Do Ho Suh

Mediadaten 2017

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Imaginäre Architektur und Erinnerungen an Zuhause

Do Ho Suh, Passage/s, 2017 - courtesy the artist, Lehmann Maupin and Victoria Miro galleries - photo Thierry Bal
Imaginäre Architektur und Erinnerungen an Zuhause

Do Ho Suh interessiert sich für Architektur als physischen und mentalen Raum, dafür, wie wir uns organisieren und den Raum um uns wahrnehmen und wie wir dadurch versuchen, die Welt und uns selbst zu verstehen. Do Ho Suh (*1962, Südkorea) beschäftigt sich schon lange mit der Vorstellung von Zuhause als einem physischen Ort und einer gelebten Erfahrung. Er erinnert uns daran, dass wir unser Zuhause immer mitnehmen, egal, wie weit wir uns räumlich davon entfernen. Mit Hilfe unserer Vorstellungskraft können wir die Orte, an denen wir unser Leben verbrachten haben, stets abrufen.

Do Ho Suh, Passage/s (installation view Bildmuseet), 2017 - courtesy the artist, Lehmann Maupin and Victoria Miro galleries - photo Mikael Lundgren

In seinen Kunstwerken hat Do Ho Suh die architektonischen Räume, in denen er gelebt und gearbeitet hat, sorgfältig eingefangen. Das Zuhause seiner Kindheit in Südkorea sowie Wohnungen und Studios in New York und London hat er mit durscheinenden Textilgeweben lebensgroß nachgebaut. Er erweckt Lebenserfahrungen von Mobilität und Veränderung, vom Überschreiten von Grenzen und dem Bewegen zwischen zwei verschiedenen geistigen Orten und Zuständen.

„Das Leben verstehe ich als Durchreise, ohne festen Anfang oder Zielort.“, sagt Do Ho Suh. „Wir neigen dazu, uns die ganze Zeit auf das Ziel zu fokussieren und vergessen darüber die Zwischenhalte. Aber ohne diese alltäglichen Räume, denen niemand groß Beachtung schenkt, ohne diese Graubereiche kann niemand von A nach B gelangen.“

Do Ho Suh, Passage/s, 2017 - courtesy the artist, Lehmann Maupin and Victoria Miro galleries - photo Thierry Bal

Die Ausstellung im Bildmuseet ist Do Ho Suhs erste Einzelausstellung in Skandinavien und heißt Passages. Der Umzug des Künstlers nach London ist der Ausgangspunkt für den Inhalt und die emotionalen Aspekte seiner 16 Meter umfassenden architektonischen Stoffinstallation.  Passages untersucht Architektur als physischen und gedachten Raum. Er hat architektonische Elemente seines neuen und seiner alten Wohnorte nachgebaut, sie sind präsent, aber durchscheinend und daher eine kaum greifbare Erinnerung des Geistes.

Passages
betont die oft übersehenen Zwischenräume, die verschiedene räumliche Funktionen miteinander verbinden: beispielsweise der Durchgang, der Flur und der Eingangsbereich. Ein Durchgang, eine Passage, kann auch metaphorisch als Bewegung zwischen verschiedenen Orten, Kulturen und Identitäten verstanden werden.

Die Ausstellung umfasst auch drei Videowerke und Arbeiten auf Papier, die eng mit der großen Installation zusammenhängen.

Do Ho Suh
Passages
Kuratorin: Katarina Pierre
Bis 15.04.2018

Bildmuseet
Umeå, Schweden

www.bildmuseet.umu.se

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