachtet werden, ein Charakteristikum, das fast all seinen Arbeiten zugrunde liegt.


„Judas"

Miroslav Trubač

Judas, im Herbst seines Lebens, steht triumphierend auf einem kaputten Ast, während sein Blick einem künstlichen Baum gilt. Die Schlinge um seinen Hals vervollständigt die bizarre Szene. In dieser Interpretation verkörpert Judas Eitelkeit und einen lebenserfahrenen Mann. Während er auf seinen Tod wartet, starrt er unverwandt in die Zukunft, die durch den hervorsprießenden Baum symbolisiert wird.
Die Skulptur macht auf eine gegenwärtige soziale Situation aufmerksam: die Stellung der Menschen in der Gesellschaft und ihre Einsamkeit.

Mieke van Grinsven

Ihre Skulpturen sind abstrakte Formen, die eine Ähnlichkeit zur realen Welt aufweisen, jedoch viel der eigenen Imagination überlassen. Sie sind inspiriert durch die Ruhe der Natur, den Gesang der Vögel, und die Lichtspiele der Blätter der Gelbrinden-Akazie.
Ihre Skulpturen öffnen verschiedene Wege auf denen man kommunizieren kann.
 

„101 Aussagen zur Artenvielfalt"

Lars Waldemar

101 Aussagen zur Artenvielfalt: 100 verschieden Skulpturen in Form von Teströhrchen wurden an der Wand verankert,  von denen jede einzelne an einem festgelegten Platz angebracht wurde. In der Vitrine vor den Teströhrchen hat der Künstler eine größere Skulptur ausgestellt. Das strickte Arrangement der einzelnen Bestandteile kontrastiert und unterstreicht das organische und unkontrollierbare Wesen der Werke selbst.

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