„Art and Space“: Ort und Architektur mittels Kunst

Mediadaten 2017

Download PDF

Newsletter abonnieren

sculpture network veröffentlicht monatlich einen Newsletter auf deutsch und englisch.
Er informiert zu laufenden Veranstaltungen und Ausstellungen zur zeitgenössischen Skulptur in Europa und zu den Veranstaltungsreihen von sculpture network.

Newsletter abonnieren

Sollten Sie eine Auflage verpasst haben können Sie hier nachlesen.

Die Wechselwirkung von Räumen, Umfängen und philosophischen Gedanken im Guggenheim Museum Bilbao

Cristina Iglesias, Sin título (Habitación de alabastro), 1993 - Guggenheim Museum Bilbao
Die Wechselwirkung von Räumen, Umfängen und philosophischen Gedanken im Guggenheim Museum Bilbao

Art and Space ist eine Ausstellung, die auf der kreativen Partnerschaft des baskischen Künstlers Eduardo Chillida und dem deutschen Philosophen Martin Heidegger beruht, die seit 1969 bestand und in die Veröffentlichung eines eposartigen Künstlerwerks mündete. Gemäß Heideggers Beobachtung zeigt die Ausstellung die verschiedenen Arten, durch die ein Kunstwerk eine „Dominanz des Raumes“ einnimmt und wie „Räume durch Kunstwerke herrschen“.

El arte y el espacio, 2017, exhibition view - ©FMGB, Guggenheim Bilbao Museoa

Durch das Aktualisieren und Ausweiten der Schlüsselbegriffe des Dialoges von Heidegger und Chillida versucht die Ausstellung die Verbindung von Räumen und Umfängen zu untersuchen. Darüber hinaus untersucht sie die stillen Gespräche und Wechselwirkungen zwischen Kunstwerken und den Kräften, die sie strukturieren (Schwerkraft, Leuchtstärke, Gleichgewicht), sowie das Wechselspiel mit visuellen Werken und philosophischen Gedanken.

In den verschiedenen Galerien des Museums erforscht die Ausstellung unterschiedliche Konzepte:

Vom Erkennen zum Hinterfragen von Räumen

Wie konnte das Konzept des Raumes, eine Einheit, die schwer in eine Definition zu packen ist, ein zentrales Thema abstrakter Kunst, vor allem im Bereich Skulptur, werden? Eduardo Chillida und Jorge Oteiza erfuhren internationale Anerkennung in einer Zeit als andere Bewegungen wie Spatialism und Zero ihre eigenen Strategien zum Erkunden ähnlicher Fragen anboten. Diese Galerie umfasst Stücke von einigen dieser Pioniere und Werke derer, die ihnen folgten.

Marcius Galan, Seção diagonal, 2008 - Inhotim Collection

Die Mehrdeutigkeit des Leeren
Von der Mitte der 1970er Jahre bis zum Anbruch des digitalen Zeitalters in den 1990ern, gab es unzählige kreative Projekte, die die Rechtmäßigkeit von Abstraktion in Frage stellten. Es ist schwer zu sagen, ob das Sprechen über eine Form auch das Sprechen über die Leere, die sie umgibt, beinhaltet und ihr daher die Möglichkeit zu existieren gestattet. Die Werke, die in dieser Ausstellung zu sehen sind, zeigen den Zick-Zack-Kurs durch die grundsätzliche Mehrdeutigkeit von Raum.

Mutationen

In den vergangenen Jahrzehnten ist das Konzept von Raum so vielseitig geworden, wie die Daten, die durch die Luft schwirren. Die Welt der Gegenstände, einst greifbar und fern, ist unnahbar geworden und durch ihre Repräsentationen ersetzt worden. Zeitgenössische Kunst reflektiert diese Situation und strebt danach die Verbindung zwischen Gegenständen und Erinnerungen, die sie verbirgt, wiederherzustellen. Dadurch führt sie eine archäologische Untersuchung der Gegenwart durch oder untersucht mögliche Orte, Metamorphosen und Kombinationen. Die Werke, die in dieser Galerie ausgestellt werden bekunden eine permanente Fluktuation des Materiellen und radikale Spekulationen des Konzeptuellen.

El arte y el espacio, 2017, exhibition view - ©FMGB, Guggenheim Bilbao Museoa

Unter Atomen
Das Konzept des leeren Raumes ist Thema vieler alter Philosophien weltweit. Das Konzept, das den Verlauf der westlichen Wissenschaft vermutlich am meisten beeinflusst hat, ist vermutlich die Lehre von Atomen, die von Leukipp, Demokrit, Epikur und anderen griechischen Philosophen vertreten wurde. Dank ihnen nahm die kollektive Vorstellungskraft die Idee auf, dass Dinge nur in ihrer Erscheinung fest sind, da alles aus unzähligen unteilbaren Partikeln oder Atomen besteht, die von der Leere getrennt werden.

Bewegungslose Reisen

Der Gedanke hinter Bewegung, und daher Reisen, ist mit unserer Vorstellung von Räumen verbunden. Tatsächlich sind Räume ohne Bewegung für uns undenkbar. Die Vorstellungen von Reisen und Reflektionen mischen sich in dieser Galerie.

El arte y el espacio 2017 - exhibition view - ©FMGB, Guggenheim Bilbao Museoa

Unerschöpfliche Orte
In Kunst und Raum schrieb Heidegger, dass wir „lernen müssen zu erkennen, dass Dinge an sich Orte sind und nicht einfach nur zu einem Ort gehören“. In dieser Galerie gibt es drei unmögliche Orte.

Vom Rahmen zur Wand: Geschlossene Räume
In Bezug auf den Raum von Skulpturen sprach Chillida von einem „Gerücht der Grenzen“. Wände und Grenzen sind in der Tat ein wesentlicher Bestandteil des Raums und des Arbeitskonzept der in dieser Galerie ausgestellten Werke.

Art and Space
Bis 15.04.2018
Kurator: Manuel Cirauqui

Guggenheim Museum Bilbao
Bilbao, Spanien

arteyespacio.guggenheim-bilbao.eus

Nur für Mitglieder

Dieser Bereich ist nur für eingeloggte Mitglieder zugänglich.

Noch kein Mitglied? Hier erfahren Sie mehr.