Konkret mehr Raum - Konstruktivistische Verunsicherungen, Raumkonzepte, Revisionen

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  • Konkret mehr Raum - Konstruktivistische Verunsicherungen, Raumkonzepte, Revisionen
Michael Johansson, Public Square, Courtesy / Foto: M. Johansson, Heger Tor, Osnabrück, 2015, Konkret mehr Raum

Ausstellung

14. Jun – 13. Sep 2015

Kunsthalle Osnabrück, Felix-Nussbaum-Haus, Kulturgeschichtliches Museum Hasemauer 1, 49074 Osnabrück, Deutschland

Die Ausstellung "Konkret mehr Raum" schafft mehr Denkraum für Kunst in Osnabrück. 20 internationale Künstler haben 18 ortsbezogene Konzepte entwickelt, die auch als Re-Visionen des Konstruktivismus gelesen werden können. Die künstlerischen Neuproduktionen schaffen neue Verbindungslinien zwischen den drei Ausstellungsorten und der Innenstadt – zwischen Kunsthalle, Felix-Nussbaum-Haus/ Kulturgeschichtlichen Museum, Heger Tor und Rißmüllerplatz. Fluchtpunkt der Gruppenausstellung ist das Werk des Osnabrücker Künstlers und Designers Friedrich Vordemberge-Gildewart (*1899 in Osnabrück – †1962 in Ulm), der als wichtiger deutscher Vertreter der Konkreten Kunst gilt.

Die Ausstellung „Konkret mehr Raum! Konstruktivistische Verunsicherungen – Raumkonzepte – Re-Visionen“ zeigt, dass ästhetische Konzepte und Architekturen, die einst auf Objektivität, Vereinheitlichung, Stabilität geradezu ideologisch ausgelegt waren heute nicht mehr aufgehen. Die Zusammenschau der künstlerischen Positionen lenkt den Blick auf künstlerische Handschriften, die sich aus dem konkreten Formschatz entwickelt haben, und unterstreichen Individualität und Selbstbehauptung, die Schönheit des zufälligen Details, die Zerbrechlichkeit von Systemen - und vielleicht auf das Glück des Überstehens prekärer Situationen. Mutig, z.T. partizipativ experimentieren die Künstler mit Grenzsituationen und Gigantisierungen, Instabilität und dem Scheitern von viel zu gewagten Konstrukten. War die Konkrete Kunst im vergangenen Jahrhundert einst aufgebrochen, um ein objektives Regelwerk für eine bessere Gesellschaft zu schaffen, so zeigt die Ausstellung in Osnabrück die Komfortablität von Auflösungsprozessen. Das Fertighausprinzip wird einer Revision unterzogen. Die Schönheit von Struktur, ihre Leichtigkeit im Licht, ihre Fragilität, Verletzlichkeit und Vergänglichkeit werden bis zum 13. September die Besucher faszinieren.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Julia Draganović, der neuen Direktorin der Kunsthalle Osnabrück, Elisabeth Lumme und Valérie Schwindt-Kleveman. Die Künstlerliste ist mit Pedro Cabrita Reis (Portugal), Baptiste Debombourg (Frankreich), Vincent Ganivet (Frankreich), Jose Dávila (Mexiko), Angela Glajcar (Deutschland), Dominique Jézéquel (Frankreich), Michael Johansson (Schweden), Žilvinas Kempinas (Litauen), Andreas Kotulla (Deutschland), Alicja Kwade (Polen/Deutschland), Hinrich Gross/Sigrid Sandmann (Deutschland), Diana Sirianni (Italien/Deutschland), Rüdiger Stanko (Deutschland), David Svoboda (Tschechien/Deutschland), Dannielle Tegeder (USA), Susanne Tunn (Deutschland), Marie Cool Fabio Balducci (Luxemburg) und Maarten Baas (Niederlande) international besetzt. Die Osnabrücker Ausstellung erlaubt damit eine länderübergreifende vergleichende Re-Vision der Konkreten Kunst, die auch in ihren Anfängen schon nicht auf Deutschland beschränkt war.

 

www.konkret-mehr-raum.de

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